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für den 19.07.2019

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Erinnerung an den Widerstand in Solingen gegen den Nationalsozialismus

„Die Planungen für eine Bildungs- und Gedenkstätte sind auf einem guten Weg.“

Der Solinger „Arbeitskreis Verfolgung und Widerstand“ hat auf einer Informationsveran-staltung am 17. Juni über den Stand der Planungen der Bildungs- und Gedenkstätte berichtet.

„Die Planungen für eine Bildungs- und Gedenkstätte sind auf einem guten Weg“, sagte die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner nach einem Informationstreffen des Solinger Arbeitskreises „Verfolgung und Widerstand“, das am 17. Juni im Museum Waschhaus Weegerhof stattgefunden hat.

Werner vertritt den Evangelischen Kirchenkreis Solingen im Arbeitskreis und ist seit einiger Zeit an den Überlegungen zur Errichtung einer Bildungs- und Gedenkstätte in Solingen beteiligt.

Bei der Info-Veranstaltung hatte Daniela Tobias vom Arbeitskreis die fast 40 Interessierten informiert, wie die Entwicklung sich abzeichnet. In Gesprächen mit Vertretern der Stadt-Sparkasse sei deutlich geworden, dass sie eine Erinnerungs- und Bildungsstätte an der Max-Leven-Gasse in ihre Planungen eines Neubaus einbeziehen, der bis 2023 in dem Komplex Neumarkt/Kölner Straße/Peter-Knecht-Straße/Max-Leven-Gasse entstehen wird. Durch dieses großzügige Angebot sei das ganze Verfahren deutlich beschleunigt worden. Man könne jetzt seriös planen, wie es in den nächsten Jahren weitergehen kann.

In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, dass die Stadt Solingen von Anfang an dabei ist. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach beschrieb das Ganze als ein Drei-Säulen-Projekt: Das Gebäude der Stadt-Sparkasse sei die erste Säule, der Trägerschaft der Erinnerungsstätte durch die Stadt die zweite. Und die dritte Säule sei ein Verein, der die Erinnerungsstätte betreiben soll. Zur Gründung des Vereins laufen Vorbereitungen. Gegründet werden wird er nach den Sommerferien.

„Jetzt ist es an der Zeit,“ so Dr. Ilka Werner, „ein modernes Konzept zu entwickeln, das den Anforderungen unserer Zeit entspricht. Die Bildungs- und Gedenkstätte soll mit ihrer Ausstellung und ihren Veranstaltungen einmal verschiedenste Gruppen und Personen der Stadt ansprechen. Dabei kommt es dann weniger auf Vitrinen und die Präsentation von Texten an als vielmehr auf eine moderne und interaktive Aufbereitung des Widerstandes in Solingen. Schließlich erwächst aus dieser Aufarbeitung und der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Orientierung in den politischen Herausforderungen von heute.“ Das jedenfalls sei bei der Entwicklung der letzten Monate deutlich geworden: „Die Erinnerung an den Solinger Arbeiterwiderstand gegen die Nazi-Diktatur in seiner ganzen politischen Spannbreite gehört in die Mitte der Gesellschaft.“

 

19.06.2019



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