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für den 02.12.2020

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Herbstsynode tagte per Videokonferenz

Corona, Wahlen, Zukunft und der Haushalt 2021

Per Videokonferenz wählten die 69 Synodalen des Kirchenkreises am Wochenende Superintendentin Dr. Werner und viele andere in Ämter für die kommenden Jahre, verabschiedeten den Haushalt und verabredeten die nächsten Schritte im laufenden Zukunftsprozess.

Wie bereits im Sommer wurde die Stadtkirche Ohligs auch dieses Mal zum "Hauptquartier" der Synode. LupeWie bereits im Sommer wurde die Stadtkirche Ohligs auch dieses Mal zum "Hauptquartier" der Synode.

Dr. Ilka Werner bleibt Superintendentin in Solingen. Die Bereitschaft zahlreicher haupt- und ehrenamtlich engagierter Frauen und Männer aus den Gemeinden, für die Leitung des Kirchenkreises Verantwortung zu übernehmen bleibt hoch. Der Kirchenkreis bleibt auf dem eingeschlagenen Weg zur Klärung wichtiger Fragen über die zukünftige Struktur. Die Haushaltslage bleibt nicht nur wegen Corona angespannt. Und das Diakonische Werk beschreitet neue Wege, um den Menschen in der Klingenstadt zukünftig noch besser Hilfen anbieten zu können. Das sind in aller Kürze die Ergebnisse der am heutigen Samstagnachmittag zu Ende gegangenen Herbsttagung der Evangelischen Kirche in Solingen, die am 13. und 14. November als Videokonferenz stattfand.

Superintendentin berichtet über Corona

Am Freitag wurde Superintendentin Dr. Ilka Werner mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt. Zuvor hatte sie in ihrem jährlichen Bericht davon gesprochen, dass Corona Kirche und Gesellschaft gezeigt habe, „wie verwundbar, wie verletzlich wir sind“. Angesichts dieser Herausforderung habe sich die Kirche „digital neu erfunden und analog nicht aufgegeben“, erklärte die Theologin. Mitarbeitende aus Gemeinden, Kirchenkreis und Diakonie hätten „über die eigenen Kräfte hinaus Unmögliches möglich gemacht“. Gleichzeitig zeigte sich die Theologin aber auch nachdenklich angesichts mancher öffentlichen Kritik, die Kirche wäre abgetaucht. Es reiche nicht, diesen Vorwurf einfach pauschal zurückzuweisen, so Werner: nicht als „Kirche, für die Selbstkritik ein Identitätsmerkmal ist“. Den vollständigen Synodalbericht gibt es am Ende dieser Seite zum Nachlesen. Dort finden Sie auch den Text der Synodalpredigt von Pfarrer Chistof Bleckmann.

Laptop, Handy, Maske, Vorlagen in Papierform - Synodalältester Stefan Dalaff an seinem Arbeitsplatz für die Synode. LupeLaptop, Handy, Maske, Vorlagen in Papierform - Synodalältester Stefan Dalaff an seinem Arbeitsplatz für die Synode.

Kreissynodalvorstand neu gewählt

Nach der Superintendentin wurden am Freitagabend auch weitere Mitglieder des Kreissynodalvorstands (KSV) neu gewählt. Pressepfarrer Thomas Förster wurde ebenfalls mit großer Mehrheit in weitere acht Jahre als Synodalassessor (stellvertretender Superintendent) gewählt. Zu neuen Synodalältesten (nichttheologische Mitglieder des KSV) bestimmte die Synode Claudia Mix, Friedhelm Kampf (für je acht Jahre) und Rainald Rasemann (für vier Jahre). Alle drei gehören bereits seit Jahren stellvertretend dem Präsidium und geschäftsführenden Gremium der Solinger Kreissynode an. Ingrid Rust, Rainer Kirchner und Lukas Schrumpf wurden als neue stellvertretende Synodalälteste gewählt.

Kreiskirchliche Gremien besetzt

Weitere 164 Positionen in Fachausschüssen, Beiräten, Vorständen und Ämtern des Kirchenkreises besetzte die Synode am Samstag turnusgemäß mit Männern und Frauen aus den Kirchengemeinden. So wurde unter anderem Pfarrerin Michaela Röhr aus der Lutherkirchengemeinde zur neuen Vorsitzenden des Fachausschusses für kreiskirchliche Diakonie und Solinger Diakoniepfarrerin. Da sich die Evangelische Kirche im Rheinland von den Gemeinden aus aufbaut, erfolgt die Besetzung alle vier Jahre immer nach den Presbyteriumswahlen.

Absprachen über Zukunftsprozess

Hauptthema am Samstag war der Zukunftsprozess „Klingenkirche 2030“. In einer intensiv geführten Diskussion waren die Stimmen in der Mehrheit, die sich dafür aussprachen, Zuständigkeiten über die Verwendung von Kirchensteuermitteln und den Einsatz von Personal neu zu beschreiben. Hier könnten in der Zukunft Kompetenzen von den Gemeinden zur Synode wandern, um spätestens ab 2024 eine neue Regelung in Kraft zu setzen, die die flächendeckende Versorgung mit notwenigen Pfarrpersonen und anderen Mitarbeitenden in allen Regionen der Klingenstadt sicherstellt.

Diese Überlegungen sind notwendig, weil aufgrund zurückgehender Finanzen und ausbleibenden Nachwuchses für den Pfarrdienst die langfristigen Planungen der Landeskirche eine Reduzierung der Zahl der Pfarrstellen in Gemeinden und Kirchenkreis von jetzt knapp 20 auf dann nur noch gut 13 vorsieht. Hierbei werden die Pfarrstellen an Solinger Berufskollegs extra gerechnet. Nach dem jetzigen System stünde kleineren Gemeinden dann nicht einmal mehr eine halbe Pfarrstelle zu. Hier möchte die Synode eine möglichst solidarische Verteilung der Pfarrstellen gewährleisten. Solidarisch soll in Zukunft auch weiterhin die Verteilung von anderen Mitarbeitendenstellen, etwa in der Jugendarbeit, bei der Kirchenmusik oder im Sozialen Dienst, erfolgen. Der KSV wurde darum heute in der Synode gebeten, bis zur nächsten Tagung im März ein Konzept für eine veränderte Finanzsystematik vorzulegen. Die Gemeinden und kreiskirchlichen Gremien haben sich selber vorgenommen, die damit verbundenen Fragen in den kommenden Wochen mit Hochdruck weiter zu diskutieren. Die Entscheidung, ob sich die zehn Solinger Kirchengemeinden bis 2030 als Verband weiterhin selbständiger Gemeinden oder durch Fusion in drei Großgemeinden organisieren oder ob es auch zukünftig weiter bei der gegenwärtigen Aufstellung bleibt, soll danach bis spätestens 2024 erfolgen. Seit April 2017 finden auf Initiative des KSV in der Synode sowie zwischen den Gemeinden Gespräche zur Zukunft der Evangelischen Kirche in Solingen statt.

Dank von Superintendentin Dr. Werner (Mitte) an Annegret Pallasch und Pfarrer Jo Römelt für langjähriges Enagement als KSV-Mitglied, Auschussvorsitzende und Diakoniepfarrer (zum Vergrößern: Klicken!). LupeDank von Superintendentin Dr. Werner (Mitte) an Annegret Pallasch und Pfarrer Jo Römelt für langjähriges Enagement als KSV-Mitglied, Auschussvorsitzende und Diakoniepfarrer (zum Vergrößern: Klicken!).

Weniger Geld

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand wie immer im Herbst der Haushalt für das kommende Jahr. Darin wird für die Arbeitsgebiete des Kirchenkreises und seines Diakonischen Werks mit Ausgaben in Höhe von 5,82 Mio. Euro geplant. Dagegen stehen Einnahmen in Höhe von lediglich 5,6 Mio. Euro. Darunter werden knapp 0,95 Mio. Euro an Kirchensteuereinnahmen erwartet (minus 76.000 Euro im Vergleich zur Planung 2020). Der restliche Betrag setzt sich vor allem aus öffentlichen Erstattungen für die soziale und pädagogische Arbeit im Diakonischen Werk zusammen. Der Kirchenkreis plant darum für das kommende Jahr mit einem Defizit in Höhe von 225.000 Euro. Dieser Betrag kann aus Rücklagen ausgeglichen werden. Allerdings würden Einnahmen und Ausgaben im Evangelischen Kirchenkreis Solingen traditionell sehr konservativ geplant, erläuterte Rainald Rasemann für den Kreissynodalvorstand. In den letzten Jahren hätten darum trotz geplanter Defizite die kreiskirchlichen Bilanzen mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden können.

Die zehn Gemeinden des Kirchenkreises haben je eigene Haushalte, die von den Presbyterien verabschiedet werden. Hier werden weitere 11,02 Mio. Euro aus Kirchensteuern erwartet. Insgesamt rechnen der Kirchenkreis und seine zehn Gemeinden im kommenden Jahr also mit 11,97 Mio. Euro. Das ist coronabedingt etwa 1 Mio. weniger als im Vorjahr.

Weiterentwicklung des Diakonischen Werks

Schließlich wurden von der Synode neue Bereiche beim Diakonischen Werk auf den Weg gebracht. So soll die Öffentlichkeitsarbeit ebenso professionalisiert werden wie das kaufmännische Controlling. Außerdem wurde beschlossen, die ambulante Krebsberatung, die bislang vom „Tumorzentrum Solingen e.V.“ verantwortet wurde, unter das Dach des Diakonischen Werks zu holen. Der Vereinsvorstand hatte den Kirchenkreis darum gebeten.

Verabschiedungen

Im Rahmen der Synode verabschiedete Superintendentin Dr. Werner außerdem Annegret Pallasch nach 13 Jahren im KSV und zwölf Jahren als Vorsitzende des Nominierungsausschusses sowie Pfarrer Joachim Römelt nach mehr 16 Jahren als Solinger Diakoniepfarrer und Vorsitzender des Fachausschusses für kreiskirchliche Diakonie.

Alle Wahlen erfolgten per Online-Abstimmung.

Masken, Abstände und viele Blumen: Zur Gratulation an die alte und neue Superintendentin reihten sich die wenigen Anwesenden aus Kirche und Gemeindezentrum in eine Schlange.

Zum Durchhalten gab es für den Kreissynodalvorstand in der Stadtkirche Ohligs Obst, Wasser und Kerzen für Gottesdienst und Andacht.

Kirchenrat Pfarrer Markus Schaefer überbracht Grüße von der Landeskirche.

Synodalassessor Thomas Förster dankte der Superintendentin für ihren Bericht und ihren Dienst in Kirche und Stadt.

 

15.11.2020



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