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für den 25.08.2019

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Bericht von Superintendentin Dr. Ilka Werner auf der Herbstsynode

„Den Frieden vorbereiten, Flüchtlinge willkommen heißen“

 Am Wochenende hat Superintendentin Dr. Ilka Werner ihren Synodalbericht gehalten. Darin sprach sie sich für ein klares evangelisches Bekenntnis zum Konzept des gerechten Friedens aus.

Superintendentin Dr. Ilka Werner. Superintendentin Dr. Ilka Werner.

In ihrem Bericht vor der an diesem Wochenende tagenden Synode des Kirchenkreises forderte sie ihre Kirche dazu auf, zu „bezeugen, dass Gottes Wille und Plan Frieden ist und dass der Krieg sie zu stören und zu zerstören drohe“. Christinnen und Christen seien frei, ohne realpolitische Rücksichtnahmen Gottes Willen zum Frieden in die Welt zu sagen und sich kompromisslos dafür einzusetzen, denn sie könnten fest darauf vertrauen, dass Gott selber für die Welt und ihr Heil sorge und das Heil der Welt am Ende nicht vom Erfolg politischen Kalküls abhänge. Der geläufigen politischen Regel, nach der, wer den Frieden wolle, erst den Krieg vorbereiten müsse, erteilte die Theologin eine Absage. Werner: „Wenn du Frieden willst, bereite den Frieden vor.“ Ausdrücklich unterstützte sie in ihrem Vortrag die Thesen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Konzept des gerechten Friedens „mit seinen Elementen Schutz von Gewalt, Abbau von Not, Förderung der Freiheit und Anerkennung kultureller Verschiedenheit“.

Auch auf die aktuellen Debatten um eine angemessene Reaktion auf den Vormarsch des so genannten IS in Syrien und im Irak ging Werner ein: „Entscheidend ist jetzt nicht die Frage der Waffenlieferung in den Irak. Entscheidend ist, dass wir auf Dauer den Waffenhandel beenden.“ Anstelle von kurzfristigem Aktionismus sei geduldiges Engagement vonnöten: Friedensmissionen müssten dauerhaft finanziert und unterstützt werden, statt erst so lange zu warten, bis aus einem Konflikt ein Krieg wird.

In ihrem Bericht brachte die Superintendentin auch die Situation der Flüchtlinge in Solingen zur Sprache: „Teil des lokalen Friedenstiftens muss das Engagement für Flüchtlinge sein.“ Werner versprach, dass sich die Evangelische Kirche in Solingen hier stärker engagieren werde: „Wir wollen als evangelische Gemeinden und Kirche Möglichkeiten finden, die herkommenden Menschen willkommen zu heißen und hier nicht allein zu lassen.“

Unter anderem sprach Werner auch über die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die Evangelische Kirche in Solingen aufgrund zukünftig abnehmender Finanzkraft. Über neue Gemeindegrenzen und Gemeindefusionen müsse nachgedacht werden. Es sei an der Zeit, „herauszufinden, wie ein geistliches Profil anders gewahrt werden kann als durch gemeindliche Selbständigkeit“. Entscheidend, so die Superintendentin, sei nicht der Einsatz für gewohnte Strukturen, sondern für den Auftrag der Kirche in dieser Stadt: „Wie formulieren wir heute in Solingen die Botschaft von Gottes Gnade an alle Menschen? Was müssen wir anbieten, um die Kerngemeinde, die Distanzierten, die Ausgetretenen und die Nicht-Religiösen zu erreichen? Wie kommen wir in Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen oder mit verschiedenen Milieus?“ Diesem Dialog soll auch ein „Runder Tisch der Religionen“ dienen, der sich in Vorbereitung befindet und zusätzlich zu den bestehenden interreligiösen Gesprächskreisen den direkten Austausch leitender Vertreter der Religionsgemeinschaften ermöglichen soll.

 

08.11.2014



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