Losung

für den 29.05.2022

Salomo sprach: 

Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

1.Könige 8,27

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Pfingstwerkstatt vom 3. bis zum 5. Juni 2022 in Solingen. Für die Kirche von morgen. Mit Menschen aus dem ganzen Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Service

3 Fragen an Gemeindeschwester Bettina Hahmann

„Die Hilfsbereitschaft ist sehr hoch“

Bettina Hahmann sieht eine große Hilfsbereitschaft bei den Menschen in Wald. Ob sich die Hilfe verändert hat und was sie sich von der Politik wünscht, erzählt sie in den Antworten auf unsere „3 Fragen“.

Gemeindeschwester Bettina Hahmann (Foto: Daniela Tobias / Photozeichen.de) Gemeindeschwester Bettina Hahmann (Foto: Daniela Tobias / Photozeichen.de)

Frau Hahmann, sie sind seit diesem Herbst 40 Jahre im diakonischen Dienst der Kirchengemeinde Wald aktiv. Wie hat sich in ihrer Wahrnehmung der Bedarf entwickelt? Gibt es mehr Armut, mehr Einsamkeit, mehr Not. Oder ist es sogar weniger geworden?
 

In meinen Anfängen bezog sich der Bedarf in großen Teilen auf alleinstehende Männer, die auf der Straße lebten. Heute betrifft es viele Familien mit Kindern und alleinstehende oft nicht mobile Seniorinnen und Senioren, die allerdings in ihren eigenen Wohnungen leben. Als Diakonie müssen wir uns bewegen und zu den Menschen gehen oder öffentliche Angebote machen. Denn diese kommen aus Scham und fehlender Mobilität oft nicht zu uns.
Armut, Einsamkeit und Not sind für die Allgemeinheit oft nicht sichtbar. Es ist daher schwer einzuschätzen, wie viel sie zugenommen hat.  Ich selber aber merke, dass der Bedarf wächst.
 

Und wie ist es mit der Hilfsbereitschaft der Menschen? Hat sich die verändert?
 

Die Hilfsbereitschaft für unsere Menschen in der Gemeinde ist sehr hoch. Wir haben sowohl viele engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter als auch Personen, die uns Sach- und Geldspenden zukommen lassen. Das hängt vor allem mit den Projekten zusammen, die wir ins Leben gerufen haben.

Man merkt jedoch auch, dass sich der Zusammenhalt der Gesellschaft stark verändert hat. Nachbarschaftliche Hilfen sind nicht mehr so stark vorhanden wie noch vor einigen Jahrzenten.
 

Wenn Sie nicht nur in der Walder Gemeinde, sondern auch in der Politik eine gute Fee wären und drei Dinge in unserem Land oder in unserer Stadt verändern könnten, damit es Menschen in Not besser geht, welche drei Dinge wären das?
 

Der erste meiner drei Wünsche wäre, weitere Anlaufstellen für Familien mit Kindern und Alleinstehende zu schaffen.  Dort sollen Präventionsangebote für Gesundheit, Erziehung und Ausbildung stattfinden.

Des Weiteren fehlen Notschlafunterkünfte und Streetworker, die sich um die Bedarfe von sozial benachteiligten Menschen auf der Straße kümmern.

Mein letzter Wunsch wäre es, die Mieten zu drosseln, Stromkosten zu senken und angemessene Löhne zu zahlen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um die Armut zu verringern.

 

07.10.2021



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