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für den 16.12.2019

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Frühjahrssynode hat getagt

Synode kritisiert Panzergeschäft mit Indonesien

Die Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat am Wochenende (7./8. Juni) in Merscheid getagt. Auf der Tagesordnung stand auch die Partnerschaft mit einem Kirchenkreis in Indonesien.

Hatten viel Arbeit: Delegierte bei der Tagung der Kreissynode in Merscheid. LupeHatten viel Arbeit: Delegierte bei der Tagung der Kreissynode in Merscheid.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen ist besorgt über ein Waffengeschäft, bei dem über 150 Kampf- und Schützenpanzer an die Regierung in Indonesien geliefert werden sollen. Grund sind Befürchtungen der indonesischen Partnerkirche GKPS auf der Insel Sumatra, dass diese Rüstungsgüter auch bei innenpolitischen Auseinandersetzungen gegen Minderheiten und Aufständische im eigenen Land eingesetzt werden könnten. Zwar wird Indonesien seit 15 Jahren demokratisch regiert, aber immer wieder werden den indonesischen Militärs brutale Operationen gegen Aufständische in der Provinz Papua vorgeworfen. Das Parlament der Niederlande hatte einen Verkauf von Panzern an das südostasiatische Land wegen der schwierigen Menschenrechtslage abgelehnt. Danach hatte Indonesien sich an bundesdeutsche Waffenexporteure gewandt.

Die Solinger Synode hat dazu auf ihrer Frühjahrssynode, die gestern und heute in Merscheid stattfand, eine Erklärung beschlossen. Darin werden die Leitungen der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland gebeten, „sich dafür einzusetzen, dass die Bundesregierung die bereits erteilten Genehmigungen für den Export dieser Kriegswaffen nach Indonesien zurückzieht“. Außerdem wird die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner dem für Solingen zuständigen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt die Bedenken der Synode erläutern. Hardt sitzt für die CDU-Fraktion auch im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages.

„Dieses Waffengeschäft bewegt unsere Partner in Indonesien sehr“, erläuterte Superintendentin Dr. Ilka Werner im Anschluss an die Synode vor der Presse. „Es entspricht unserem Verständnis von Partnerschaft zwischen Christinnen und Christen, dass es darum auch uns bewegen muss.“

Hielt ein Referat bei der Synode: Vizepräsident Dr. Johann Weusmann. Hielt ein Referat bei der Synode: Vizepräsident Dr. Johann Weusmann.

Politik und Partnerschaft waren auch sonst wichtige Themen der diesjährigen Frühjahrssynode. Bereits am Freitag hatte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Johann Weusmann, in seinem Hauptreferat zu „Reformation und Politik“ auf den politischen Auftrag der Kirche hingewiesen und betont, das Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit könne „noch etwas lauter und zugespitzter“ erfolgen. In einem Grußwort am Samstagmorgen bat Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith die Evangelische Kirche in Solingen darum, auch zukünftig gemeinsam mit der Stadt gegen Fremdenfeindlichkeit zu arbeiten.Einstimmig nahmen die rund 70 Synodalen eine gemeinsame Erklärung an, die Vertreterinnen und Vertreter der indonesischen GKPS-Kirche und ihrer deutschen Partnerkirchen anlässlich einer Konsultation im Mai in Leichlingen verabschiedet hatten. Dabei wurde vereinbart, die Partnerschaft weiter so zu vertiefen, dass alle Generationen einbezogen werden und Themen wie Ökologie, Gewalt, Menschenrechte und interreligiöses Zusammenleben zukünftig noch stärker Bedeutung finden.Weitere Tagesordnungspunkte der Synode waren Berichte aus den Gemeinden, die nächsten Schritte zur Einrichtung eines zentralen Verwaltungsamtes ab dem 1.1.2014, die 3. Solinger Nacht der Kirchen am 11. Oktober 2013 sowie eine Predigtreihe zum Thema „Reformation und Toleranz“, die im Herbst vom 8. September bis 17. November 2013 rund 30 Themengottesdienst vereinen wird und dabei auch den katholischen Stadtdechanten Bernhard Dobelke sowie den Vorsitzenden der Solinger Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, den evangelisch-methodistischen Pastor Rainer Leo, mit einbezieht.

 

09.06.2013



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