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für den 18.08.2019

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Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat getagt

„Jesus Christus begegnet uns heute als Flüchtlingsfrau“

Die Herbsttagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen ist heute (07.11.2015) zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen zukünftige Herausforderungen der Evangelischen Kirche in Solingen und die Unterstützung von Flüchtlingen.

"Gott ergreift Partei für Flüchtlinge": Superintendentin Dr. Ilka Werner. "Gott ergreift Partei für Flüchtlinge": Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Die Hilfe für Flüchtlinge stand im Mittelpunkt der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, die am heutigen Samstag zu Ende gegangen ist. „Jesus Christus begegnet uns heute als die Flüchtlingsfrau, die gestern in Solingen angekommen ist!“, formulierte die Superintendentin des Kirchenkreises, Dr. Ilka Werner, in ihrem Bericht vor der Synode. Das Leben Jesu, der nach biblischem Zeugnis seine Kindheit als Flüchtlingsjunge im ägyptischen Asyl verbracht habe, zeige, dass Gott für Flüchtlinge Partei ergreife. Wer Jesus Christus da suchen wolle, wo er sich heute zeige, so die Theologin, fange an, das Nötige zu tun und Flüchtlingen zu helfen. Es sei darum wunderbar, „dass so viele in unseren Gemeinden laut und deutlich sagen: Welcome refugees, willkommen Flüchtlingsfrau!“ Der ganze Bericht von Superintendentin Dr. Werner ist im Wortlaut am Ende dieser Seite zu finden.

Berichtete über das Netzwerk für Flüchtlinge in Rupelrath: Pastorin Petra Schelkes. Berichtete über das Netzwerk für Flüchtlinge in Rupelrath: Pastorin Petra Schelkes.

Vertreter aus Solinger Gemeinden berichteten aus ihren konkreten Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe. Die Rupelrather Pastorin Petra Schelkes rief die Synodalen dazu auf, ihre Gemeindeveranstaltungen für geflüchtete Menschen zu öffnen, um Begegnungen zwischen Solingern und Flüchtlingen niedrigschwellig zu ermöglichen: „Wir haben in Rupelrath damit sehr gute Erfahrungen gemacht!“ Auch zahlreiche Patenschaften, in denen sich Gemeindemitglieder einzelner Menschen oder Familien annähmen, seien so entstanden. Mehr als 100 Ehrenamtliche der Gemeinde engagierten sich mittlerweile in zwei Erstaufnahmeeinrichtungen. Für die oftmals durch Krieg und Gewalt in ihrer Heimat sowie durch die brutalen Umstände ihrer Flucht traumatisierten Menschen sei diese menschliche Zuwendung extrem wohltuend, berichtete Schelkes. Sie schilderte allerdings auch bedrückende Erfahrungen in einer Registrierungseinrichtung der Bezirksregierung Arnsberg. Um die große Zahl von Menschen registrieren zu können, seien diese wie ein Massengut und bloß noch als logistisches Problem behandelt worden. „Die Menschlichkeit ging hier absolut verloren“, kritisierte die Rupelrather Pastorin.

Dank für das Engagement zugunsten von Flüchtlingen: Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Dank für das Engagement zugunsten von Flüchtlingen: Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Zuvor hatte der neue Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach in seinem Grußwort den evangelischen Gemeinden für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe gedankt. Kurzbach, der auch Vorsitzender des Diözesanrats im Erzbistum Köln ist, betonte die gemeinsame christliche Verantwortung für eine menschenwürdige Willkommenskultur in Solingen. Das Zeltdorf für mehrere hundert Bewohner müsste die Ausnahme bleiben. Stattdessen bat er die Gemeinden, angesichts der großen Herausforderungen noch einmal Möglichkeiten zur Aufnahme geflüchteter Menschen zu prüfen: „Es muss noch mehr gehen!“ Als Beispiel nannte er die Evangelische Kirchengemeinde Wald, die eines ihrer Gemeindehäuser zur Verfügung stellt, um dort ab Mitte November 59 Menschen aufzunehmen. Die dortigen Veranstaltungen, Gruppen und Kreise werden auf andere Gebäude verteilt. Diakonie Geschäftsführer Horst Koss regte an, auch über eigene Bauprojekte zur Errichtung von Aufnahmeplätzen nachzudenken.

In weiteren Tagesordnungspunkten hat die Synode beschlossen, dass es kurzfristig keine gravierenden Änderungen im Personalbestand geben soll. In der mittelfristigen Zukunft will man sich aber auf deutliche Veränderungen einstellen. So plant die Landeskirche für 2030 nur mit 13 und damit halb so vielen Pfarrstellen für Solingen.

Auch der Haushalt für das kommende Jahr wurde von den 70 Synodalen aus Gemeinden und Arbeitsfeldern des Kirchenkreises verabschiedet. So rechnen die zehn evangelischen Gemeinden Solingens aufgrund der anhaltend guten wirtschaftlichen Gesamtsituation mit insgesamt 13,0 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen für 2016 (2015: geplant 13,4 Mio). Davon gehen gut eine Million Euro an den Kirchenkreis für dessen Aufgaben. Insgesamt hat der Haushalt des Kirchenkreises mit seinem Diakonischen Werk einen Umfang von gut 6 Mio. Euro. Darin sind neben den Kirchensteuermitteln vor allem Erstattungen aus öffentlichen Mitteln für die soziale und pädagogische Arbeit im Diakonischen Werk enthalten.

Bereits gestern hatte die Synode in einer Zukunftswerkstatt über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen für die evangelischen Gemeinden und den Kirchenkreis in Solingen beraten.

 

07.11.2015



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