Losung

für den 29.07.2021

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

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Superintendentin Dr. Ilka Werner

„Die Wahrheit der Bibel erschließt sich mir nur, wenn ich mich auf sie einlasse“

Ilka Werner erklärt, warum es sich lohnt, in der Bibel zu lesen, obwohl die Welt, aus der sie stammt, längst verschwunden ist. Ihr Statement im Rahmen des Solinger Akademietags zur Frage „Existiert Gott?“ können Sie hier vollständig lesen.

Superintendentin Dr. Ilka Werner Superintendentin Dr. Ilka Werner

Statement von Superintendentin Dr. Ilka Werner im Rahmen des 4. Solinger Akademietags zur Frage „Wie sind biblische Texte zu interpretieren?“

(Es gilt das gesprochene Wort.)

Keine Frage, die Bibel ist alt. Die Welt, aus der sie stammt, ist längst verschwunden. Und vieles, was darin geschrieben steht, stimmt nicht. Oder lässt sich zumindest nicht beweisen.

Trotzdem hält die Kirche an diesem Buch fest und meint, darin Gottes Wort zu finden. Warum? Und wie soll das gehen?

Dazu drei Gedanken:

Wenn ich frage, ob die Bibel recht hat, bin ich schon auf dem Holzweg. Ich kann es nicht beweisen, so wenig, wie ich beweisen kann, dass ein Gedicht recht hat. Wenn ich die Bibel verstehen will, muss ich anfangen, sie in mein Leben hineinreden zu lassen – kann gut sein, ich beginne dann zu begreifen, was sie mir sagen will, was sie mir beibringen will über mein Leben.

Wenn ich frage, ob die Bibel Gottes Wort ist, laufe ich schon in die Irre. Wie sollte ich das beweisen können, wo ich schon Gottes Existenz nicht beweisen kann? Wenn ich Gottes Wort in der Bibel suchen will, muss ich mir von ihr sagen lassen, wie ich die Welt von Gott her verstehen kann – kann gut sein, dass ich beginne, Gott in meinem Leben zu erkennen, wenn ich der Bibel zuhöre.

Wenn ich frage, was mir die Bibel nützt, zäume ich das Pferd von hinten auf. Die Bibel ist kein Ratgeber-Buch und keine Gebrauchsanweisung fürs Leben. Wenn ich mich von ihr orientieren lassen will, muss ich mithelfen, sie zu bewähren – kann gut sein, ich stelle irgendwann fest, dass sie meine Werte verändert hat.

Alle drei Gedanken sind Gründe dafür, dass die evangelische Kirche an der Bibel fest hält. Ich kann in ihr mich selbst verstehen, Gott begegnen und einen Auftrag für mein Leben erhalten. Aber alles nur, indem ich mich auf sie einlasse. Ihre Wahrheit erschließt sich nicht durch Beweise, nicht durch historische Forschung oder Experimente. Ihre Wahrheit ist ein Weg, den ich gehen kann – ich erkenne diese Wahrheit erst, wenn ich ihn gehe, wenn sie sich auf dem Weg bewährt.

 

15.04.2021



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