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für den 13.08.2020

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Herbstsynode 2019 hat getagt

Diakonie, Seenotrettung und die Zukunft des Kirchenkreises

Zu ihrer Herbstsynode kamen die Vertreter der evangelischen Gemeinden und Arbeitsgebiete in diesem Jahr in Merscheid zusammen. Auf der Tagesordnung standen Diakonie, der Haushalt 2020 und der Bericht der Superintendentin. Auch OB Tim Kurzbach war zu Gast.

OB Tim Kurzbach vor der Synode. OB Tim Kurzbach vor der Synode.

Die Diakonie in Solingen war das inhaltliche Hauptthema der heute im Evangelischen Gemeindezentrum Merscheid zu Ende gegangenen Herbsttagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. „Für die allermeisten Synodalen gehören Diakonie und Kirche, Diakonisches Werk und Kirchengemeinden in Solingen untrennbar zusammen“, bilanzierte Diakoniepfarrer Joachim Römelt die Werkstattgespräche zur Aufstellung der Diakonie in Solingen. Das Diakonische Werk (DW) arbeitet in Solingen, anders als in anderen Regionen, in denen es als eigenständige gemeinnützige GmbH organisiert ist, unter dem Dach und der Trägerschaft des Kirchenkreises. Die Synode an diesem Wochenende gab keinen Anlass, das zu ändern. Trotzdem wird sich der evangelische Wohlfahrtsverband möglicherweise an der einen oder anderen Stelle neu ausrichten. Das kündigte die neue Geschäftsführerin Ulrike Kilp an, die am 1. Oktober ihren Dienst angetreten hat und ab dem neuen Jahr die Einrichtung alleine leiten wird: „Wir werden uns im nächsten Jahr intensiv mit der Zukunft unseres Werkes beschäftigen.“

Erste Eindrücke der neuen Geschäftsführerin

Kilp dankte den beiden bisherigen Geschäftsführenden, Horst Koss, der schon im März in den Ruhestand ging, und Friederike Stratmann, die im Dezember verabschiedet werden wird: „Dass unser Diakonisches Werk so gut aufgestellt ist, verdanken wir meinen beiden Vorgängern. Sie haben es geschickt ausgebaut und gesund heranwachsen lassen.“ Am 39. Tag in ihrem neuen Amt gab Kilp den Synodalen einen Einblick in ihre ersten Erfahrungen in Solingen. Dabei kritisierte sie unzureichende Rahmenbedingungen für die Betreuung von Schulkindern, die sie bei einem Antrittsbesuch im Offenen Ganztag wahrnehmen musste: „In armen Kommunen sind mitunter auch die Kinder und ihre Eltern arm dran.“ Gleichzeitig zeigte sie sich beeindruckt von der hohen Kompetenz und dem Engagement der DW-Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach unterschreibt im Namen der Stadt Solingen die Potsadmer Erklärung. LupeOberbürgermeister Tim Kurzbach unterschreibt im Namen der Stadt Solingen die Potsadmer Erklärung.

Solingen wird "Sicherer Hafen"

Im Rahmen der Synode unterzeichnete Oberbürgermeister Tim Kurzbach die „Potsdamer Erklärung“ und damit den Beitritt der Stadt Solingen zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“. Damit entsprach der Oberbürgermeister im Namen des Rates der Stadt Solingen einer Bitte, die die Synode bei ihrer letzten Tagung am 28. und 29. Juni 2019 an die Stadt gerichtet hatte. Das Bündnis deutscher Städte setzt sich für politische Initiativen und konkrete Hilfen zur Aufnahme in Seenot geratener geflüchteter Menschen ein. In einer kurzen Ansprache dankte Kurzbach den Vertreterinnen und Vertretern des Kirchenkreises, die in Besuchen bei allen Ratsfraktionen für den Beitritt geworben hatten.Am 26. September 2019 war er mit großer Mehrheit vom Rat der Stadt Solingen beschlossen worden. Gleichzeitig mahnte deer Oberbürgermeister die Synodalen, im Engagement für eine gute Integration in Solingen aufgenommener geflüchteter Menschen nicht nachzulassen. Er rief sie dazu auf, sich im heftiger gewordenen Streit um die Zukunft unserer Gesellschaft mit einer klaren christlichen und solidarischen Haltung einzubringen: „Demokratie ist kein Schaukelstuhl, sondern wir müssen hart dafür arbeiten!“ Auch das Naziregime der 1930er und 1940er Jahre sei nicht vom Himmel gefallen. Aber die Menschen von heute müssten aus den Fehlern von damals lernen.

Superintendentin Dr. ilka Werner vor der Synode. Superintendentin Dr. ilka Werner vor der Synode.

Bericht der Superintendentin

Auch Superintendentin Dr. Ilka Werner zeigte sich in ihrem jährlichen Bericht vor den rund 70 Synodalen besorgt über „einen zunehmend rau und hasserfüllt werdenden politischen Umgangston und eine wachsende Gewaltbereitschaft“. Bestimmte Menschengruppen würden stigmatisiert und Hass und Gewalt ausgeliefert. Solches Denken greife aber die biblische Botschaft im Kern an, nach der alle Menschen Geschöpfe Gottes seien. Werner: „Alle Spielarten von Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Feindlichkeit gegen Menschengruppen sind mit der Bibel nicht zu haben!“ Werner versprach, dass sich die Evangelische Kirche in Solingen auch weiterhin für die Menschenwürde und für eine demokratische und friedliche Gesellschaft einsetzen werde: „Ich bitte darum alle, nicht müde zu werden, die Menschenfreundlichkeit Gottes weiterzusagen und unsere Gemeindehäuser und Kirchen als Orte der Diskussionen und Debatten anzubieten.“
Die Superintendentin formulierte in ihrem Bericht auch eine persönliche Vision für die Evangelische Kirche Solingen 2030. Im bisherigen System hätten bedingt durch den mittelfristig notwendigen fortschreitenden Abbau von Pfarrstellen in zehn Jahren sechs von zehn Solinger Gemeinden keinen Anspruch auf eine ganze Pfarrstelle mehr. Auch die Finanzierung anderer kirchlicher Personalstellen und der Erhalt notwendiger Gebäude durch einzelne Gemeinden allein werde aufgrund zurückgehender Finanzen zunehmend schwierig. Vor diesem Hintergrund plädierte Werner dafür, einen Teil der gemeindlichen Verantwortung und Finanzkraft auf den Kirchenkreis zu verschieben. Nicht einzelne Gemeinden allein sollten die Verantwortung für langfristiges finanzielles Engagement tragen, sondern die Gemeinschaft der Gemeinden. Der Kreissynodalvorstand bat die Gemeinden in ihren Presbyterien über dieses Zukunftsszenario zu diskutieren. In den kommenden fünf Jahren sollen die notwendigen Entscheidungen getroffen werden.
Zum vollständigen Bericht geht es unten.

Haushalt auf dem Niveau des Vorjahres

Auf ihrer Tagung verabschiedete die Synode außerdem den Haushalt für 2020. Darin wird für die Arbeitsgebiete des Kirchenkreises und seines Diakonischen Werks mit Ausgaben in Höhe von 5,48 Mio. Euro geplant. Dagegen stehen Einnahmen in Höhe von lediglich 5,35 Mio. Euro. Darunter werden 1,02 Mio. Euro an Kirchensteuereinnahmen erwartet (plus 4.000 Euro im Vergleich zu 2019). Der restliche Betrag setzt sich vor allem aus öffentlichen Erstattungen für die soziale und pädagogische Arbeit im Diakonischen Werk zusammen. Der Kirchenkreis plant darum für das kommende Jahr mit einem Defizit in Höhe von 127.000 Euro. Dieser Betrag soll aus Rücklagen ausgeglichen werden. Allerdings würden Einnahmen und Ausgaben im Evangelischen Kirchenkreis Solingen traditionell sehr konservativ geplant, erläuterte Rainald Rasemann für den Kreissynodalvorstand. In den letzten Jahren hätten darum trotz geplanter Defizite die kreiskirchlichen Bilanzen ausgeglichen oder mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden können.

Die zehn Gemeinden des Kirchenkreises haben je eigene Haushalte, die von den Presbyterien verabschiedet werden. Hier werden weitere 11,73 Mio. Euro aus Kirchensteuern erwartet. Insgesamt rechnen der Kirchenkreis und seine zehn Gemeinden im kommenden Jahr also mit 12,75 Mio. Euro.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss die Synode, bei der Kirchenleitung die Wiederbesetzung der hauptamtlichen Superintendentinnenstelle ab 2021 zu beantragen. Die laufende Amtszeit von Superintendentin Dr. Ilka Werner läuft im Frühjahr 2021 aus. Die Theologin hat bereits angekündigt, für eine Wiederwahl zu kandidieren. Allerdings muss die Stelle nach den Vorgaben der Landeskirche auch bei einer möglichen Wiederwahl offen ausgeschrieben werden.

Diakoniegeschäftsführerin Ulrike Kilp

Verwaltungsleiterin Christiane Weil berichtet über Entwicklungen im Verwaltungsamt.

Wurde nach 33 Jahren Zugehörigkeit zur Synode verabschiedet: Pfarrer Hartmut Schneider.

Auch die dienstälteste Synodale, Dr. Irmela Müller-Stoever, bekam Blumen auf ihrer letzten Synode.

 

09.11.2019



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