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für den 18.08.2019

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Grußwort von Superintendentin Dr. Ilka Werner zum Jahresbeginn 2015

„Gotteskindschaft muss sich sichtbar bewähren“

 Der Glaube an Gott als Vater und Mutter muss sich bewähren – auch im Umgang mit denen, die als Flüchtlinge oder Eingewanderte mit uns leben. Das betont Superintendentin Dr. Ilka Werner in ihrem Grußwort zum Jahreswechsel.

Superintendentin Dr. Ilka Werner Superintendentin Dr. Ilka Werner

„Seht doch, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat:
Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es tatsächlich. Aber die Welt weiß nicht, wer wir sind.“
1. Johannesbrief 3,1

 

Die Tatsache der Gotteskindschaft ist eine Tatsache des Glaubens: Wir sind Gottes Kinder, Kinder unseres Schöpfers. Gott ist uns Vater, Mutter, Eltern. Es gibt etwas, an dem wir die Tatsächlichkeit der Gotteskindschaft erkennen können: am Umgang mit den anderen. Die anderen – sie sind auch alle Gottes Kinder, Kinder des Schöpfers. Auch die, die wir lieber nicht zu Geschwistern hätten, auch die sind Gottes Kinder. Und eben unsere Geschwister.

Mit den anderen Geschwistern sollen wir so umgehen, dass die Verwandtschaft sichtbar wird. Wir müssen sie nicht immer liebhaben. Aber wenn eines von ihnen in Not oder Gefahr ist, wenn Mann oder Frau oder Kind irgendwo Hilfe braucht, dann darf es nicht eine Sekunde bezweifelt werden, dass wir zuständig sind und gefragt. Wenn es hart auf hart kommt, muss sich Geschwisterschaft sichtbar bewähren. Indem wir Grenzen und Türen öffnen, indem wir teilen, was wir haben, indem wir die, die anklopfen, willkommen heißen: Reichtum und ein sicheres Land und warme Wohnungen und stabile Häuser und gefüllte Vorratskammern – das ist alles unser gemeinsames Erbe. Auf das die anderen Geschwister auch Anspruch haben.

Wir werden nicht räsonieren, dass es einen Teil der Welt gäbe, der Abendland hieße und nur für Christen und Christinnen Heimat sei, und für andere allenfalls ein zeitlich begrenzter Arbeitsplatz. Wir werden nicht so reden können und wollen, sondern denen, die es in unseren Tagen auf den Straßen behaupten, widersprechen. Und wir werden denen, die von so genannten patriotischen Europäern herausgebrüllt werden sollen, immer wieder sagen: Ihr seid uns willkommen! Ihr seid unsere Geschwister! Ihr gehört hierher und seid hier zuhause! Wir lassen uns das nicht ausreden, dass wir alle Gottes Kinder sind und die Welt unser gemeinsames Erbe ist.

Denn das mit der Gotteskindschaft und unserer Verwandtschaft mit Gott ist nicht nur eine schöne Metapher, sondern eine Tatsache: in der Sprache der alten Theologie eine „Heilstatsache“ – eine Tatsache also, die unser Heil begründet. Wir müssen es nur wollen. Und uns hineinglauben in diese Tatsächlichkeit und was aus ihr folgt, was sie uns tun und lassen macht und was sie uns zu werden zutraut.

 

30.12.2014



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