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für den 29.05.2022

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Friedhöfe in Solingen

„Garten der Hoffnung“ auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße

Die Evangelische Kirche in Solingen reagiert auf die Veränderung der Friedhofskultur und richtet eine Gemeinschaftsgrabstätte mit Gartencharakter ein. Bestattungen sind in Staudenbeeten oder am Fuße der Bäume möglich.

Lebendiger Ort der Trauer: der neue „Garten der Hoffnung“ auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße Lebendiger Ort der Trauer: der neue „Garten der Hoffnung“ auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße

Ein kleiner, gepflasterter Pfad führt in den Garten der Hoffnung – hindurch unter einem Rosenbogen, vorbei an frischem Rasen und neuen Bäumen bis zum Kreuz. „Wir wollten hier einen besonderen Ort schaffen“, sagt Pfarrer Christian Lerch, Vorsitzender des Verbands Evangelischer Kirchengemeinden in Solingen, zu dem auch die neue Anlage auf dem Evangelischen Friedhof Grünbaumstraße gehört. Hier ist bereits im Sommer 2021 der „Garten der Hoffnung“ entstanden – eine Gemeinschaftsgrabstätte für Urnen. Mit einer schlichten Tafel erinnert der Verband an diesem Ort an die christliche Hoffnung auf Auferstehung. Die Fachleute haben Zierkirschen und Blutpflaumen gepflanzt und Stauden auf speziell vorbereitete Pflanzeninseln gesetzt. Und am Ende hat das ehemalige Turmkreuz der Evangelischen Stadtkirche in Solingen an diesem besonderen Ort der Hoffnung einen Platz gefunden: Es war während des Sturms Kyrill 2007 von der Kirchturmspitze gestoßen worden und auf den Fronhof-Parkplatz gelandet – ohne dabei zu zerbrechen. Nun erzählt es auf dem neuen Areal des Friedhofs von stürmischen Zeiten und der christlichen Hoffnung.

Doppelte Stärke
 

Mit der neuen Gemeinschaftsgrabstätte reagiert die Evangelische Kirche auf eine veränderte Friedhofskultur. „Neue Grabformen wie die Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Friedhof Grünbaumstraße ermöglichen es den hinterbliebenen Menschen, für ihre verstorbene Angehörigen einen pflegefreien und gleichzeitig besonders gestalteten letzten Ruheort zu wählen“, sagt Pfarrerin Friederike Höroldt als Vorsitzende der „AG Friedhöfe“, die sich um die Weiterentwicklung der Friedhöfe im Evangelischen Kirchenkreis Solingen kümmert. Darin liege eine doppelte Stärke des neuen Angebots, glaubt Höroldt: Angehörige brauchen keine Grabstelle zu pflegen. Gleichzeitig bieten Orte wie der „Garten der Hoffnung“ aber einen besonderen Raum für die Trauer.

Kein anonymer Ort
 

Auf der Grünbaumstraße sorgen bei Bestattungen im „Garten der Hoffnung“ die Friedhofsmitarbeitenden dafür, dass die Namen der Verstorbenen zwischen Bäumen und Blumen ihren Platz finden – egal, ob sich Angehörige oder Menschen vor ihrem Tod einen Platz unter den Bäumen oder in den Staudenbeeten aussuchen. „Um die Bäume wird für jede Urne eine Grabplatte in den Rasen eingefügt“, erklärt Pfarrer Lerch, „die Beigesetzten in den Staudenbeeten erhalten eine Namensplakette auf der Natursteinstele.“

Mitten im Leben
 

Im Sommer könnte es im „Garten der Hoffnung“ dann summen und brummen. „Wir haben darauf geachtet, Pflanzen zu wählen, die hübsch und robust sind und gleichzeitig bienenfreundlich“, sagt Pfarrerin Höroldt, die den „Garten der Hoffnung“ an der Grünbaumstraße gemeinsam mit Susanne Dörken und Christoph Fischer von der evangelischen Friedhofsverwaltung maßgeblich mitgeplant hat. Angehörige und andere Besucher können so mitten im Leben, zwischen wachsenden Bäumen, summenden Insekten und blühenden Pflanzen auf der Bank mit Blick auf das Kreuz einen Platz zur Trauer, zum Erinnern und zum Trösten finden.

INFO
Für die Nutzungszeit von 20 Jahren im „Garten der Hoffnung“ wird aktuell eine Gebühr von 2014,60 Euro erhoben. Für die Pflege der Anlage wird in dieser Zeit gesorgt, auch die Kosten für Namensplakette oder Bodenplatte sind in dem Preis enthalten. Insgesamt bietet die neue Gemeinschaftsgrabstätte Platz für 80 Urnengräber – 32 von ihnen befinden sich unter den vier Bäumen, die 48 anderen Plätze liegen in den Pflanzeninseln im Garten.

Theresa Demski

 

28.10.2021



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