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für den 27.09.2021

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Evangelische „Urgesteine“ wurden verabschiedet

Vor dem Beginn einer neuen Amtsperiode für die Gremien in der Evangelischen Kirche im Rheinland wurden Dr. Irmela Müller-Stöver und Dr. Horst Butz aus ihren vielfältigen Ämtern verabschiedet. Auch im Solinger KSV werden sie zukünftig fehlen.

Eine Zeitungsseite voller guter Wünsche gab es zum Abschied: Dr. Horst Butz, Superintendentin Dr. Ilka Werner und Dr. Irmela Müller-Stöver (v.l.). LupeEine Zeitungsseite voller guter Wünsche gab es zum Abschied: Dr. Horst Butz, Superintendentin Dr. Ilka Werner und Dr. Irmela Müller-Stöver (v.l.).

Mit dem Amtsbeginn der neuen Presbyterien im März hat für die Gremien der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) die neue vierjährige Amtsperiode begonnen. Für zwei Menschen, die auf allen Ebenen die evangelische Kirche vertreten haben, endet mit der alten Amtszeit aus Altersgründen automatisch auch die Mitgliedschaft in allen rheinischen Leitungsgremien. Die Medizinerin Dr. Irmela Müller-Stöver und der Jurist Dr. Horst Butz standen jahrzehntelang in Presbyterien, in der Kreissynode, im Kreissynodalvorstand und in der Landessynode sowie in maßgeblichen Ämtern landeskirchlichen Ämtern für ihre Kirche ein. Im Rahmen einer kleinen Feier wurden beide mit viel Dank aus dem Kreissynodalvorstand verabschiedet.

Dr. Irmela-Müller-Stöver: Fast 40 Jahre für die Kirche
Fast 40 Jahre lang, seit 1981, vertrat die Walderin Irmela Müller-Stöver den Solinger Kirchenkreis als Delegierte der Landessynode. Ökumene und Diakonie waren für die Ärztin wichtige evangelische Themen. Zwischenzeitlich hat sie darum ihre Ämter drei Jahre lang ruhen lassen, in denen sie als Entwicklungshelferin in der Tropenmedizin in Uganda arbeitete. Auch ihr kirchliches Engagement ging weit über Solingen hinaus: Sie wirkte in der Kirchenleitung der EKiR, war Mitglied in der Synode der Evangelischen Kirche der Union und im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen. Zuletzt war sie viele Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des landeskirchlichen Nominierungsausschusses, der für die Landesynode die Wahlvorschläge für alle landeskirchlichen Wahlämter von Prüferinnen und Prüfern für Theologische Examen bis zum Präsesamt vorbereitet.

„Es gab immer den Versuch, aufeinander zu hören und zu einem gemeinsamen Ziel zu finden“, beschreibt Müller-Stöver ihre Motivation, warum sie so lange in und für die Landessynode ehrenamtlich tätig war: „Und ich hatte das Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können.“ Auch Dr. Ilka Werner, die seit sieben Jahren den Solinger Kirchenkreis leitet, kannte Müller-Stöver schon viele Jahre als vielseitige Kirchenfrau, bevor sie als Superintendentin nach Solingen kam: „Es wird komisch sein, Irmela Müller-Stöver ab jetzt nicht mehr in der Leitungsverantwortung für unsere Kirche zu erleben.“ Dafür, dass die Medizinerin bei all dem ihre kirchliche Bodenhaftung behielt, sorgte nicht zuletzt ihr kirchliches Engagement in Solingen: als Presbyterin in der Evangelischen Kirchengemeinde Wald und als Mitglied der Solinger Kreissynode und im Kreissynodalvorstand.

Dr. Horst Butz: Verlässlicher Mittler zwischen den Ebenen
23 Jahre lang fuhr Irmela Müller-Stöver in jedem Januar gemeinsam mit Dr. Horst Butz zur Landessynode der EKiR nach Bad Neuenahr. Seit 1997 nahmen beide dort gemeinsam mit Superintendentin oder Superintendent sowie einer weiteren von der hiesigen Synode entsandten Pfarrperson als Solinger Delegierte an den Tagungen teil. Bereits ein Jahr zuvor war der frühere Richter in den hiesigen Kreissynodalvorstand gewählt worden. Auch er sieht seine Verwurzelung in seiner Evangelischen Kirchengemeinde: in Merscheid, deren Geschicke er seit 1988 im Presbyterium mitbestimmt hat.

„Ich habe mich auch als Mittler zwischen den kirchlichen Ebenen gesehen“, sagt Butz, „von der Gemeinde über den Kirchenkreis zur Landeskirche und ebenso in die andere Richtung.“ Das galt auch für die langjährige Mitarbeit im Kreissynodalvorstand: „Mir war es in Solingen wichtig, die Belange des Kirchenkreises und der Gemeinden gleichermaßen im Blick zu haben.“ Dabei habe er stets versucht, dazu beizutragen, dass auch schwierige Entscheidungen in einem geschwisterlichen Miteinander getroffen werden konnten. Diese Haltung hat dem Juristen auch in den vielen Jahren geholfen, in denen er als Vorsitzender den Ständigen Finanzausschuss der Landeskirche leitete. „Ich habe Horst Butz auch dann als verlässlich und solidarisch erlebt, wenn er einen anderen Weg vertreten hat als ich“, würdigt ihn Superintendentin Ilka Werner: „Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“

Zwei Jahre lang wird Horst Butz die EKiR noch auf der EKD-Synode vertreten. Dort endet erst dann seine Amtszeit.

 

23.04.2020



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