Losung

für den 18.08.2019

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.

Psalm 37,5

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

"Neue Thesen wollen wir lesen!"

Fröhlicher Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum

Am Reformationstag hatte die Evangelische Kirche zu einem zentralen Festgottesdienst eingeladen. Rund 800 Solingerinnen und Solinger strömten in die überfüllte Stadtkirche. Sie erlebten einen außergewöhnlichen Gottesdienst.

Eröffnete den Gottesdienst mit Hammerschlägen: Superintendentin Dr. Ilka Werner (alle Fotos: Jörg Schmidt). LupeEröffnete den Gottesdienst mit Hammerschlägen: Superintendentin Dr. Ilka Werner (alle Fotos: Jörg Schmidt).

Der Gottesdienst begann nach der Eingangsmusik mit kräftigen Hammerschlägen. Passend zum Anlass des 500. Jubiläums des legendären Thesenanschlags in Wittenberg durch den Reformator Martin Luther hatte die Evangelische Kirche zum Festgottesdienst eingeladen unter dem Motto „Neue Thesen wollen wir lesen!“. Als erste schlug Superintendentin Dr. Ilka Werner ihre mitgebrachte Thesenkarte an die zwischen Altar und Kanzel errichtete massive Thesentür: „Finde heraus, woran dein Herz hängt, so dass deine Füße weiten Raum finden!“

Rund 800 Solingerinnen und Solinger waren in die Stadtkirche gekommen und feierten das Jubiläum mit einem festlichen, nachdenklichen und zugleich fröhlichen Gottesdienst. Darunter waren auch zahlreiche Personen aus Politik und Solinger Ökumene. Mehr als einmal gab es spontanen Applaus zum Beispiel als Pfarrer Jo Römelt und Presbyter Stephan Hergert aus Dorp in einer kleinen kabarettistischen Szene Martin Luther und Philipp Melanchthon über weitere Thesen nachdenken ließen. „Danke für den schönen Gottesdienst!“, hieß es aus vielen Mündern nach dem Schlusssegen.

In ihrer Predigt betonte Superintendentin Dr. Werner, dass es am Ende darum gehe, wem man sich im Innersten verbunden fühlt. Für Christinnen und Christen sei das Entscheidende die Verbindung zu Gott: „Wenn unser Herz weiß, wohin es gehört, werden die Füße frei, die Spielräume groß, das Denken schrankenlos.“ In diesem Sinne, so Werner, gründe auch für Luther die Freiheit eines Christenmenschen darin, sich im Glauben mit Gott verbunden zu wissen. Aus dieser Freiheit werde auch heute für Christen vieles möglich: auch Schritte der Ökumene, auch die vertrauensvolle Begegnung mit Musliminnen und Muslimen und auch das Gespräch über die Zukunft unserer Gesellschaft über die Grenzen politischer Einstellungen und Programme hinweg: „Als Kirchen reden wir nicht einer oder bestimmten Parteien das Wort, aber wir treten entschieden ein für eine Gesellschaft mit Freiheit und Weite, und wenden uns gegen Normierung und Enge. Wir predigen die Liebe und Gnade Gottes gegen die Angst, die viele bei uns umtreibt.“

Großer Andrang beim Festgottesdienst in der Stadtkirche. LupeGroßer Andrang beim Festgottesdienst in der Stadtkirche.

Am Ende ihrer Predigt lud die Superintendentin dann noch einmal dazu ein, eine eigene These für die Zukunft der Kirche zu formulieren. Viele Thesen wurden anschließend eingesammelt und später an Magnetwänden veröffentlicht. Ein paar Thesen wurden bereits im Gottesdienst laut vorgelesen und anschließend ebenfalls an die Thesentür gehämmert. So formulierte Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Um seine Arbeit heute zu tun, hat Christus nur unsere Hände. Deshalb wünsche ich mir eine zupackende Verantwortungsbereitschaft in unseren Kirchen, in unserer Stadt und in unserem Land, um unsere Welt positiv zu gestalten und zu verändern.“

Zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst hatte auch ein aufwändig besetztes Musikensemble mit Band, Streichern und dem Blechbläserensemble der Heilsarmee beigetragen. Die musikalische Leitung hatte Kreiskantorin Stephanie Schlüter.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Evangelische Kirche zu einem Mittagsimbiss in den Bürgersaal der Stadtkirche ein. Mehrere Hundert Gäste blieben und ließen den Gottesdienst im gemeinsamen Gespräch nachklingen.

Den Wortlaut der Predigt sowie einen Link zum Fotoalbum vom Festgottesdienst gibt es unten.

 

02.11.2017



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung