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für den 23.08.2019

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1.Chronik 29,11

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Empfang zum Beginn des neuen Kirchenjahres

Werner warnt vor tiefen Gräben in der Gesellschaft

 Ihren jährlichen Empfang zum Beginn des Kirchenjahres feierten am letzten Freitagabend im November Kirchenkreis und Diakonisches Werk. Anlässlich von 500 Jahren Reformation hielt Superintendentin Dr. Ilka Werner selbst den Festvortrag.

"Fundamentalismus ist evangelisch nicht zu machen": Superintendentin Dr. Ilka Werner beim Jahresempfang 2016 in der Stadtkirche Mitte (Foto: Jörg Schmidt) Lupe"Fundamentalismus ist evangelisch nicht zu machen": Superintendentin Dr. Ilka Werner beim Jahresempfang 2016 in der Stadtkirche Mitte (Foto: Jörg Schmidt)

Die Evangelische Kirche könne wichtige Beiträge dazu leisten, die aktuell sichtbaren Risse in unserer Gesellschaft zu überbrücken. Das betonte die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner. In ihrer Rede auf dem diesjährigen Empfang zum Beginn des neuen Kirchenjahres am vergangenen Freitag, 25. November 2016, erklärte die Theologin, über der Diskussion um unseren Umgang mit Menschen, die bei uns Zuflucht gesucht haben, seien „tiefe Gräben in unserer Gesellschaft aufgebrochen, die wir vorher nicht wahrgenommen haben“. Die Diskussion um die Flüchtlinge, so Werner, hätten viele Probleme sichtbar werden lassen, nicht nur solche, die mit den zugewanderten Menschen zusammenhängen: „wie wenig die Integration der türkischen Zuwandererfamilien seit den 60er Jahren gelungen ist, wie groß die Angst vor Fremden und die Vorurteile ihnen gegenüber sind, wie stark die Verunsicherung der Menschen durch die Bankenkrise vor fast zehn Jahren nachwirkt, wie wenig der Wertewandel durch die antipatriarchalen Emanzipationsbewegungen in manchen Milieus verwurzelt ist, wie demütigend Armut in einem reichen Land ist.“ Die Kirche könnten hier helfen, „weil zu ihrer Identität die Flüchtlingsgeschichten der Bibel und der Reformationszeit gehören“. Sie hätten gelernt, mit Vielfalt und Vielgestaltigkeit umzugehen, und sie böten Menschen Räume für Gespräche über ihre Ängste und Erfahrungen und Orte für Begegnungen.

Eine Absage erteilte die Solinger Superintendentin allen Formen des Fundamentalismus: „Fundamentalismus ist evangelisch nicht zu machen.“ Die Reformation fordere vielmehr zu eigenem Nachdenken auf. Werner: „Evangelische Christenmenschen sollen lesen und nachdenken. Nicht nachplappern. Nicht fraglos glauben.“ Allerdings räumte sie ein, dass die Evangelische Kirche dem in ihrer Geschichte nicht immer nachgekommen sei.

Den vollständigen Wortlaut des Vortrags gibt es am Seitenende zum Nachlesen.

Zum fünften Mal richteten am Freitag, 25. November 2016, der Evangelische Kirchenkreis Solingen und sein Diakonisches Werk einen Empfang zum Beginn des neuen Kirchenjahres aus. Vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik, Ökumene, Wirtschaft und Gesellschaft sowie aus den Gemeinden und Arbeitsfeldern des Kirchenkreises betonten auch die langjährige Koordinatorin des Christlich-Islamischen Gesprächskreises Doris Schulz, die Integrationsbeauftragte der Stadt Anne Wehkamp sowie der Friedensbeauftragte und Berufsschulpfarrer Jens Maßmann die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen und der Begegnung als Mittel gegen Angst und Intoleranz.

Das Kirchenjahr beginnt in der Evangelischen Kirche traditionell mit dem 1. Advent.

Hier finden Sie einige Impressionen vom Abend in der Stadtkirche. Für eine vergrößerte Ansichten klicken Sie bitte in das Bild. 

Wurden von Superintendentin Dr. Werner nach langjährigem ehrenamtlichen Engagement verabschiedet: Doris Schulz (r.) und Wilhelm Böhm (2.v.l.) mit Gattin Gerhild Böhm.

Saxophon und Piano von André Enthöfer und Erhard Ufermann (v.l., Foto: Jörg Schmidt)

Moderator Thomas Förster dankt dem Team vom Mildred-Scheel-Berufskolleg mit jeweils einer Rose für leckeres Essen und einen tollen Service.

Stadtkirchen-Pfarrerin Friederike Höroldt eröffnete den Abend mit Gedanken zu Abraham und einem künstlichen Sternenregen.

Berichte aus der Praxis des christlich-islamischen Zusammenlebens: Interview mit der städtischen Integrationsbeauftragten Anne Wehkamp (M.) und Berufsschulpfarrer Jens Maßmann (r.).

... sowie mit der langjährigen Koordinatorin des Christlich-Islamischen Gesprächskreises Doris Schulz (l.).

Zum 500. Reformationsjubiläum hielt Superintendentin Dr. Ilka Werner selbst den Festvortrag.

Führte durch den Abend: Pressepfarrer Thomas Förster.

 

29.11.2016



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