Losung

für den 24.08.2019

Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Jeremia 29,13-14

Gottesdienste

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe? Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Synode hat in Ketzberg getagt

Evangelischer Kirchenkreis bekennt sich zur Zukunft der Notfallseelsorge

Zu ihrer Frühjahrstagung ist die Synode des Evangelischen Kirchenkreises zusammenkommen. Auf dem Programm standen unter anderem das Nachdenken über künftige kirchliche Strukturen, turnusmäßige Wahlen zu Ausschüssen und Ämtern sowie die Notfallseelsorge.

73 stimmberechtige Synodale gehören zur Solinger Kreissynode. Sie vertreten die zehn Solinger Gemeinden und sowie weitere Arbeitsgebiete. Lupe73 stimmberechtige Synodale gehören zur Solinger Kreissynode. Sie vertreten die zehn Solinger Gemeinden und sowie weitere Arbeitsgebiete.

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen will das Angebot der Notfallseelsorge sichern und weiterentwickeln. Das beschloss am heutigen Samstag die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen auf ihrer Frühjahrstagung im Evangelischen Gemeindezentrum Ketzberg. „Die Synode bekräftigt ihr ,Ja‘ zur Notfallseelsorge als Erster Hilfe für die Seele und als christlichem Dienst an Menschen in Notsituationen“, heißt es in dem Beschluss, den die 73 stimmberechtigten Synodalen einstimmig verabschiedet haben. Zurzeit wird der Bereitschaftsdienst der Notfallseelsorge rund um die Uhr vor allem durch die Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche in Solingen aufrechterhalten. Da die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer wie in der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland zukünftig kontinuierlich sinken wird, sollen zukünftig verstärkt Ehrenamtliche „als verlässliche zweite Säule des Bereitschaftsdienstes“ gewonnen und ausgebildet werden, um den uneingeschränkten Fortbestand des Bereitschaftsdienstes zu sichern. „Wir wollen das gewohnte Niveau der Notfallseelsorge erhalten, aber wir können die Belastung der Pfarrerinnen und Pfarrer bei zurückgehender Zahl nicht durch eine immer stärkere Verdichtung ihres Dienstes noch weiter erhöhen“, erklärte die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner.

 

Erhielt von den Synodalen viel Applaus für ihre Arbeit: Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch, Koordinatorin der Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises. Erhielt von den Synodalen viel Applaus für ihre Arbeit: Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch, Koordinatorin der Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises.

In ihrem Votum erläuterte die evangelische Notfallseelsorgekoordinatorin Simone Henn-Pausch, dass den Regelfall nicht die Katastrophenlage mit großer medialer Aufmerksamkeit darstelle, sondern der plötzliche Todesfall im häuslichen Umfeld, bei dem ein hinterbliebener Mensch dringend „Erste Hilfe für die Seele brauche, um das Geschehene zu begreifen und erste Schritte des Abschiednehmens zu gehen“. Das, so betonte Diakonie-Geschäftsführerin Friederike Stratmann als Vorsitzende des Fachausschusses Seelsorge, sei eine seelsorgliche Aufgabe, die bereits seit Jahrhunderten zu den Aufgaben der evangelischen Kirche gehöre. Sie schätzt, dass drei Ehrenamtliche die regelmäßige Bereitschafts- und Einsatzzeit eines Pfarrers oder einer Pfarrerin abdecken können. Derzeit befänden sich neun zukünftige ehrenamtliche Notfallseelsorger in der Ausbildung.

Etwa zweimal pro Woche wird in Solingen die Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises alarmiert. Dabei erfolgt die Alarmierung nicht durch Privatpersonen, sondern durch die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei sowie durch die Kliniken. Neben dem Regelfall, der Seelsorge anlässlich eines plötzlichen Todesfalls, zählt auch die Begleitung bei der Überbringung einer Todesnachricht durch Polizeibeamte oder der Einsatz bei Unfällen, Verbrechen oder größeren Schadenslagen zu den Aufgaben. Die Diplom-Theologin Simone Henn-Pausch ist außerdem in der Nachbetreuung von Rettungskräften nach psychisch besonders belastenden Einsätzen aktiv.

Bereits am Freitagabend rief Kirchenrat Volker König aus Düsseldorf den Solinger Kirchenkreis dazu auf, auch angesichts kleiner werdender Zahlen mutig neue Wege zu beschreiten. So rechnet der Kirchenkreis für die kommenden 15 Jahre zum Beispiel mit einer Halbierung der Pfarrstellen. „Wer auf dem Weg in die Zukunft vorankommen will, darf nicht immer nur zurückschauen“, betonte der Theologe. Notwendig für die Kirche der Zukunft sei mehr Bereitschaft, sich von vertrauten Organisations- und Arbeitsformen zu verabschieden. Ausdrücklich warb er dafür, weniger die Gewohnheiten einzelner Gemeinden und dafür stärker die Bedürfnisse und die Lebenswelten der Menschen in der ganzen Stadt zum Ausgangspunkt evangelischer Angebote zu machen.

Am Samstagmorgen dankte Oberbürgermeister Tim Kurzbach auch den evangelischen Gemeinden für ihren Anteil an der Solinger Willkommenskultur für geflüchtete Menschen: „Ohne die Unterstützung der christlichen Kirchen, ohne die Wohlfahrtsverbände und ohne das tatkräftige Anpacken auch vieler christlich-motivierter Menschen in dieser Stadt, hätten wir es nicht geschafft, so viele Flüchtlinge so schnell so gut zu versorgen!“

Die Synodaltagung war das erste Zusammenkommen der neu konstituierten Synode nach den Presbyteriumswahlen im Februar. Dabei wurden traditionsgemäß auch zahlreiche Fachausschüsse, Gremien und Ämter neubesetzt. Als Vertreter des Kirchenkreises neben der Superintendentin Dr. Ilka Werner wurden der Ketzberger Pfarrer Helmut Benedens, die Medizinerin Dr. Irmela Müller-Stöver aus Wald und der Richter a.D. Dr. Horst Butz aus Merscheid in ihren Ämtern bestätigt. Auf der nächsten Synode im Herbst steht dann auch die Hälfte der Plätze im Kreissynodalvorstand zur Wahl.

Rief die Synode dazu auf, mutig von gewohnten Arbeitsbereichen Abschied zu nehmen, um Kräfte für Neues freizumachen: Kirchenrat Volker König, Leitender Dezernent für Politik und Kommunikation im Landeskirchenamt in Düsseldorf.

Wiedergewählt als Theologischer Abgeordneter zur Landessynode: Pfarrer Helmut Benedens aus Ketzberg.

Vertritt seit vielen Jahren den Solinger Kirchenkreis in der Landessynode und wurde auf der Frühjahrssynode 2016 wiedergewählt: die Medizinerin Dr. Irmela Müller-Stöver aus Wald.

Wiedergewählt: Richter a.D. Dr. Horst Butz aus Merscheid ist auch Vorsitzender des Finanzausschusses des Landeskirche und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach dankte den Gemeinden für ihre Unterstützung bei der Versorgung geflüchteter Menschen.

 

18.06.2016



© 2019, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung