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für den 17.09.2019

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Jeremia 2,28

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Gemeinden rufen zur Kandidatur fürs Presbyterium auf

Die Veränderungen mitgestalten

Ab Sonntag (15.9.2019) können Kandidierende für die Presbyteriumswahl im kommenden März vorgeschlagen werden. Joana Möller wird nach mehr als 25 Jahren im Presbyterinnenamt nicht mehr kandidieren. Aber sie macht Mut für das besondere Ehrenamt.

Wenn Joana Möller sich rund um die Kirche in Dorp umsieht, dann entdeckt sie die Spuren vieler Presbyteriumssitzungen. Dann denkt sie an die aufwändige Sanierung der Dorper Kirche, aber auch an Feste, besondere Gottesdienste, Einführungen und Abschiede. „Als Presbyter und Presbyterin wird man noch mal ganz anders Teil seiner Gemeinde“, sagt sie, „man gestaltet die Veränderung mit.“ Mehr als 25 Jahre lang hat Presbyterin Joana Möller mitgestaltet – diskutiert und beraten, entschieden und vertreten. Wenn die Gemeinden im März ihre Mitglieder zur nächsten Presbyteriumswahl einladen, dann wird Joana Möller nicht mehr kandidieren. „Ich habe gegeben, was ich zu geben hatte“, sagt sie. In der Dorper Gemeinde wird sie aber weiterhin ehrenamtlich aktiv bleiben.

Kandidierende gesucht
Überall in den evangelischen Gemeinden in Solingen wird im kommenden Frühjahr eine neue vierjährige Amtsperiode für die ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Leitungsgremien beginnen. Durch die Wahl werden dann 105 Plätze für ehrenamtliche Presbyterinnen und Presbyter und weitere 15 Plätze für Vertreterinnen und Vertreter aus der Mitarbeiterschaft besetzt. Außerdem werden 20 Pfarrerinnen und Pfarrer als geborene Mitglieder den Gremien angehören. Das Wahlverfahren startet am kommenden Sonntag (15.9.2019), wenn in allen Gottesdiensten dazu aufgerufen wird, geeignete Menschen zur Kandidatur für ein Presbyteramt vorzuschlagen. Nach dem 29. September 2019 wird dann die Vorschlagsliste zunächst geschlossen und geprüft, ob alle Vorgeschlagenen die notwendigen Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllen. So kann zum Beispiel für das Presbyterium einer Kirchengemeinde nur kandidieren, wer auch Mitglied dieser Kirchengemeinde und am Wahltag, dem 1. März 2020, mindestens 18 Jahre alt ist. Am 10. oder am 17. November 2019 werden in allen Kirchengemeinden Gemeindeversammlungen stattfinden. Hier werden sich die Kandidatinnen und Kandidaten öffentlich vorstellen. Im Rahmen dieser Gemeindeversammlungen werden auch die Wahlvorschlagslisten noch ein letztes Mal geöffnet: Menschen, die bei der Versammlung anwesend sind und die nötigen Voraussetzungen zur Kandidatur erfüllen, können in deren Verlauf noch kurzfristig vorgeschlagen werden.

Tritt nach 26 Jahren als Dorper Presbyterin im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl an: Joana Möller. Tritt nach 26 Jahren als Dorper Presbyterin im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl an: Joana Möller.

Gutes Miteinander
Wer sich traut und in ein Presbyterium gewählt wird, hat nicht nur Arbeit, sondern auch die Möglichkeit, wichtige und spannende Erfahrungen zu machen weiß Joana Möller: Interessante Menschen, schöne Begegnungen und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erarbeiten - das habe ihr Freude gemacht. Das Miteinander im Presbyterium in Dorp und in den Ausschüssen habe sie immer als ein gemeinsames Ziehen an einem Strang empfunden. Nur so konnten große Entscheidungen, wie für die Sanierung der Kirche oder die Wahl neuer Pfarrerinnen und Pfarrer, gefällt und kleine Veränderungen beschlossen und getragen werden – ohne die Verantwortung zu scheuen. Und manchmal müssten auch schmerzhafte Entscheidungen beschlossen werden.

Eigene Schwerpunkte setzen
„Hinzu kommt, dass man sich als Presbyter oder Presbyterin den eigenen Interessen entsprechend spezialisieren und ausprobieren kann“, erzählt Joana Möller. So engagierte sie sich anfangs vor allem für die Kindergartenarbeit – weil sie selbst kleine Kinder hatte. Später rückte der Diakonieverein in den Fokus, deren Vorsitzende sie inzwischen ist. „Jeder kann entscheiden: Wo sehe ich meine Fähigkeiten? Wo setze ich einen Schwerpunkt?“, sagt die Presbyterin. Ob Theologie und Gottesdienst oder Finanzen, Baufragen oder Kindergärten: Das Feld sei breit.

Nach 26 Jahren tritt Joana Möller nun nicht mehr zur Wahl an – macht aber Mut. Denn: Presbyter und Presbyterinnen würden schließlich nicht für das ganze Leben, sondern für vier Jahre gewählt. Danach könne man auch wieder in die zweite Reihe zurücktreten.

INFO
Die nächste Presbyteriumswahl findet am 1. März 2020 statt. Presbyterinnen und Presbyter bilden zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrern sowie ebenfalls von der Gemeinde zu wählenden Vertretern der hauptamtlich Mitarbeitenden das Presbyterium. Es stellt gewissermaßen das “Parlament“ der Kirchengemeinde dar und entscheidet im Rahmen der für alle Gemeinden gültigen Kirchenordnung über alle verwaltungstechnischen, finanziellen, rechtlichen und geistlichen Angelegenheiten der Gemeinden. Es trägt die Verantwortung für die Gottesdienste, den kirchlichen Unterricht, die Seelsorge, die Diakonie, für Personalführung, Gebäudeerhaltung und Finanzwesen. Im Presbyterium sind alle Mitglieder - Pfarrer, gewählte Mitarbeiter und Presbyter - gleichberechtigt.

 

Theresa Demski/Thomas Förster / 11.09.2019



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