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für den 05.12.2021

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Service

Bettina Hahmann feiert 40-jähriges Dienstjubiläum

Die Seele der sozialdiakonischen Arbeit in Wald

Bettina Hahmann arbeitet seit 40 Jahren als Gemeindeschwester der Evangelischen Kirchengemeinde Wald. Seit 1981 hat sich in ihrer Arbeit viel getan.

Seit 40 Jahren an der Seite der Menschen in Wald: Gemeindeschwester Bettina Hahmann (Foto: Daniela Tobias / Photozeichen.de) Seit 40 Jahren an der Seite der Menschen in Wald: Gemeindeschwester Bettina Hahmann (Foto: Daniela Tobias / Photozeichen.de)

„Ein tolle Frau mit viel Herz!“ Das Lob der Solinger Landtagsabgeordneten Marina Dobbert aus Anlass des runden Dienstjubiläums der Gemeindeschwester Bettina Hahmann teilen nicht nur in Wald viele Menschen. Am 1. Oktober konnte sie ihr 40-jähriges Dienstjubiläum in der Evangelischen Kirchengemeinde Wald feiern.

Als sie 1981 anfing, gab es noch keine ambulanten Pflegedienste. Gemeindeschwestern wie Bettina Hahmann sorgten in Kirchengemeinden dafür, dass Menschen versorgt wurden, die ohne Hilfe nicht alleine zurechtkommen konnten. In etlichen evangelischen Kirchengemeinden versahen noch Diakonissen den Dienst in der Alten- und Krankenpflege. Die damals 21-jährige gelernte Altenpflegerin war ohne Tracht und Diakonissenhaube unterwegs. Aber auch sie hatte bereits damals den Anspruch, den früher auch viele Diakonissen erfüllte, dorthin zu gehen, wo die Not am größten war. „In meinen Anfängen bezog sich der Bedarf in großen Teilen auf alleinstehende Männer, die auf der Straße lebten“, erinnert sich Hahmann: „Heute betrifft es viele Familien mit Kindern und alleinstehende oft nicht mobile Seniorinnen und Senioren.“

Zeitgemäße Weiterentwicklung der Diakonie
 

Dabei verstand sie evangelisches Engagement in der Diakonie schon früh nicht nur als Hilfe im Einzelfall. Gemeinsam mit engagierten Pfarrpersonen, denen die zeitgemäße Weiterentwicklung der Diakonie ebenfalls besonders am Herzen lag, und vielen Mitstreitenden baute die Evangelische Kirchengemeinde Wald seit den 1980er Jahren die sozialdiakonische Arbeit immer weiter aus: Der Mittagstisch für Bedürftige und die Kleiderkammer gehören seither zum Angebot der Walder Kirchengemeinde.

Bettina Hahmann ist immer mittendrin: als Motor und gute Seele der Gemeindediakonie. Sie hört den Nöten der Menschen zu. Sie koordiniert die vielen ehrenamtlich Aktiven. Und sie entwickelt und koordiniert gemeinsam mit den Pfarrpersonen der Walder Gemeinde und dem Presbyterium immer wieder neue Angebote. Das war auch bei dem mobilen Angebot „Wir bitten zu Tisch“ so: Sie hatte entdeckt, dass Scham oder körperliche Einschränkungen es manchen bedürftigen Menschen unmöglich machte, zum Mittagstisch ins Gemeindehaus zu kommen. Also sorgte sie dafür, dass regelmäßig das Essen zu den Menschen gebracht wurde. Das war 2015 so, als die Evangelische Kirchengemeinde Wald geflüchtete Menschen in ihr Gemeindehaus Corinthstraße aufnahm und mit dem Nötigen versorgte. Das war auch seit Beginn der Corona-Krise so, als man gemeinsam mit anderen evangelischen und katholischen Gemeinden die „Suppenküche to go“ entwickelte, weil der gemeinsame Mittagstisch in den Gemeindehäusern nicht mehr stattfinden durfte.

Hohe Hilfsbereitschaft
 

Zu Bettina Hahmanns besonderen Gaben gehört es auch, immer wieder andere Menschen an der Hilfe in der Not zu beteiligen. Viele einschlägige Institutionen wie der Lions Club oder die „Kette der helfenden Hände“ haben Projekte der Walder Sozialdiakonie in den Jahren unterstützt und tun es bis heute. Mit Aktionen wie „Ein Teil mehr“ können aber sich auch ganz normale Walder Bürgerinnen und Bürger unkompliziert an der Hilfe beteiligen: Alljährlich in der Vorweihnachtszeit werden sie aufgerufen, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel einzukaufen. Die werden dann im Supermarkt gesammelt und über das Sozialdiakonische Zentrum an bedürftige Menschen im Stadtteil abgegeben. „Die Hilfsbereitschaft ist sehr hoch“, freut sich Bettina Hahmann.

Das Sozialdiakonische Zentrum der Evangelischen Kirchengemeinde befindet sich heute in der Poststraße – ganz zentral gelegen in der Nähe der Walder Kirche. Der Betrieb ist dort nach der Rücknahme vieler Corona-Einschränkungen wieder angelaufen. Der Mittagstisch für bedürftige Menschen kann dort genauso wieder stattfinden, wie die interkulturelle Mutter-Kind-Gruppe, Sprachkurse für geflüchtete Menschen oder eine Gruppe für Trauernde. Die Walder Pfarrpersonen und engagierte Ehrenamtliche können endlich wieder für Menschen da sein, die Unterstützung brauchen. Und natürlich: Bettina Hahmann in ihrem 41. Jahr als Gemeindeschwester für Wald.

 

07.10.2021



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