Losung

für den 25.08.2019

Was vom Hause Juda errettet und übrig geblieben ist, wird von Neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.

2.Könige 19,30

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Drei Fragen an … Almut Hammerstaedt-Löhr, Pfarrerin an der Kircheneintrittsstelle

„Ein Kircheneintritt ist wie eine kleine Konfirmation“

Almut Hammerstaedt-Löhr ist eine wichtige Station, wenn Menschen in die Evangelische Kirche eintreten möchten. Sie nimmt sich nicht nur Zeit für Gespräche und eine schön gestaltete Aufnahme, sondern auch für unsere drei Fragen.

Pfarrerin Almut Hammerstaedt-Löhr Pfarrerin Almut Hammerstaedt-Löhr

Frau Hammerstaedt-Löhr, manchmal heißt es, viele Menschen wollten nur darum in die Kirche eintreten, weil sie sich bei einem kirchlichen Arbeitgeber bewerben oder auf einem evangelischen Friedhof bestattet werden wollen. Stimmt das?
Almut Hammerstaedt-Löhr: Nein, das ist durchaus nicht so. Für manche ist zwar die Suche nach einem Arbeitsplatz bei einem kirchlichen Träger der Anlass des Eintritts – konkret bei etwa 20 Prozent der Menschen, aber eben nur der Anlass. Dahinter stehen meist Lebensgeschichten, die zur Rückkehr in die Kirche motivieren. Und auch der Wille, bei einem kirchlichen Träger zu arbeiten, ist oft mit der Erwartung verbunden, dort andere, auch christliche, Berufsideale besser verwirklichen zu können.
Etwa 40 Prozent der Eintretenden sind im Ruhestandsalter. Für viele aus dieser Gruppe ist der Gedanke an die kirchliche Bestattung in der Tat ein Eintrittsgrund. Ich verstehe das aber auch als Ergebnis einer Lebensgeschichte, die ihre letzte Phase wieder unter dem Dach der Kirche sehen will. Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten, auch ohne Kirche würdevoll beerdigt zu werden, deute ich den ausdrücklichen Wunsch nach einer kirchlichen Bestattung nicht als ein „nur“, sondern als Ausdruck ihres Glaubens, dass da mehr ist, was über den Tod hinaus trägt. 

Wenn Sie jemanden in die Kirche aufnehmen, wie läuft das dann ganz konkret ab?
Ein Kircheneintritt ist kein reiner Formalakt, sondern es gehört ein seelsorgliches Gespräch dazu, in dem es unter anderem um die Gründe für den Kircheneintritt wie auch für den früheren Austritt geht. Dabei kommen natürlich auch der Mensch und seine Lebensgeschichte, seine Sorgen, erlebten Schicksalsschläge, seine Ansichten und Ideale zur Sprache. Natürlich sind dann auch einige Formalia zu erfüllen: Man muss einen Eintrittsantrag ausfüllen. Die Taufurkunde oder Austrittsbescheinigung vorlegen. Falls diese Dokumente verloren sind, kann man in einer Erklärung versichern, dass man getauft ist und keiner anderen Kirche angehört. Schließlich erfolgt in einem kleinen feierlichen Akt am Altar der eigentliche Eintritt. Dazu suchen wir vorher ein passendes Bibelwort aus, das auch auf der Eintrittsbestätigung vermerkt wird, die ich dem neuen Kirchenmitglied danach mitgebe. Für mich ist ein Kircheneintritt im Grunde wie eine kleine „Konfirmation“.

Können nur Pfarrerinnen oder Pfarrer Menschen in die Kirche aufnehmen?
Nein, seit 2015 können auch eigens für diese Aufgabe ausgebildete und berufene Gemeindeglieder im Rahmen der Kircheneintrittsstelle Menschen in die Kirche aufnehmen. Die Gesamtkoordination der Stelle muss aber bei einer Pfarrerin oder einem Pfarrer liegen. In einigen Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland wird das schon so praktiziert. In Solingen besteht bereits ein Konzept, das bald in die Tat umgesetzt werden soll.

 

06.03.2019



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