Losung

für den 05.08.2020

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.

2.Chronik 30,18-19

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Evangelischer Friedhof Ohligs

Ein Ort des Gedenkens und der Natur

Die Friedhofskultur befindet sich im Wandel. In Ohligs versucht die Kirchengemeinde, darauf zu reagieren. Sie versteht ihren Friedhof nicht mehr nur als Gedenkort, sondern auch als liebenswerten Raum in der Natur.

Seit einigen Jahren befindet sich die Bestattungs- und Friedhofskultur in einem tiefgreifenden Wandel. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Friedhöfe – auch auf die neun Solinger Friedhöfe in evangelischer Trägerschaft. Die Evangelische Kirchengemeinde Ohligs hat jetzt in einem Pressegespräch über neue Entwicklungen informiert. Und über Maßnahmen, mit der sie auf die gewandelte Situation auf ihrem Evangelischen Friedhof Bonner Straße reagieren will.

Weniger Einzelgräber, mehr Rasengräber
So verzeichnet auch der Ohligser Friedhof seit einiger Zeit eine veränderte und vielfältigere Trauer- und Bestattungspraxis. Wo es in früher Jahrzehnten selbstverständlich war, dass sich Einzel- oder Doppelgräber aneinanderreihten, die regelmäßig von Angehörigen oder in Ausnahmefällen von einer beauftragten Friedhofsgärtnerei betreut wurden, hat heutzutage die Nachfrage nach pflegefreie Rasenfeldern stark zugenommen. Die Zahl der Sargbestattungen geht zurück, dafür werden Urnenbeisetzungen immer mehr. Auch an der Bonner Straße werden viele Grabstätten an den Friedhof zurückgegeben, große Grabstätten auf Antrag verkleinert und neue Grabstätten in diesen Bereichen kaum noch gekauft. „Diese Entwicklungen haben den Gesamteindruck des Friedhofs über die Jahre gravierend verändert“, erklärt Michael Reichert, Presbyter und Vorsitzender des Friedhofsausschusses der Evangelischen Kirchengemeinde Ohligs. Sie hätten zu einer optischen Zerklüftung der Grabfelder mit vielen kleinen Rasenstücken und großen Rasenfeldern geführt.

Angebot auch für Naturliebhaber
Wie auf anderen Friedhöfen wird darum auch in Ohligs versucht, bei den durch solche Entwicklungen notwendig gewordenen Anpassungen die Friedhöfe nicht mehr nur als Orte der Trauer, sondern auch als grüne Oasen in der Stadt zu verstehen und weiterzuentwickeln. Der Friedhof soll nicht nur ein Angebot sein für Menschen, die ihrer Verstorbenen gedenken möchten, sondern auch für solche, die sich einfach gerne in der Natur aufhalten. Die Ohligser Kirchengemeinde hat darum ihren Friedhof optisch aufgewertet und an einigen Stellen naturalisiert. So wurden neue Pflanzen im Eingangsbereich gesetzt, Wildblumenfelder angelegt, auf großen Rasenflächen junge Bäume gepflanzt, auf ungenutzten Flächen in Grabfeldern Büsche gepflanzt. „Dabei haben wir auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Imkern gesucht“, betont Friedhofsgärtner Manuel Martitz, der den Friedhof verwaltet.

Neues Baumbestattungsfeld
Aber auch den Wünschen nach neuen Formen der Bestattung wurde jetzt weiter Rechnung getragen. „An uns wurde immer wieder die Anregung herangetragen, für Urnen auch ein Baumbestattungsfeld anzulegen“, erzählt Klaus Hammes, der als einer der Pfarrer viel mit den Menschen in der Ohligser Kirchengemeinde spricht. Diesen Wunsch hat die Kirchengemeinde nun mit einem entsprechenden neuen Grabfeld erfüllt.

Orthodoxe Bestattungen möglich
Ein besonderer Wunsch kam aus den orthodoxen Gemeinden im Ohligser Umfeld. Bislang war es auf den Friedhöfen schwierig, Verstorbene gemäß orthodoxen Traditionen zu bestatten und in einer Trauerfeier zu verabschieden. „Hier waren wir in einem guten ökumenischen Geist gerne behilflich“, betont Pfarrer Hammes. In enger Abstimmung mit den orthodoxen Glaubensgeschwistern sei ein besonderes Grabfeld angelegt worden. Außerdem seien die Voraussetzungen geschaffen worden, dass in der Friedhofskapelle des Bonner Friedhofs zukünftig Trauerfeiern nach orthodoxer Tradition stattfinden können.

 

19.06.2020



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