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für den 25.08.2019

Was vom Hause Juda errettet und übrig geblieben ist, wird von Neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.

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Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat getagt

Solinger Gemeinden wollen über Situation von Familien beraten

Die Situation von Familien und ein Projekt zur Ausbildung von ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Seelsorge wurde auf der Frühjahrssynode beraten, die am Wochenende (23./24. Mai) in Wald tagte. Außerdem wurde eine langjährige Synodale verabschiedet.

"Familien stehen heute unter einem starken Druck": Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: Kurt Kosler) "Familien stehen heute unter einem starken Druck": Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: Kurt Kosler)

Über das Thema „Familie“ hat heute die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingens beraten. „Wir würdigen die Familie und die Vielfalt der Formen, in der Menschen heute als Familie leben“, so lautet einer der ersten Sätze in einem Diskussionspapier mit dem Titel „Segensraum Familie“, das die Synode an die Gemeinden und evangelischen Einrichtungen der Klingenstadt geleitet hat. Im vergangenen Sommer hatte ein Text des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zu heftigen innerkirchlichen Kontroversen über ein angemessenes evangelisches Verständnis von Familie und Ehe geführt. „Auch in unseren Solinger Gemeinden gibt es darüber unterschiedliche Auffassungen“, betonte im Anschluss an die Synode die Superintendentin des Kirchenkreises, Dr. Ilka Werner. „Es existiert aber Übereinstimmung, dass Familien heute Unterstützung brauchen, weil sie unter einem starken Druck stehen und gefährdeter sind als früher.“ Solche Unterstützung werde bereits jetzt vielfach in Gemeinden und Kirchenkreis geleistet. Das Diskussionspapier listet hierzu eine Reihe von konkreten Beispielen auf. So wird die Arbeit in evangelischen Familienzentren und Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen und Jugendzentren sowie die seelsorgliche und gottesdienstliche Begleitung von Menschen in zentralen Lebenssituationen wie Taufe oder Trauung genannt. Bis zum kommenden Jahr sind die Solinger Gemeinden nun aufgerufen, das Diskussionspapier zu beraten und zu eigenen Positionen zu finden. In einem Jahr will die Synode das Thema dann erneut aufgreifen.

"Kinder brauchen verlässliche Beziehungen": Landespfarrer Edwin Jabs hielt das Hauptreferat zum Thema Familie (Foto: kirche-köln.de) "Kinder brauchen verlässliche Beziehungen": Landespfarrer Edwin Jabs hielt das Hauptreferat zum Thema Familie (Foto: kirche-köln.de)

In seinem Referat zum Thema vor der Synode hatte der Pfarrer, Theologe und Diplompsychologe Edwin Jabs darauf hingewiesen, dass es vor allem die Kinder seien, die in zerbrochenen Familien zu Leidtragenden werden könnten: „Kinder brauchen die Erfahrung verlässlicher Beziehungen besonders dringend.“ Dazu gehöre, dass Kinder auch nach einer Scheidung zwischen Vater und Mutter mit beiden Elternteilen „eine belastbare emotionale Bindung“ entwickeln können müssten. „Eine missglückte Trennung der Eltern kann für die gesunde Entwicklung von Kindern genauso gefährlich werden, wie die ständige Erfahrung, dass die eigenen Eltern miteinander im Streit leben“, betonte Jabs, der auch Leiter einer evangelischen Familienberatungsstelle in Düsseldorf ist.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beauftragte die Synode den Kreissynodalvorstand, die Vorbereitungen für ein neues Projekt zur Ausbildung und Begleitung ehramtlich Mitarbeitender in der Seelsorge fortzuführen. Dabei sollen Menschen für die ehrenamtliche Seelsorge in der Notfallseelsorge, bei der Telefonseelsorge, in den Kliniken und Altenheimen ausgebildet werden. Zu den Ausbildungsinhalten sollen die Entwicklung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten ebenso gehören wie ethische und religiöse Kompetenzen. „Wir machen die Erfahrung, dass es nicht nur bei evangelischen Menschen eine steigende Nachfrage nach seelsorglicher Begleitung gibt“, erklärte Superintendentin Dr. Ilka Werner. „Solche Begleitung anzubieten gehört seit jeher zu unseren kirchlichen Kernaufgaben.“ Es entspreche dem evangelischen Selbstverständnis, dass zu solcher Seelsorge nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer, sondern alle getauften Menschen geeignet sind, wenn sie zuvor hinreichend ausgebildet wurden.

Verabschiedung mit Blumenstrauß und langanhaltendem Beifall: Doris Schulz und Superintendentin Dr. Ilka Werner (v.r., Foto: Dirk Stark) Verabschiedung mit Blumenstrauß und langanhaltendem Beifall: Doris Schulz und Superintendentin Dr. Ilka Werner (v.r., Foto: Dirk Stark)

Zum Schluss der Synode wurde nach vielen Jahren Doris Schulz verabschiedet. Die pensionierte Grundschulrektorin, die unter anderem auch Mitglied des Kreissynodalvorstands und evangelische Verantwortliche für den Christlich-Islamischen Gesprächskreis in Solingen ist, erreicht im Sommer die Altersgrenze und muss darum aus ihren kirchlichen Ämtern ausscheiden. Die rund 70 Synodalen dankten der engagierten Protestantin mit langanhaltendem Beifall für ihr großes Engagement für den Kirchenkreis.

 

24.05.2014



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