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Herbstsynode 2012 hat getagt

Dr. Ilka Werner wird neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen

Die Synode des Kirchenkreises hat heute Pfarrerin Dr. Ilka Werner zur neuen Superintendentin und Nachfolgerin von Klaus Riesenbeck gewählt. Die Theologin konnte sich über ein ausgezeichnetes Wahlergebnis freuen.

Erfahrene Pfarrerin: Dr. Ilka Werner (Foto: Kurt Kosler) LupeErfahrene Pfarrerin: Dr. Ilka Werner (Foto: Kurt Kosler)

Mit überwältigender Mehrheit hat die Solinger Synode die Neusser Pfarrerin Dr. Ilka Werner zur neuen Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen gewählt. Mit 62 von 64 abgegebenen Stimmen war die Zustimmung überwältigend. Auch der langanhaltende Beifall im Stehen, mit dem die ansonsten eher nüchternen Synodalen die Verkündung des Wahlergebnisses quittierten, zeigte, wie groß der Vertrauensvorschuss ist, den die Synodalen ihrer zukünftigen Superintendentin entgegenbringen. „Ich freue mich sehr über dieses tolle Ergebnis, weil Frau Dr. Werner damit über viel Rückenwind für ihren Start in Solingen verfügt“, erklärte anschließend Hans Wilhelm Ermen, der als kommissarischer Superintendent noch bis zur Amtseinführung des neuen Kreissynodalvorstands die Geschäfte des Kirchenkreises leiten wird. Diese ist für den kommenden Februar geplant.

Zuvor hatte sich die 48-jährige Theologin am Freitagabend den Synodalen vorgestellt. „Wenn Sie mich zu Ihrer Superintendentin wählen, werde ich mich um viel Präsenz in den Gemeinden bemühen“, versprach sie. „Ich möchte nicht nur kommen, wenn es irgendwo brennt, sondern auch den Alltag der Gemeinden teilen.“ Gerne wolle sie sich auch in die Debatten in der Solinger Öffentlichkeit einmischen: „Ich möchte mich als evangelische Stimme in Solingen zu Gehör bringen, insbesondere dann, wenn es darum geht für Menschen einzutreten, die selber nicht gehört werden.“ Den zehn Gemeinden, den rund 80 Mitarbeitenden des Kirchenkreises sowie den 30 Pfarrerinnen und Pfarrern versprach sie einen „kollegialen, aber verbindlichen“ Leitungsstil: „Ich mag keine einsamen Entscheidungen, aber mir ist wichtig, dass verabredete Vereinbarungen auch wirklich umgesetzt werden.“

Einer der ersten Gratulanten war Synodalassessor Hans Wilhelm Ermen (Foto: Kurt Kosler). LupeEiner der ersten Gratulanten war Synodalassessor Hans Wilhelm Ermen (Foto: Kurt Kosler).

Dr. Ilka Werner ist eine auch in der Gremienarbeit erfahrene Pfarrerin. Seit 14 Jahren arbeitet sie an einem Berufskolleg in Neuss. Seit 2008 ist sie dort außerdem Vorsitzende des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden. Für die Evangelische Kirche im Rheinland ist sie seit 2003 im Ständigen Theologischen Ausschuss aktiv, den sie seit 2009 als Vorsitzende leitet. Seit 2005 ist sie außerdem Mitglied der Landessynode. 1999 hat sie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal mit einer Doktorarbeit über die Theologen Calvin und Schleiermacher promoviert.

Mit der Wahl von Dr. Ilka Werner wurde heute auch ein Stück rheinischer Kirchengeschichte geschrieben. Solingen ist der erste Kirchenkreis der Evangelischen Kirche im Rheinland, der das Superintendentenamt nicht aus den Reihen des eigenen Pfarrkollegiums besetzt. Die interne Besetzung sowie die Amtsführung im Nebenamt galten in der Landeskirche bis vor kurzem als eiserne Regel. Erst vor wenigen Monaten hatte die Landessynode nach jahrelangem Diskussionsprozess die Möglichkeit eröffnet, das Amt über die Kirchenkreisgrenzen hinaus auszuschreiben und im Hauptamt zu führen.

Die Synode spendete viel Beifall für die zukünftige Superintendentin und für den scheidenden Synodalassessor (Foto: Kurt Kosler). LupeDie Synode spendete viel Beifall für die zukünftige Superintendentin und für den scheidenden Synodalassessor (Foto: Kurt Kosler).

Neben dem Superintendentenamt wurden auch drei weitere Positionen im siebenköpfigen Kreissynodalvorstand sowie vier der sechs Stellvertreterposten neu besetzt: Zum neuen Synodalassessor und stellvertretenden Superintendenten wurde der Pfarrer für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Thomas Förster, gewählt. Zu Synodalältesten wurden die Medizinerin Dr. Irmela Müller-Stöver und der Jurist Dr. Horst Butz wiedergewählt. Der Gräfrather Pfarrer Axel Stein, der Dorper Pfarrer Jo Römelt, der Ökonom Friedhelm Kampf (Wald) sowie die Pädagogin Claudia Mix (Luther-Kirchengemeinde) wurden von der Synode zu stellvertretenden Mitgliedern gewählt. Der Kreissynodalvorstand ist das höchste Leitungsgremium des Kirchenkreises zwischen den Synodaltagungen. Der bisherige Synodalassessor und kommissarische Superintendent, Pfarrer Hans Wilhelm Ermen, stand nicht mehr zur Wiederwahl, weil er im kommenden November in den Ruhestand geht. Die Synode dankte dem Rupelrather Pfarrer, der im April nach dem plötzlichen Wechsel des Superintendenten Klaus Riesenbeck nach Düsseldorf, plötzlich dessen Amtsgeschäfte übernehmen musste, mit langanhaltendem Applaus für seinen zuverlässigen und engagierten Dienst am Kirchenkreis.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden weitere Weichen für ein neues zentrales Verwaltungsamt der Evangelischen Kirche in Solingen gestellt. Hier sollen die vier bislang eigenständigen Verwaltungen zusammengeführt werden. Die Synode beschloss einstimmig, dass die Umstellung ohne Stellenabbau mit allen derzeitigen Mitarbeitenden vollzogen werden soll. Auch der Haushalt für das kommende Jahr wurde von den 71 Synodalen verabschiedet. So rechnen die zehn evangelischen Gemeinden Solingens mit insgesamt 12,7 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen für 2013 (2012: 11,5 Mio). Davon gehen rund eine Million Euro an den Kirchenkreis. Insgesamt hat der Haushalt des Kirchenkreises mit seinem Diakonischen Werk einen Umfang von 4,7 Mio. Euro.

 

Thomas Förster / 10.11.2012



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