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für den 26.09.2020

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Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria

Moria: Jetzt handeln nach Jahren des Wegschauens!

Seit Jahren weist auch unsere Kirche auf das Leid der Geflüchteten im Lager Moria auf Lesbos hin. Jetzt ist das Lager völlig niedergebrannt. Horst Koss, Vorsitzender des Ausschusses für Zuwanderung, beschreibt, was jetzt zu tun ist.

<strong>Horst Koss (rechts) war zuletzt im August 2019 im Camp Moria, um eine Spende an den Verein Siniparxi zu übergeben, der sich auch jetzt vor Ort um die Geflüchteten kümmert.</strong> LupeHorst Koss (rechts) war zuletzt im August 2019 im Camp Moria, um eine Spende an den Verein Siniparxi zu übergeben, der sich auch jetzt vor Ort um die Geflüchteten kümmert.

Horst Koss zu den notwendigen Konsequenzen nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria

Zweimal waren meine Frau und ich in den letzten Jahren auf der griechischen Insel Lesbos. Vor Ort haben wir Gespräche mit ehrenamtlichen Helfer*innen geführt und sahen das Leid und die menschenunwürdigen Verhältnisse im Lager. Im letzten Jahr haben wir von dem hoffnungslos überfüllten Lager berichtet. In Veranstaltungen, wie z. B. dem Abend der Begegnung, haben wir unter dem Titel „Was ist los mit Dir, Europa?“ dringende politische Lösungen gefordert.

Die Feststellung, die jetzige Brandkatastrophe war eine Katastrophe mit Ansage, ist leider zutreffend. Nun gilt es, keine weitere Zeit für politische Entscheidungen zu verlieren. Jetzt muss nach Jahren des Wegsehens gehandelt werden.

Ich schließe mich dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, und seiner Forderung an: „Wir erwarten vom Bundesminister des Innern, sich den Angeboten von Bundesländern und Kommunen, Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufzunehmen, nicht länger zu widersetzen.“

Unsere Bereitschaft zur Aufnahme in Solingen ist durch den Beschluss des Rates der Stadt Solingen dokumentiert. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hatte den Rat zuvor darum gebeten. Die Urkunden über den Beitritt zum „Bündnis Sichere Häfen“ tragen die Unterschriften von Superintendentin Dr. Werner und Oberbürgermeister Kurzbach. Das Bündnis solidarisiert sich mit allen Menschen auf der Flucht und fordert deren menschenwürdige Aufnahme.

Das Jahr 2015 und die nachfolgenden Jahre haben gezeigt: Wir können in den Gemeinden im Kirchenkreis Hilfsnetze organisieren und spannen. Alle zehn Gemeinden haben daran mitgewirkt.

Aber bis jetzt fehlt die politische Legitimation für Aufnahmen und die nötige finanzielle Ausstattung. Vom Ministerpräsident unseres Bundeslandes, Armin Laschet, der sich vor kurzem erst persönlich ein Bild von den katastrophalen Lagerverhältnissen gemacht hat, ist zu erwarten, dass in Verhandlungen mit dem Bund den aufnehmen Kommunen die Erstattung der mit der Aufnahme verbundenen Aufwendungen zugesagt wird.

Den leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche in Deutschland und den Landeskirchen rufe ich mit Berufung auf das Matthäusevangelium zu, geschwisterlich deutlich Position gegenüber den katholischen Bischöfen in Polen und Ungarn zu beziehen: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40)

Horst Koss, Vorsitzender des Fachausschusses für Zuwanderung, Integration und Flüchtlingsfragen des Evangelischen Kirchenkreises Solingen

Diakonisches Werk Solingen bittet um Spenden für Soforthilfen

Nach dem Brand im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos bittet die Flüchtlingshilfe Lesbos beim Diakonischen Werk Solingen dringend um finanzielle Unterstützung für die vor Ort seit Jahren tätige Hilfsorganisation Synyparxi. Diese Hilfsorganisation organisiert vor Ort auf der Insel die Akuthilfe der zurzeit obdachlosen Geflüchteten und ist schon seit langem Partnerin des Diakonischen Werkes Solingen vor Ort.

Nähere Informationen gibt es hier.

Spendenkonto: Diakonisches Werk des Ev. Kirchenkreises Solingen, Stichwort „Lesbos“ bei der Stadtsparkasse Solingen (IBAN: DE45 3425 0000 0000 0288 03).

Kontakt:  Konstantin Eleftheriadis zur Verfügung (Telefon: 0212 287225, Mail: konstantin.eleftheriadis@evangelische-kirche-solingen.de).

 

10.09.2020



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