Losung

für den 29.05.2022

Salomo sprach: 

Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

1.Könige 8,27

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Service

Jüdisch und christlich

Jom Kippur: Ein Fest der Versöhnung

Am 15./16. September feiern Jüdinnen und Juden „Jom Kippur“, den Versöhnungstag. An diesem höchsten Feiertag geht es um Versöhnung: zwischen den Menschen und mit Gott. Die Kampagne "#beziehungsweise" erinnert an Bezüge zur christlichen Praxis.

Vom Abend des 15. bis zum Abend des 16. Septembers feiern unsere jüdischen Geschwister „Jom Kippur“. Es ist das höchste Fest im jüdischen Festkalender. Übersetzt heißt „Jom Kippur“: Tag der Versöhnung (oder Vergebung). Der Tradition nach kam Mose an diesem Tag zum zweiten Mal vom Berg Sinai, als die Israeliten fasteten, weil sie das goldene Kalb verehrt hatten. Auf seine Anfrage, so heißt es, erhielt Mose von Gott die Antwort: „Ich habe verziehen, wie du sprachst“. Seither ist „Jom Kippur“ der Tag des Vergebens.

Hintergrund für den Jom Kippur ist auch 3. Mose 16,29–30: „Am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremdling unter euch. Denn an diesem Tage geschieht eure Entsühnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem Herrn.“

Zu Zeiten des Tempels (also bis zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.) war Jom Kippur der einzige Tag im Jahr, an dem der Hohepriester dort das Allerheiligste betrat. Liturgisch wurden zwei Böcke geopfert. Der eine wurde geschlachtet: Mit seinem Blut besprengte der Hohepriester den Altar. Der andere wurde symbolisch mit den Sünden ganz Israels beladen und als »Sündenbock« in die Wüste gejagt (3. Mose 16,20-22). Seit der Zerstörung des Tempels traten Gebete an die Stelle der Tieropfer.

Für Jüdinnen und Juden trägt der Tag einen ernsten Charakter. Es ist ein Fastentag. In der Zeit des Jom Kippur trinken und essen gläubige Juden nichts. Sich waschen, Sex und auch das Tragen bequemer Lederschuhe ist den Gläubigen untersagt. Viele verbringen fast die ganze Zeit in der Synagoge. In den Gottesdiensten geht es um Reue, um Buße, um Vergebung. Das prägt auch die Gebete der Gemeinde.

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Auch Christinnen und Christen kennen Reue, Buße und die Bitte an Gott um Vergebung. Aber Jüdinnen und Juden bekennen ihre Schuld immer im kollektiven „Wir“: Wir haben gesündigt.

Der Versöhnungstag erinnert daran, sein Leben nicht nur mit Gott, sondern auch mit den Menschen wieder in Ordnung zu bringen. So soll am Vorabend des „Jom Kippur“ aller Streit geschlichtet sein. Auf der Website der Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“ schreibt die Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg u.a.: „Es genügt nicht, zu Gott um Vergebung zu flehen. Unrecht und Verletzungen, die wir anderen Menschen zugefügt haben, müssen wir selbst in Ordnung bringen: Zu diesen Menschen hingehen, um Verzeihung bitten und auch Verzeihung gewähren, den Schaden wiedergutmachen, steht als religiöses Gebot nicht hinter Gebet und Fasten zurück. Erst dann können wir auf Versöhnung hoffen und einen Neuanfang mit Gott, mit unseren Nächsten und auch mit uns selbst wagen.“

Mehr über die Bezüge zwischen dem jüdischen Versöhnungstag und Buße und Abendmahl auf christlicher Seite sowie über die Bezüge zwischen jüdischen und christlichen Feiertagen insgesamt zeigt die Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“.

 

09.09.2021



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