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für den 21.08.2019

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Ausstellung in der Stadtkirche Mitte

„Frieden geht anders“

Eine Ausstellung zeigt eindrucksvoll historische Alternativen zur gewaltsamen Lösung von Konflikten. Im Rahmen des Solinger Themenjahres „Frieden“ ist sie in der ersten Aprilhälfte in der Stadtkirche Mitte zu sehen.

Lupe

Die Ausstellung „Frieden geht anders“ wird vom 1. bis 12 April in der Stadtkirche Mitte am Fronhof, Kirchplatz 14, 42651 Solingen, zu sehen sein. Sieben Stationen zeigen auf Roll-Ups und an Media-Stationen mit kurzen Filmbeiträgen konkrete historische Beispiele, bei denen auf friedlichem Wege kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten. QR-Codes bieten vertiefende Informationen. Ziel der Ausstellung ist es, besonders jungen Menschen zu zeigen, dass gewaltsame Formen der Konfliktlösung, Kriege und kriegerische Handlungen niemals alternativlos sind.

Historische Beispiele ohne Gewalt
Anlässlich des Themenjahres „Frieden“, das die Evangelische Kirche in Solingen 2019 veranstaltet, holt Pfarrer Jens Maßmann, Schulpfarrer und Beauftragter des Kirchenkreises für Friedensfragen, die Wanderausstellung nach Solingen. Er betont: „Man darf den Frieden nicht als selbstverständlich nehmen. Die Menschen müssen merken, dass Frieden eine Verant­wortung ist, der man sich stellen muss.“ Die Ausstellung zeigt anhand herausragender historischer Beispiele Möglichkeiten, angesichts konkreter Konflikte Wege zu einem Frieden ohne Gewalt, Leid und Blutvergießen zu finden. „Es gibt etwa das Beispiel eines Konzertes für den Frieden. Ein anderes Beispiel handelt von Frauen, die mithilfe eines Streiks ihre kriegstreibenden Männer zurückgerufen haben. Daneben gibt es aber auch das Engagement einzelner Menschen, etwa eines Mannes in einer sowjetischen Raketenstation, der verhinderte, dass der Kalte Krieg zu einer nuklearen Katastrophe wurde, indem er angesichts verdächtiger Radarsignale nicht sofort auf den Vergeltungsknopf gedrückt, sondern erst einmal abgewartet hat. Später hat sich dann herausgestellt, dass es ein Fehlalarm war“, beschreibt Pfarrer Maßmann die Vielfältigkeit der Ausstellung.

Nicht nur für Jugendliche geeignet
Die gezeigten historischen Beispiele stammen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Doch die dort angewandten Methoden von der Diplomatie über gewaltfreie Aktionen bis hin zu Formen zivilen Ungehorsams seien grundsätzlich überall einsetzbar, meinen die Macher der Ausstellung. Auch Pfarrer Maßmann ist überzeugt, dass die Ausstellung nicht nur für Jugendliche lohnenswert sei: „Alternativen zu Krieg und Gewalt werden in der Öffentlichkeit viel zu wenig diskutiert. Diese wichtigen Beispiele gewaltfreier Konfliktlösung aus der Geschichte sind zum Beispiel kaum im Gedächtnis.“ Auch im eigenen Leben sei es immer möglich, solche Alternativen zu suchen, meint der Theologe: „Das Leben wird nicht einfacher, wenn man Gewalt wählt. Das ist ein absoluter Trugschluss.“

Öffnungszeiten
Die Ausstellung richtet sich an Menschen ab 13 Jahren. Daher sind die Öffnungszeiten so gewählt, dass Schulklassen und Konfirmandengruppen sie während der Unterrichtszeit besuchen können. Weitere Zeiten sind nach individueller Absprache möglich.

Geöffnet ist die Ausstellung für den individuellen Besuch dienstags von 16.00-18.00 Uhr, mittwochs von 10.00-12.00 Uhr, donnerstags von 15.00-17.00 Uhr und sonntags im Anschluss an den Gottesdienst in der Stadtkirche. Führungen, die von Schulklassen besucht werden können, werden angeboten am Dienstag, den 2. April, und Donnerstag, den 11. April, jeweils zwischen 9.00 und 13.00 Uhr. Die Kosten für die Führung liegen pro Schülerin und Schüler bei 2 Euro. Anmeldungen dazu nimmt Schulreferentin Corinna Maßmann entgegen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Sie steht auch für individuelle Terminabsprachen und weitere Informationen zur Verfügung (Tel.: 0212/65881030; Email: corinna.massmann@ekir.de). Eine weitere Führung findet im Rahmen des Christlich-islamischen Gesprächskreis am Mittwoch, den 10. April, von 19.15 bis 20.15 Uhr statt.

Begleitprogramm
Für Lehrende bietet das Schulreferat der Evangelischen Kirche in Solingen am Montag, 1. April 2019, von 15.30-17.30 Uhr für Lehrkräfte eine Einführungsveranstaltung mit pädagogischen Hinweisen an, in der ausprobiert werden kann, wie Schülerinnen und Schüler anhand der Ausstellung der Friedensthematik begegnen können.

Als musikalische Begleitveranstaltung laden Schulreferentin Corinna Maßmann und Kreiskantorin Stephanie Schlüter am Samstag, 6. April 2019, ab 18.00 Uhr  Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsene zu einem Friedenskonzert für den Frieden in die Stadtkirche Mitte ein: Unter der Überschrift „We shall overcome - Erhebe deine Stimme für den Frieden!“ Mitsingen ist möglich! Kontakt: Stephanie Schlüter (schlueter@evangelisch-dorp.de)

Die Wanderausstellung „Frieden geht anders“ ist ein Projekt zur Friedensbildung in der Evangelischen Kirche im Rheinland in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend im Rheinland und dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene.

 

20.03.2019



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