Losung

für den 27.09.2021

Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.

Psalm 119,67

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Service

Grußwort von Superintendentin Dr. Werner und Fotoimpressionen

Deutschland singt!

Aus Anlass des 30. Jahrestags der Wiedervereinigung fanden an vielen Orten bundesweit musikalische "Danke-Demos" unter dem Motto "Deutschland singt!" statt. Auch in Solingen. Wir dokumentieren das Grußwort von Dr. Werner und zeigen ein paar Bilder.

Grußwort von Superintendentin Dr.Ilka Werner
am 3. Oktober 2020 neben der Dorper Kirche

Herzlich willkommen, schön, dass Sie da sind! Dass wir uns hier treffen können und treffen, heute Abend am Tag der deutschen Einheit, das ist doppelt schön und doppelt wichtig.

Es ist doppelt schön: Einmal, weil es trotz Corona möglich ist, heute hier gemeinsam zu singen. Sorgfältige Organisation durch Stephanie Schlüter und das Gesundheitsamt hat es möglich gemacht. Und dann, weil nicht nur wir hier zusammen singen, sondern auch andere in Solingen, in Gräfrath und in Löhdorf an der Friedenskirche, und im ganzen Land und in allen Bundesländern - überall sind Menschen zusammen, um jetzt, gleichzeitig, alle um sieben Uhr, dieselben zehn Lieder singen. Wegen dieser doppelten Gemeinschaft ist es doppelt schön, dass wir hier sind.

Und es ist doppelt wichtig: Einmal, weil wir in diesem Jahr der Corona-Pandemie gespürt und begriffen haben, wie sehr wir Gemeinschaft und Begegnungen brauchen. In der Zeit der Kontaktsperre haben wir erkannt, dass wir auch die öffentlichen Plätze und Räume brauchen und die Begegnung mit Anderen und Andersdenkenden, die nur da stattfindet. Und dann, weil wir spüren, wie sehr die Gesellschaft auseinanderfällt, in arm und reich, immer noch in Ost und West, in die, die immer schon hier waren, und die, die neu hergekommen sind, in verschiedene Religionen und Weltanschauungen, in verschiedene politische Überzeugungen, in Fußballfans und Sportmuffel. So viele leben in ihrer Blase und Echokammer. Da ist es eine bleibende Aufgabe, Gesellschaft zu gestalten und Begegnungen aktiv zu fördern. Eine Aufgabe auch für die Kirche. Das wird nicht fertig, auch 30 Jahre nach der Widervereinigung nicht. Das ist eine bleibende Aufgabe. Weil Begegnung jetzt in Corona-Zeiten und überhaupt und immer eine Aufgabe ist, die aktiv angepackt werden muss, ist es doppelt wichtig, dass wir jetzt hier sind.

Schon die Bibel kennt Lieder und Psalmen, die wichtige Ereignisse in der Geschichte des Volkes Israel besingen oder die sich mit diesen Ereignissen verbinden: „Lasst uns Gott singen, denn er hat eine herrliche Tat getan“, so klingt der älteste Refrain, das Mirjamlied, gesungen, nachdem Israel sicher durchs Schilfmeer gezogen und den nachjagenden Feinden entkommen war. Lieder wie dieses halten die Erinnerung an die Vergangenheit lebendig, sie machen Mut für die Zukunft und schaffen in der Gegenwart Verbindung zwischen den Menschen. Das haben auch die erfahren, die 1989 bei den Friedensgebeten und Montagsdemos vor der Wende dabei waren. Und das können wir heute abend miteinander erfahren. Darum: Danke, dass Sie gekommen sind.

 

08.10.2020



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