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für den 02.06.2020

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Ketzberg feiert in der Kirche, Merscheid auf der Wiese

Evangelische Gemeinden prüfen Öffnung der Kirchen für Gottesdienste sorgfältig

Am vergangenen Sonntag (10.05.2020) wurde nur in der Ketzberger Kirche ein Gottesdienst mit anwesender Gottesdienstgemeinde gefeiert. Merscheid lud zur einer Open Air-Andacht auf eine Wiese. Die anderen Gemeinden warten noch und haben dafür gute Gründe.

Nicht nur der Himmel, auch die Türen waren wieder offen: die Ketzberger Kirche. Nicht nur der Himmel, auch die Türen waren wieder offen: die Ketzberger Kirche.

Nicht alle der maximal 24 Plätze waren besetzt, als am vergangenen Sonntag der erste Gottesdienst mit anwesender Gemeinde in der Ketzberger Kirche gefeiert wurde. Prädikantin Monika Ruhnau begrüßte die Gäste nach der merhwöchigen Corona-Pause am Sonntag um 10.30 Uhr. Eine Rückkehr zur gottesdienstlichen Normalität bedeutete dieser Neustart aber auch für die Ketzberger Gemeinde nicht: Der gemeinsame Gesang von Kirchenliedern blieb wegen des Infektionsrisikos ebenso tabu wie die Feier des Abendmahls. Der Gottesdienst dauerte etwa 30 Minuten. In und vor der Kirche galten Abstands- und Maskenpflicht. Gottesdienstbesuchende mussten sich in Anwesenheitslisten eintragen. Das gilt auch am kommenden Sonntag, wenn Pfarrer Stephan Sticherling die Predigt halten wird. Sollten am Sonntag mehr als 24 Besucherinnen und Besucher am Gottesdienst teilnehmen wollen, macht die Gemeinde das Angebot, im direkten Anschluss an das Orgelnachspiel und eine Pause zum gründlichen Durchlüften des Kirchraums den Gottesdienst ein zweites Mal mit weiteren Gemeindemitgliedern zu feiern.

Rund 40 Menschen hatten sich am vergangenen Sonntag auf der Wiese neben der Merscheider Kirche eingefunden. Gemeinsam mit Pfarrer Dirk Stark feierten Sie eine Andacht unter freiem Himmel. "Es war auch ohne Gesang und mit großen Abständen eine überraschend schöne Atmosphäre", zog Pfarrer Stark eine verhalten positive Bilanz. Die musikalische Gestaltung übernahm Kirchenmusiker Oliver Richters mit seinem E-Piano. Auch hier findet am 17. Mai 2020 die nächste Auflage statt.

Verantwortung bei den Presbyterien

In weiteren evangelischen Gemeinden wird noch an den Konzepten gefeilt. Die Verantwortung für jede einzelne Kirchenöffnung trägt das jeweilige Presbyterium. Vielerorts wird es wohl wohl mindestens Ende Mai werden. Wie in Ketzberg und Merscheid werden überall Gemeindegesang und herzliche Begrüßung verboten sein und Masken und Anwesenheitslisten selbstverständlich.

Superintendentin: "Lieber etwas länger warten"

Die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner hält die sorgfältige Prüfung der Möglichkeiten, in Corona-Zeiten evangelische Gottesdienste zu feiern, vor allem aus theologischen Gründen für richtig: „Ob Gottesdienstfeiern in der Kirche dem christlichen Liebesgebot entsprechen, wenn sie ohne diejenigen stattfinden, die sich wegen ihres erhöhten Ansteckungsrisikos nicht in die Kirche trauen, muss kritisch hinterfragt werden. Auch eine Einladung zum Gottesdienst, bei der dann konkret viel mehr Menschen an der Kirchentür abgewiesen werden müssen, als eingelassen werden können, wirkt eher lieblos. Im Zweifelsfall sollten wir darum vielleicht lieber etwas länger warten, als Gemeindemitgliedern weh zu tun.“

Für die Kirchengemeinde Widdert hat Pfarrerin Kristina Ziegenbalg bereits erklärt, sich bis zu den Sommerferien auf Formen zu konzentrieren, die man zu Hause feiern kann. Dazu zählen digitale Andachten und ganze Gottesdienste zum Herunterladen, aber auch regelmäßige Telefonandachten.

Alternative Angebot werden fortgesetzt

In allen Solinger Gemeinden gibt es bereits seit dem Beginn der Einschränkungen Mitte März zahlreiche gottesdienstliche Alternativangebote, mit denen Menschen erreicht und zumindest zu einer virtuellen Gottesdienstgemeinde verbunden werden sollen. Online-Gottesdienste aus der Dorper und der Gräfrather Kirche, aus der Lutherkirche, der Stadtkirche Mitte und der Christuskirche in Rupelrath werden am Sonntagmorgen und im Laufe der Woche vielfach abgerufen und sollen auch weiterhin angeboten werden. So hat die Evangelische Kirchengemeinde Dorp ebenfalls in dieser Woche konkret angekündigt, die Sonntagsgottesdienste ab dem 24. Mai mit bis zu 30 Personen in der Dorper Kirche zu feiern und live auf dem gemeindeeigenen Youtube-Kanal zu übertragen sowie anschließend eine Zeit lang als Aufzeichnung verfügbar zu halten. Die Luther-Kirchengemeinde stellt die Predigt als Podcast zur Verfügung. An der Walder Kirche werden auch zukünftig Tüten mit gottesdienstlichen Texten und dem Aufdruck „Kirche im Wohnzimmer“ zum Mitnehmen angeboten. Dazu läuten wie von den meisten Kirchtürmen auch in Wald die Glocken zur gewohnten sonntäglichen Gottesdienstzeit. „Wenn Ihr dann den Tütengottesdienst zur Hand nehmt, spürt Ihr vielleicht: Wir sind verbunden“, schreiben Pfarrerin Kerstin Heider, Pfarrer Bernd Reinzhagen und Pfarrer Stefan Ziegenbalg dazu in einem Brief an ihre Gemeinde.

Alle aktuellen Gottesdienstangebote finden sich rechts am Rand im aktuellen Gottesdienstkalender.

 

07.05.2020



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