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für den 27.09.2021

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Passionszeit

„Fürchtet euch nicht!“

Mit dem Aschermittwoch in der vergangenen Woche hat die Passionszeit begonnen. Sie dauert insgesamt sieben Wochen und reicht bis Ostern. In diesem Jahr steht sie unter dem Thema „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“.

In jeder Woche gibt es eine neue Fastenmail im Netz (Screenshot: Förster) LupeIn jeder Woche gibt es eine neue Fastenmail im Netz (Screenshot: Förster)

Seit dem vierten Jahrhundert dauert die Vorbereitungszeit auf Ostern sechsundvierzig Tage. In dieser Zeit erinnern sich die Christenmenschen an das Leiden Christi bis hin zum Tod, an seine „Passion“ (Leiden). Es war immer eine Bußzeit. Also eine Zeit, um Gewesenes zu bedenken, nach eigenen Fehlern und eigener Schuld zu fragen und über Konsequenzen nachzudenken. Zur Vorbereitung auf Ostern gehörte neben Buße Tun auch das Fasten, das Verzichten auf Fleisch und Alkohol. Nur an den Sonntagen durfte das Fasten unterbrochen werden, so kam man dann auf 40 Fastentage.

7 Wochen ohne
Die Zahl vor allem der Evangelischen, die aus Glaubensgründen, aus Buße fasten, hatte allerdings seit der Reformation immer mehr abgenommen. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts beschloss deshalb eine kleine Gruppe von Theologen und Journalisten aus Hamburg, mit einer neuen Fasten-Aktion zu starten und dazu andere einzuladen. Aus anfangs einigen hundert Teilnehmenden sind mittlerweile mehr als drei Millionen geworden, die bei „7 Wochen ohne“ mitmachen, wie die Aktion inzwischen heißt.

Das Ziel beschreiben die Gestaltenden der Aktion selbst so: „Millionen Menschen lassen sich jährlich mit ,7 Wochen Ohne‘, der Fastenaktion der evangelischen Kirche aus dem Trott bringen. Sie verzichten nicht (nur) auf Schokolade oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben.“

Fastenthema „Furcht“
Seit Ende der 90er Jahre gibt es für jede Passionszeit ein Thema, in diesem Jahr: „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“. Die sieben Wochen bis Ostern, die immer mittwochs beginnen, haben alle ein eigenes Thema. So hat es am Aschermittwoch mit „Sorge dich nicht!“ in der ersten Woche angefangen. Und die zweite Fastenwoche, die gestern begonnen hat, steht unter der Überschrift: „Fürchtet euch nicht!“

Hintergrund dieser Aufforderung ist eine Geschichte aus dem Alten Testament. Als das Volk Israel aus Ägypten flieht, wird es von einer ägyptischen Streitmacht verfolgt. Immer wieder geht der Blick der Fliehenden zurück: Kommen wir davon? Erreichen uns die Soldaten? Und auch: Warum sind wir bloß geflohen? Wären wir doch in Ägypten geblieben. Mose, der das Volk Israel führt, sagt dem Volk dann diese Worte: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht zu, was für ein Heil der Herr heute an euch tun wird. (aus 2. Mose 14).

Blick nach vorn
„Fürchtet euch nicht!“, das heißt dann: Schaut nicht zurück! Lasst euch nicht von dem bestimmen, was ihr eigentlich schon hinter euch gebracht habt. „Fürchtet euch nicht!“, das heißt auch: Lasst euch nicht von dem bestimmen, was euch umgibt, was euch Angst macht. Starrt nicht wie gebannt auf das Bedrohliche, auf das ägyptische Heer hinter euch, auf die Bedrohungen um euch. Denn „Fürchtet euch nicht!“, das heißt schließlich: Schaut nach vorn! Gott wird heute Heil an euch tun, sagt Mose.

„Fürchtet euch nicht!“ – ich beginne, die Furcht loszuwerden, wenn ich den Blick wende, nach vorne, auf Neues. Eine Woche Blick wenden und nach vorne schauen, so beginnt Gottes Heil an uns in den kommenden Tagen.

Autor: Jörg Schmidt

 

04.03.2020



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