Losung

für den 29.05.2022

Salomo sprach: 

Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

1.Könige 8,27

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In den evangelischen Gemeinden Solingens finden an jedem Sonntagmorgen zahlreiche Gottesdienste statt. Welcher Gottesdienst wann in welcher Kirche beginnt, finden Sie in dieser Übersicht:

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Service

Kollekten wegen Corona in der Krise

Dramatischer Rückgang der Kollektengelder

Im Klingelbeutel und der Ausgangskollekte sammeln die evangelischen Kirchengemeinden im Gottesdienst Geld für den guten Zweck. Seit der Pandemie finden die meisten Gottesdienste online statt. Die Kollektenbeiträge sind in der Folge stark zurückgegangen.

Der Klingelbeutel bleibt während der Corona-Krise oft leer. Der Klingelbeutel bleibt während der Corona-Krise oft leer.

Wer sich sonntags im Internet die Gottesdienste aus der Stadtkirche Mitte in Solingen ansieht, der wird mit einer kleinen Notiz nach dem Segen auf die Kollekte hingewiesen. Die Gemeinde legt den Zuschauern einen guten Zweck ans Herz. Und wer dann ein bisschen runterscrollt, findet in der Beschreibungen zum Video auch einen Link: Der führt Zuschauer direkt zur Kollektenseite der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank). Angeboten und beschrieben werden jeweils die Kollektenzwecke des zurückliegenden und des folgenden Sonntags. Mit wenigen Klicks können Gemeindeglieder hier ihre Sonntagsspende geben: per Lastschrift, paypal oder Kreditkarte. „Wie stark diese Möglichkeit genutzt wird, wissen wir nicht“, sagt Stadtkirchen-Pfarrerin Friederike Höroldt, „die Kollekten werden zentral verbucht. Wir bekommen als Gemeinde darüber keine Rückmeldung.“

Eigentlich wird zweimal gesammelt

Viele Solinger Gemeinden haben schon früh in der Corona-Krise nach alternativen Möglichkeiten gesucht, die Menschen weiterhin um ihre Kollekte zu bitten – obwohl es an vielen Orten keinen regelmäßigen Präsenzgottesdienst mehr gibt und die Angebote häufig auf das Internet verlegt worden sind. „Aber wir wissen schließlich, wie wichtig die Kollektengelder für viele der Projekte sind“, sagt Pfarrerin Friederike Höroldt. Eigentlich wird in normalen Zeiten zweimal während des Gottesdienstes gesammelt: zwischendrin im Klingelbeutel und am Ausgang. Für die Ausgangskollekte legt die Landeskirche 36 Pflichtkollekten jedes Jahr fest: Von Emmerich bis Saarbrücken und von Aachen bis Altenkirchen wird dann jeweils für das gleiche Projekt gesammelt. Entsprechend viel Geld kommt normalerweise zusammen. Entsprechend schmerzhaft für die Initativen, Werke und Verbände ist der Wegfall von Kollekten wegen der Corona-Einschränkungen. Dazu kommen 15 Ausgangskollekten, für die die Landeskirche lediglich das Thema festsetzt und die Gemeinde über das Ziel entscheidet, zehn, bei denen die Presbyterien über die Verwendung entscheiden, und drei Kollekten, bei denen die Kreissynode über das Ziel abstimmt. Über die Zwecke, für die jeden Sonntag im Klingelbeutel gesammelt wird, entscheidet zu Beginn des Jahres das Presbyterium. „Jetzt fallen diese Kollektensammlungen in den meisten Fällen weg“, bedauert Friederike Höroldt.

Überweisungen nur gelegentlich

Die Gemeinden reagieren unterschiedlich: Wer noch Gottesdienst mit Teilnehmenden in der Kirche feiert – wie die Gemeinde in Wald – lässt den Klingelbeutel aus Hygienegründen liegen und sammelt am Ausgang. „Bei uns wird die Kollekte dann geteilt“, erzählt der Walder Pfarrer Stefan Ziegenbalg. Bei Gottesdienstfeiern, die online stattfinden, nutzen die einen das System der KD-Bank. Andere verweisen während des Gottesdienstes oder im Abspann direkt auf die Konten der begünstigen Initiativen oder Einrichtungen. Und wieder andere – wie die Gemeinde in Ketzberg – bitten um Überweisungen auf ihr Gemeindekonto. „Das sind dann Zahlen, die wir nachvollziehen können“, sagt Carsten Raupach von der Finanzabteilung des Kirchenkreises. Und er stellt fest: „Die Kollekten sind dramatisch zurückgegangen.“ Kollekten-Überweisungen auf die Konten der Kirchengemeinden würden nur gelegentlich stattfinden. Meistens werde die Spende dann geteilt – die Hälfte des Geldes kommt dem Klingelbeutel-Zweck zugute, die andere dem der Ausgangskollekte. Mit anderen Jahren allerdings sei das Kollektenaufkommen während der Pandemie überhaupt nicht vergleichbar. Das bestätigt auch Pfarrer Christof Bleckmann aus Ketzberg: Im Januar habe ein Einzahler 30 Euro als „Kollekte“ überwiesen, im Februar waren es 40 Euro. Im März und April folgte niemand dem digitalen Kollektenaufruf. Auch er spricht von einem „dramatischen Rückgang“.

Neue Wege

Die Ketzberger Gemeinde will nun einen neuen Weg gehen – und wirbt im nächsten Gemeindebrief für den Bildungsspender. Dort können Gemeindeglieder mit wenigen Klicks für Gemeindezwecke aus Ketzberg spenden – die Seite lebt von der Werbung für Online-Shops. Viele große Initiativen wie etwa „Brot für die Welt“ haben das Spendenverfahren ebenfalls vereinfacht – in der Hoffnung darauf, dass auch Gemeindeglieder inmitten der Krise einen neuen Weg finden, um ihre Kollekte zu geben.

 

11.05.2021



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