Losung

für den 13.06.2021

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Superintendentin Dr. Ilka Werner für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

„Antisemitische Gewalt hat bei uns keinen Platz“

Bei der Kundgebung gegen jüngste antisemitische Akte verurteilt Superintendentin Dr. Werner antisemitische Gewalt. Bei allem Mitgefühl mit den Opfern des aktuellen militärischen Konflikts in Nahost, gebe es keine Entschuldigung für Hetze und Gewalt.

<strong>Superintendentin Dr. Ilka Werner bei ihrer Rede gegen Antisemitismus</strong> LupeSuperintendentin Dr. Ilka Werner bei ihrer Rede gegen Antisemitismus

Rede von Superintendentin Dr. Ilka Werner für die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am 14. Mai 2021 bei der Solinger Kundgebung gegen Antisemitismus

(Es gilt das gesprochene Wort.)

Die israelische Flagge, die vor dem Solinger Rathaus wehte, wurde verbrannt. Sie wehte für ein Stück Neuanfang zwischen Deutschland und Israel 20 Jahre nach der Shoa, für Umkehr und neues Vertrauen. Sie am Mittwoch wehen zu lassen war wichtig und richtig: Man kann nicht unsichtbar solidarisch sein. Und wir wollen solidarisch sein mit Israel. Ohne Vorbehalte.

Diskussionen darüber, dass die Fahne auch in diesem Jahr wehte, sind ebenfalls wichtig: Die aktuelle Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern stellt laut die Frage danach, was solidarische Freundschaft gerade jetzt bedeutet. Sicher nicht bloß zustimmendes Nicken. Aber auch kein Einknicken in schwieriger Zeit.

Zur Kundgebung hingen die israelische und die deutsche Fahne wieder Seite an Seite. Zur Kundgebung hingen die israelische und die deutsche Fahne wieder Seite an Seite.

Die Fahne herunter zu holen und zu verbrennen war falsch. Wer immer das getan hat: Das war ein Akt symbolischer Gewalt und antisemitischer Aggression. So etwas ist keine Kritik, so etwas ist Hetze und will Angst machen.

Mir tut das Herz weh, wenn ich die Nachrichten sehe. Ich leide mit den Opfern, den Verzweifelten auf beiden Seiten, den palästinensischen Männern, Frauen und Kindern, den israelischen Männern, Frauen und Kindern. Aber ich kann nicht wirklich nachfühlen, was die bewegt, die Freunde, Familie, Wurzeln oder Verbindungen haben zu Israelis, zu Palästinensern, in diesem so schönen Land. Ich kann nur ahnen, wieviel Verzweiflung sich anstaut. Und wieviel Sehnsucht danach, damit gehört und anerkannt zu werden.

Trotzdem: Auch ohnmächtige Wut, auch bittere Trauer sind kein Grund und keine Entschuldigung für antisemitische Gewalt. Die hat hier bei uns keinen Platz.

Hier muss es so sein, dass Liebe und Respekt allen gelten und sich durchsetzen. Es liegt an uns allen, dass das gelingt.

Lasst uns einander dazu segnen: Friede sei mit euch. Shalom aleichem. Salem aleikum.

Text zur Kundgebung

Solingen tritt dem Hass entgegen.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde die israelische Flagge, die am Fahnenmast vor dem Solinger Rathaus hing, heruntergerissen und verbrannt, der Vorfall gefilmt und über die sozialen Medien verbreitet. Die Stadt Solingen hatte die Fahne zur Erinnerung an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland am 12. Mai 1965 gehisst.

Diesen Akt des offenen Antisemitismus wollen die Stadt und die Stadtgemeinschaft nicht widerspruchlos hinnehmen. Vertreterinnen und Vertreter sowie Unterstützerinnen des Bündnisses Bunt statt Braun, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, des Solinger Stadtrates und des Verwaltungsvorstandes treffen sich heute mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde, Leonid Goldberg, und Oberbürgermeister Tim Kurzbach zu einer Kundgebung. Ansprachen halten Leonid Goldberg, Dr. Ilka Werner, die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Daniela Tobias für das Bündnis Bunt statt Braun und Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen kann zu der Kundgebung nicht öffentlich eingeladen werden.

Unterzeichner

Leonid Goldberg, Jüdische Kultusgemeinde
Tim Kurzbach, Oberbürgermeister
Dr. Ilka Werner, Superintendentin
Daniela Tobias, Bündnis Bunt statt Braun

 

14.05.2021



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