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für den 25.08.2019

Was vom Hause Juda errettet und übrig geblieben ist, wird von Neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.

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Frühjahrssynode hat getagt

Zukunft des Gottesdienstes und Mahnwache für tote Flüchtlinge

 Die Zukunft des Gottesdienstes und die Situation von Flüchtlingen waren die Hauptthemen der Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, die am Samstag (20.6.2015) zu Ende ging. Außerdem wurden verschiedene wichtige Ämter neu gewählt.

Lupe

Mit einer Erklärung zur aktuellen Situation der Flüchtlinge ist am heutigen Samstag die Frühjahrstagung 2015 der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof zu Ende gegangen. Darin fordern die 68 stimmberechtigten Synodalen aus allen Gemeinden und Arbeitsbereichen des Kirchenkreises unter anderem sichere Fluchtmöglichkeiten für Menschen, die aus Afrika nach Europa wollen, um das „Massensterben“ im Mittelmeer zukünftig zu verhindern. Selber wolle man sich für eine gute „Willkommenskultur“ in Solingen einsetzen. Zuvor hatten die Synodalen gemeinsam mit zahlreichen weiteren Menschen bei einer Mahnwache vor der Stadtkirche und einer anschließenden Klageandacht in der Kirche der zahlreichen Menschen gedacht, die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken oder anderswo ums Leben gekommen sind. Den ganzen Wortlaut der Erklärung finden Sie hier.

Hielt das Hauptreferat: Pfarrerin Gudrun Mawick, Gottesdienstexpertin der Westfälischen Landeskirche. Hielt das Hauptreferat: Pfarrerin Gudrun Mawick, Gottesdienstexpertin der Westfälischen Landeskirche.

 Bereits am Freitag hatte sich die Synode mit dem Thema „Gottesdienst“ befasst. In ihrem theologischen Hauptreferat rief Pfarrerin Gudrun Mawick vom Gottesdienst-Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen zu mehr Selbstbewusstsein auf. „An jedem Sonntag besuchen in ganz Deutschland im Schnitt 900.000 Menschen einen Gottesdienst in einer Kirche und noch mal so viele verfolgen den Gottesdienst im Fernsehen“, berichtete die Theologin. Am Heiligen Abend seien es bundesweit sogar neun Millionen Menschen. Skeptisch beurteilte Mawick die Strategie, mit immer neuen Gottesdienstformaten auch neue Menschen in die Kirchen zu locken. Es müsse stattdessen darum gehen, sich nicht zu verzetteln und die Gottesdienstlandschaft behutsam weiterzuentwickeln: „Es gibt für gute und attraktive Gottesdienste kein Patentrezept.“

Ausdrücklich lobte die westfälische Gottesdienstexpertin das Projekt, in dem ein halbes Jahr lang Teams die Gottesdienste in den zehn evangelischen Kirchengemeinden Solingens besucht haben, um die Vielfalt der evangelischen Gottesdienstlandschaft Solingens wahrzunehmen und mit den Pfarrerinnen und Pfarrern und den übrigen Gottesdienstmachern über ihre Eindrücke ins Gespräch zu kommen. Dieses Projekt sei beispielhaft auch für andere Städte, lobte Mawick. Den vollen Wortlaut des Vortrags von Pfarrerin Mawick finden Sie unten auf dieser Seite zum Download.

"Großartige Vielfalt": Superintendentin Dr. Ilka Werner stellte die Ergebnisse der Solinger Gottesdienstvisitation vor. "Großartige Vielfalt": Superintendentin Dr. Ilka Werner stellte die Ergebnisse der Solinger Gottesdienstvisitation vor.

 In ihrer Auswertung lobte Superintendentin Dr. Ilka Werner die „großartige Vielfalt der Formen“, die es in den Solinger Gemeinden gebe, wie besondere Familiengottesdienste, Gottesdienste mit Talk oder Theater, Gospelgottesdienste und andere Gottesdienste mit besonderer musikalischer Gestaltung oder auch klassische Predigtgottesdienste. Dies ermögliche Menschen heute viel differenzierter als früher eine Auswahl, welche Gottesdienstform am besten zu ihren Bedürfnissen und ihrer Lebensart passt. Gleichzeitig betont Dr. Werner aber auch, dass die Gemeinden weiter darüber nachdenken müssen, wie sie die "Schwelle" zum Gottesdienst für die Menschen senken können, die nicht schon lange zur aktiven Gottesdienstgemeinde gehören. Wichtig sei auch, dass Pfarrerinnen und Pfarrern trotz immer zahlreicher werdender Aufgaben genügend Zeit bleibe, um einen Gottesdienst anspruchsvoll vorbereiten zu können.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren Wahlen. Durch den Wechsel von Pfarrerin Martina Köster-Schneider im Frühjahr waren mehrere wichtige kreiskirchliche Ämter neu zu besetzen, die die Walder Pfarrerin bislang innehatte. Zur neuen Skriba, also zweiten Stellvertreterin der Superintendentin, wurde Pfarrerin Friederike Höroldt von der Stadtkirchengemeinde gewählt. Die 42-jährige Theologin und verheiratete Mutter zweier Söhne wurde bei nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung mit großer Mehrheit gewählt. Neuer Landessynodaler wurde Pfarrer Helmut Benedens aus Ketzberg. Der 52-Jährige wird künftig den Kirchenkreis Solingen als zweiter Theologischer Vertreter neben Superintendentin Dr. Ilka Werner bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland vertreten.

Am Samstagmorgen hatte Oberbürgermeister Norbert Feith sein letztes Grußwort auf der Synode gesprochen. Darin lobt er die gute Zusammenarbeit zwischen dem Evangelischem Kirchenkreis und der Stadt und dankte für eine stets vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre selbst bei kontroversen Themen. Feith wird zur Oberbürgermeisterwahl im Herbst in Solingen nicht mehr antreten.

Pfarrerin Friederike Höroldt aus der Stadtkirchengemeinde wurde zur neuen Skriba (2. stellvertretende Superintendentin) gewählt.

Pfarrer Helmut Benedens aus Ketzberg wurde zum neuen Abgeordneten des Kirchenkreises für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt.

Pfarrer Dirk Stark aus Ohligs wurde zum neuen Synodalbeauftragten für den Deutschen Evangelischen Kirchentag gewählt.

War häufig Gast auf der Synode und sprach zum letzten Mal ein Grußwort: der scheidende Solinger Oberbürgermeister Norbert Feith.

 

21.06.2015



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