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für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

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Sommersynode des Kirchenkreises beriet zum Thema „Ehrenamt“

Menschen dabei helfen, das passende Engagement zu finden

Die 71 Vertreter von Gemeinden und Arbeitsgebieten des Solinger Kirchenkreises haben am 22. und 23. Juni 2018 in der Ohligser Stadtkirche getagt. Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung der Kreissynode stand das Thema "Ehrenamt".

<strong>Pastorin Barbara Montag vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe hielt vor den rund 70 Synodalen das Impulsreferat zum Thema "Ehrenamt" (Foto: Dirk Stark).</strong> LupePastorin Barbara Montag vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe hielt vor den rund 70 Synodalen das Impulsreferat zum Thema "Ehrenamt" (Foto: Dirk Stark).

Zu einem neuen Blick auf die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Mitarbeitenden hat Pastorin Barbara Montag die rund 70 Mitglieder der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen am Samstag aufgerufen. „Auch in unserer Kirche hat die christliche Motivation ihren Monopolanspruch auf die Motivation von Ehrenamtlichen verloren“, betonte heute die Theologin und Leiterin der Stabsstelle Theologie und Grundsatzfragen beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe auf der Sommersynode des Kirchenkreises die Freitag und Samstag in der Ohligser Stadtkirche stattfand. Unter den heutigen Ehrenamtlichen nicht nur in der Kirche, sondern in allen Organisationen gäbe es vielmehr einen Motivationsmix, zu dem christliche Werte ebenso gehörten wie die Lust an der Mitgestaltung des Gemeinwohls, der Wunsch nach Geselligkeit oder einfach der Spaß an der Sache. Ehrenamtliche ließen sich nicht einfach als Lückenfüller einsetzen, wo die Mittel für eine hauptamtliche Stelle nicht mehr reichten, so Montag: „Sie sind wählerisch - im besten Sinne!“ Eine Kirche, die es ernst meine damit, Menschen zur Mitarbeit gewinnen zu wollen, dürfe darum „nicht fragen, wo brauche ich Hilfe durch Ehrenamtliche, sondern wie kann ich Menschen dabei helfen, das für sie passende ehrenamtliche Engagement in die Kirche einzubringen“. Die große Beteiligung Freiwilliger bei der Arbeit mit geflüchteten Menschen habe gezeigt, dass gerade die Kirchengemeinden viel Erfahrung und Kompetenz darin hätten, einen verlässlichen und attraktiven Rahmen für freiwilliges Engagement zu bieten. Nicht selten kämen über konkretes Engagement auch solche Menschen in ein engeres Verhältnis zu einer Kirchengemeinde, die eigentlich ausgetreten oder gar nicht getauft seien.

Besorgniserregend war für einige Synodale der Hinweis, dass laut eine Studie die Bereitschaft zum Engagement gesamtgesellschaftlich sinke, je geringer der soziale Status der Betreffenden ist. Die Klinikseelsorgerin Renate Tomalik und  die Berufsschulpfarrerin Karin Ebbinghaus plädierten dafür, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um gerade Menschen, die sich abgehängt fühlen, das Gefühl zu geben, dazuzugehören und an der Gesellschaft mitarbeiten zu können.

Bereits am Morgen hatte Bürgermeister Ernst Lauterjung in einem Grußwort darauf hingewiesen, dass die Klingenstadt erst durch das ehrenamtliche Engagement vieler in den Kirchengemeinden wie auch in Sport, Politik und Kultur zu einem lebenswerten Gemeinwesen werde.  Der katholische Stadtdechant Michael Mohr wies auf die bei vielen immer knapper werdenden Zeitreserven hin, die es in beiden großen Kirchen nötig machten, über neue Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement nachzudenken.

Am Freitagabend hatte die Synode eine Entschließung verabschiedet, in der Bund und Land aufgefordert werden, Städte und Kommunen finanziell besser dazu auszustatten, ihre Aufgaben in vollem Umfang erfüllen zu können. Immer häufiger, so heißt es in der Begründung, würden Kommunen zusätzliche Aufgaben übertragen, ohne sie mit den notwendigen Mitteln dafür auszustatten. Dadurch würde es ärmeren Städten wie Solingen schwerer gemacht, sich finanziell zu konsolidieren. Mit dem so immer heftiger werdenden Sparzwang „verbindet sich auch die Sorge, dass Städte und Wohlfahrtsverbände bewährte soziale Arbeit aus Kostengründen einstellen müssen, ohne dass die anzugehenden sozialen Probleme gelöst worden sind“. Die Kreissynode bittet darum die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, bei ihren Gesprächen mit politischen Vertretern von Bund und Land zu fordern, dass Städte und Kommunen, wenn sie mit neuen Aufgaben betraut werden, auch die nötigen Mittel dazu erhalten.

In einem weiteren Beschluss bittet die Kreissynode ihre Kirchengemeinden, auf Friedhöfen und übrigen Flächen zukünftig auf die Verwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln und Neonicotinoiden zu verzichten. Auch Miet- und Pachtverträge mit Dritten sollten zukünftig die Nutzung solcher Mittel ausschließen. Die Landeskirche wird in dem Beschluss gebeten, sich für ein allgemeines Verbot solcher Pflanzenschutzmittel einzusetzen. In seiner Begründung verwies der Vorsitzende des Fachausschusses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Uwe Rüll-Mahlendorf, besonders auf das Insektensterben und die gravierend negativen Folgen dieser Pflanzenschutzmittel auf die Artenvielfalt. Da evangelische Kirchengemeinden in Fragen wie diesen rechtlich selbständig sind, kann die Kreissynode bei ihren Gemeinden nur für einen Verzicht werben.

Außerdem hat die Synode eine Aktualisierung der Pfarrstellenkonzeption verabschiedet. Diese sieht bis Juni 2019 eine zusätzliche Reduzierung der Pfarrstellen um 1,5 Vollzeitstellen vor. Dann wird es in Solingen in Gemeinden, Berufsschulen, Krankenhäusern und Kirchenkreis noch 24 Pfarrstellen geben.

Superintendentin Dr. Ilka Werner lud bereits jetzt alle Solinger im Jahr 1 nach dem großen Reformationsjubiläum erneut zu einem zentralen Gottesdienst am Reformationstag ein. Der Gottesdienst unter dem Titel „quellfrisch!“ mit moderner Musik, Theater und einem Abendimbiss wird dieses Mal in der Lutherkirche stattfinden.

Die Synode hatte am Freitagabend mit einem Abendmahlsgottesdienst begonnen, in dem die Klinikpfarrerin Antje Blesenkemper die Predigt hielt.

 

23.06.2018



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