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für den 20.10.2020

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Prediger 7,14

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Presbyteriumswahl

"Die Veränderungen mitgestalten"

Joana Möller hat sich mehr als 20 Jahre als Presbyterin in Dorp engagiert. Bei den Wahlen im März tritt sie nicht mehr an. Aber sie macht Mut für das besondere Ehrenamt: Es eröffne die Möglichkeit, eine Idee von Gemeinde umzusetzen.

Verlässt im kommenden Jahr nach vielen Jahren das Presbyterium, bleibt aber weiter in Dorp aktiv: Joana Möller. Verlässt im kommenden Jahr nach vielen Jahren das Presbyterium, bleibt aber weiter in Dorp aktiv: Joana Möller.

Wenn Joana Möller sich rund um die Kirche in Dorp umsieht, dann entdeckt sie die Spuren. Dann fällt ihr sofort der Neubau des Kindergartens ein, dann denkt sie an die aufwändige Sanierung der Dorper Kirche und der Arche, aber auch an Feste, besondere Gottesdienste, Einführungen und Abschiede. „Als Presbyter und Presbyterin wird man noch mal ganz anders Teil seiner Gemeinde“, sagt sie, „man gestaltet die Veränderung mit.“ Mehr als 20 Jahre lang hat Presbyterin Joana Möller mitgestaltet – diskutiert und beraten, entschieden und vertreten. Dabei war sie in ihrem Element. Wenn die Landeskirche im März ihre Gemeindeglieder zur nächsten Presbyteriumswahl einlädt, dann lässt sich Joana Möller nicht mehr aufstellen. „Ich habe gegeben, was ich zu geben hatte“, sagt sie und verlässt mit vielen Erinnerungen das Dorper Gremium.

Zu diesen Erinnerungen gehört auch das Gespräch mit Pfarrer Klaus Hoffmann im Frühling 1993. Damals war die Gemeinde auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die zur Presbyteriumswahl antreten würden. „Die Idee, Presbyterin zu werden, hat mich begeistert“, erzählt sie. Die Begeisterung blieb – auch als die Gemeinde sie längst in das Leitungsgremium gewählt hatte. Interessante Menschen, schöne Begegnungen und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erarbeiten: Das habe ihr Freude gemacht, sagt Joana Möller. Presbyteriumssitzungen und gemeinsame Wochenende, die Beratungen in den Ausschüssen: „Man ist zusammen auf dem Weg“, sagt sie. Das Miteinander im Presbyterium in Dorp habe sie immer als ein gemeinsames Ziehen an einem Strang empfunden. Das sei ohnehin die Grundlage aller Zusammenarbeit: „Wir haben uns geachtet und ernst genommen. Das war entscheidend.“ So konnten große Entscheidungen wie für die Sanierung der Kirche oder die Wahl neue Pfarrerinnen und Pfarrer beschlossen und getragen werden – ohne die Verantwortung zu scheuen.

„Hinzu kommt, dass man sich als Presbyter und seinen Presbyterin den eigenen Interessen entsprechend spezialisieren und ausprobieren kann“, erzählt Joana Möller. So engagierte sie sich anfangs vor allem für die Kindergartenarbeit – weil sie selbst kleine Kinder hatte. Später rückte der Diakonieverein in den Fokus, deren Vorsitzende sie inzwischen ist. „Jeder kann entscheiden: Wo sehe ich meine Fähigkeiten? Wo setze ich einen Schwerpunkt?“, sagt die Presbyterium. Ob Theologie und Gottesdienst oder Finanzen, Baufragen oder Kindergärten: Das Feld sei breit.

Nicht immer seien die Entscheidungen leicht, die Meinungen einhellig. „Es gab auch schmerzhafte Entwicklungen“, sagt Joana Möller und denkt an die Aufgabe der Gemeindeschwestern, kirchlicher Gebäude und Gemeindehäuser. „Aber ich will, dass diejenigen nach uns auch noch Gemeinde erleben können“, sagt sie, „dafür war ich im Einsatz.“ Und das bedeute dann eben auch manchmal, notwendigen Veränderungen eine Gestalt zu geben.

Nach 26 Jahren tritt Joana Möller nun nicht mehr zur Wahl an – macht aber Mut. „Man braucht Offenheit und eine Idee von Gemeinde“, sagt sie, „dann kann man als Presbyter und Presbyterin das Gemeindeleben mitgestalten.“ Und: Presbyter und Presbyterinnen würden nicht für das ganze Leben, sondern für vier Jahre gewählt. Danach könne man auch wieder aussteigen und in die zweite Reihe zurücktreten. „Gemeinde sind wir am Ende alle“, sagt Joana Möller, „Kirche ist nicht nur ein Gebäude.“

 

Theresa Demski / 19.09.2019



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