Losung

für den 17.09.2021

Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine Seele!

Psalm 103,22

Gottesdienste
Gottesdienste

Jede Woche einen frischen Gottesdienst oder eine Andacht aus dem Evangelischen Kirchenkreis Solingen finden Sie auf unserem YouTube-Kanal "Klingenkirche".

Suchen Sie einen Gottesdienst in Ihrer Nähe?

Hier finden Sie Termine, Orte und Zeiten der Gottesdienste in den Gemeinden.

mehr
Newsletter

Sie möchten regelmäßig mit Informationen und Meinungen aus der Evangelischen Kirche in Solingen versorgt werden? Hier können Sie unseren 14-tägigen Newsletter abonnieren.

mehr
Kontakt

Möchten Sie wissen, zu welcher Gemeinde Sie gehören? Wer als Pfarrerin oder Pfarrer für Sie zuständig ist? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht.

mehr
Diakonie
Diakonie

Konkrete Beratung, praktische Hilfe und menschliche Zuwendung - mit diesem Angebot setzt sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises für die Menschen der Stadt Solingen ein.

mehr
Gemeinden
Gemeinden mehr
Service

Hochwasser: Notfallseelsorge bei den Menschen

Bis zum frühen Morgen im Einsatz

Mehr als 700 Solinger:innen wurden in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag  evakuiert. Auch Notfallseelsorger:innen kümmerten sich um die Menschen, deren Zuhause vom Hochwasser bedroht war und leisteten Erste Hilfe für die Seele.

In ihren violetten Dienstjacken waren die Notfallseelsorger:innen gut zu erkennen. In ihren violetten Dienstjacken waren die Notfallseelsorger:innen gut zu erkennen.

Es waren gegen 22.30 Uhr am Mittwochabend als Einsatzkräfte begannen, den Solinger Stadtteil Unterburg zu evakuieren. Weil Wupper und ein Nebenfluss sich immer reißender in den idyllischen Stadtteil ergossen, hatte der Krisenstab beschlossen, Bewohnerinnen und Bewohner des überfluteten Stadtteils in eine höhergelegene Grundschule zu bringen. Im Rahmen des Einsatzplans löste die Einsatzleitung der Feuerwehr auch Alarm für die Notfallseelsorge aus, die in Solingen vor allem von der Evangelischen Kirche getragen wird. Zwei Pfarrer, eine Pfarrerin, ein ehrenamtlicher Seelsorger und eine ehrenamtliche Seelsorgerin blieben bis zum frühen Morgen in der Grundschule sowie in der provisorisch durch das Deutsche Rote Kreuz mit Feldbetten ausgestatteten Schulturnhalle.

„Wir gingen von Raum zu Raum und boten den Menschen, die im Laufe des späten Abends und der Nacht zur Sammelstelle gebracht wurden, Gespräche an, um die Situation zu verarbeiten“, erklärt Pfarrer Klaus Hammes, der im Evangelischen Kirchenkreis Solingen auch Vorsitzender des Beirats für die Notfallseelsorge ist. Peter Binz war als ehrenamtlicher Notfallseelsorger vor Ort: „Wir hatten viele gute Gespräche.“ Auch Renate Tomalik war gegen Mitternacht nachalarmiert worden und bis gegen 5 Uhr als Notfallseelsorgerin aktiv. „Ich habe alle möglichen Reaktionen erlebt“, berichtet die Klinikpfarrerin, „einige waren völlig cool. Andere begegneten mir tief verzweifelt, manche haderten mit Gott.“ Magda Becker war als Ehrenamtliche ebenfalls in der Sporthalle vor Ort. Ein sechster Notfallseelsorger suchte in der Hauptfeuerwache das Gespräch mit Einsatzkräften, die besonders belastende Situationen erfahren hatten.

Um 12 Uhr am Donnerstag konnte auch die letzte Person mit ihrem Hund die Turnhalle der Grundschule verlassen. Nachdem die Pegelstände in Unterburg im Laufe des Tages kräftig gefallen waren, durften gegen Mittag die ersten Unterburger in ihre Häuser zurückkehren. Auch hier kümmerten sich eine Notfallseelsorgerin und ein Notfallseelsorger vor Ort. Der Solinger Krisenstab hatte sie gebeten, Menschen ein Gesprächsangebot zu machen, die nach ihrer Rückkehr verarbeiten mussten, welche Schäden das Hochwasser an ihrem Zuhause angerichtet hatte. Bis zum späten Nachmittag waren sie in ihren violetten Warnwesten mit dem gut lesbaren Schriftzug „Seelsorge“ im Stadtteil unterwegs.

 

16.07.2021



© 2021, Evangelische Kirche in Solingen
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung