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für den 19.11.2019

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Jugendreferentin Margit Rolla geht in den Ruhestand

Eine Lobbyistin für die Jugend

Nach 28 Jahren im Kirchenkreis Solingen verabschiedet sich Margit Rolla am 15. November aus ihrem Dienst. Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr in der Stadtkirche am Fronhof. Eine Lobbyistin für die Jugend will sie bleiben.

Seit 1991 Referentin für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Evangelischen Kirchenkreis Solingen: Margit Rolla Seit 1991 Referentin für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Evangelischen Kirchenkreis Solingen: Margit Rolla

Eigentlich will Margit Rolla gar nicht so viel über sich selbst sprechen – auch nicht zum Abschied. Es gehe ihr um die Jugendlichen in Solingen und um die Mitarbeiter, um starke Netzwerke und ehrliche Begegnungen. Das sei ihr wichtig gewesen – damals und heute. „Und am Ende geht es immer darum, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, etwas von dem zu erfahren, was uns trägt und unseren Glauben ausmacht“, sagt Margit Rolla. Seit 28 Jahren gilt diesem Wunsch ihr Einsatz im Kirchenkreis Solingen. Und wenn sie sich an ihre beruflichen Anfänge zurück erinnert, dann spricht sie von einer Art Berufung. Kindergottesdienst, Jungschar, Konfirmation und Freizeiten: „Ich bin in diesen Strukturen aufgewachsen“, sagt sie. Dann habe sie auch zu einem persönlichen Glauben gefunden und zu der bewussten Entscheidung, in dieser Kirche leben und arbeiten zu wollen. Nach der Ausbildung zur Erzieherin sattelte sie auf und studierte Theologie, Religion und Gemeindepädagogik: um Jugendreferentin zu werden. Sie arbeitete in Wipperfürth und schließlich in Lüdenscheid und Iserlohn, bevor sie 1991 nach Solingen kam.

Aufbau der neuen Stelle
„Damals hatte der Kirchenkreis die Stelle der Jugendreferentin neu geschaffen“, erzählt sie. Und die Ausschreibung habe sie gereizt: Man habe einen Menschen gesucht, der sich dem Spagat zwischen offener und missionarischer Jugendarbeit stelle. Das gefiel Margit Rolla, die sowohl das eine als auch das andere kannte und sich darauf freute, den neuen Bereich mit aufzubauen. Sie erinnert sich und dann lacht die Jugendreferentin: „Als ich ankam, hatte man einen alten Schreibtisch und einen Stuhl vom Dachboden geholt und in das Büro des Schulreferenten gestellt.“ Der Anfang bedurfte der Aufbauarbeit.

Engagement über den Tellerrand
Schnell machte sich Margit Rolla dann auf den Weg in die Gemeinden, um die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu treffen. Um zu sehen, was gebraucht wird und um die erste Fäden eines neues Netzwerkes zu knüpfen. „Mir war es immer wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken“, sagt sie, „und uns als Evangelische Jugend in Solingen wahrzunehmen.“ Schon ganz zu Beginn entstanden ein gemeinsames Freizeitheft und ein Mitarbeiter-Dankeschön-Tag. Margit Rolla suchte den Kontakt zur Stadt, trat dem Stadtjugendring und dem Jugendhilfeausschuss bei. Erste gemeinsame Großveranstaltungen wurden auf den Weg gebracht – im Getaway, zur Churchnight, zuletzt im Freibad Ittertal. Und sie bot Mitarbeiterschulungen an. „Das habe ich immer gerne gemacht“, sagt sie, „die Arbeit an der Basis.“ Neben den klassischen Inhalten der Schulungen ging es ihr auch jetzt darum, den Mitarbeitern ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass sie Teil eines großen Ganzen sind. Dann kam sie auch darauf zu sprechen, was sie selbst die „dritte Dimension“ nennt. „Wir sind kein Sport- oder Musikverein“, sagt sie, „sondern wir sind auch da, um Kindern und Jugendlichen einen Eindruck davon zu vermitteln, was Glaube bedeuten kann.“ Und deswegen legt sie Wert auf Bibelentdeckertage mit den Mitarbeitern, auf Strukturen, zu denen auch Gebete, Andachten und vor allem die persönliche Ansprache der Kinder und Jugendlichen gehöre. „Das ist unsere Kernkompetenz“, sagt Margit Rolla.

Verabschiedung im Gottesdienst
Am 15. November verabschiedet der Kirchenkreis Margit Rolla nun offiziell in den Ruhestand – mit einem Gottesdienst um 17 Uhr in der Stadtkirche am Fronhof und einem anschließenden Empfang im Bürgersaal. Sie sei die Stimme der Evangelischen Jugend in Solingen gewesen, würdigt Superintendentin Dr. Ilka Werner die Jugendreferentin. „Jugendleiter der Gemeinden, Presbyterien und Jugendausschüsse finden in ihr eine kompetente und hartnäckige Unterstützerin einer evangelisch und pädagogisch fundierten und gut vernetzten Jugendarbeit“, stellt sie anerkennend fest. Und das, verspricht Margit Rolla, wolle sie auch in Zukunft sein: eine Lobbyistin für die Jugend.

 

Theresa Demski / 24.10.2019



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