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für den 22.08.2019

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Superintendentin Dr. Werner zum Gedenken an den Brandanschlag

„Frieden stiften, um der Erinnerung an die Opfer willen“

 Am 29. Mai 2015 jährt sich zum 22. Mal der Solinger Brandanschlag. Beim Gedenkakt, zu dem das Solinger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage sowie Oberbürgermeister Norbert Feith eingeladen haben, sprach auch Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Mahnmal für die Opfer des Solinger Brandanschlags ((Foto: Frank Vincentz). Mahnmal für die Opfer des Solinger Brandanschlags ((Foto: Frank Vincentz).

 Die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, hat anlässlich des 22. Jahrestags des Solinger Brandanschlag dazu aufgerufen, die Bemühungen um ein gutes Verhältnis zwischen Religionen, Generationen, in Solingen geborenen und dorthin zugezogenen Menschen zu verstärken. In Anlehnung an den berühmten Satz Jesu „Selig sind, die Frieden stiften“ aus der biblischen Bergpredigt mahnte die Theologin bei der heutigen Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Brandanschlags: „Bekräftigen wir das Bündnis für den Frieden! Bleiben wir Friedensstifter, um der Erinnerung an die Opfer des 29. Mai willen, um unser aller Zukunft willen, um unseres inneren Friedens willen!“ Angesichts von Unterschieden zwischen den Kulturen und von Nachrichten, die die Gefahr des Radikalismus beschrieben, bleibe der Friede brüchig und brauche mehr Friedensstifter denn je. Aber „wenn niemand beiseite steht und meint, es ginge ihn oder sie nichts an, wie es geht mit dem Frieden und der guten Nachbarschaft in der Stadt, und wenn alle an ihrem Ort die Hand zu Gruß und Versöhnung ausstrecken“, dann könne der Friede sich als mächtiger erweisen als der Ruf nach Gewalt.

Ausdrücklich dankte Dr. Werner, die als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sprach, der Familie Genc: „Weil Sie damals und seitdem immer wieder zu Versöhnung und Freundschaft aufgerufen haben, ist es gelungen, Frieden in unserer Stadt zu stiften und zu bewahren.“

Am heutigen 29. Mai jährt sich zum 22. Mal der Brandanschlag auf das Wohnhaus der Solinger Familie Genç. Drei Mädchen und zwei junge Frauen starben in den Flammen, viele Familienmitglieder leiden bis heute an den körperlichen und seelischen Folgen. Mevlüde Genc, der Mutter, Großmutter und Tante der Opfer, wurden für ihre Bemühungen um Versöhnung nach dem Anschlag zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch das Bundesverdienstkreuz am Bande, verliehen.

 

29.05.2015



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