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für den 27.09.2021

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Keine schnelle Wiederaufnahme von Gottesdienstfeiern

Ab dem 1. Mai sollen Gottesdienste wieder unter Auflagen erlaubt sein. Eine Rückkehr zur gewohnten Normalität wird es aber noch lange Zeit nicht geben. Bevor Kirchen wieder geöffnet werden können, sind theologische und andere Fragen zu prüfen.

<strong>In den evangelischen Kirchen Solingens wird es wegen Corona noch lange Zeit keine gewohnten Gottesdienste geben können: Innenraum der menschenleeren Walder Kirche.</strong> In den evangelischen Kirchen Solingens wird es wegen Corona noch lange Zeit keine gewohnten Gottesdienste geben können: Innenraum der menschenleeren Walder Kirche.

„Wir wollen bald wieder Gottesdienste gemeinsam in den Kirchen feiern“, betont Superintendentin Dr. Ilka Werner: „Aber bei den Fragen, die vorher zu klären sind, geht es nicht nur um Hygienevorschriften, sondern vor allem um theologische Entscheidungen.“

Aus evangelischer Sicht sei zentral, dass in Gottesdiensten die Gemeinde zusammenkomme, um dort den Alltag des Lebens miteinander zu teilen und gemeinsam vor Gott zur Sprache zu bringen. „Jesus hat einmal gesagt, dass die Liebe das Merkmal sei, an dem man die Gemeinschaft erkennen soll, die sich an ihm orientiert“, erklärt die Theologin: „Dieses Kennzeichen muss natürlich auch für die Praxis unserer Gottesdienste gelten.“ Ob Gottesdienstfeiern in der Kirche diesem Liebesgebot entsprechen, wenn sie aus Hygienegründen ohne Gesang bleiben und ohne diejenigen stattfinden, die sich wegen ihres erhöhten Ansteckungsrisikos nicht in die Kirche trauen, müsse kritisch hinterfragt werden. Auch eine Einladung zum Gottesdienst, bei der dann konkret viel mehr Menschen an der Kirchentür abgewiesen müssten, als eingelassen werden könnten, wirke eher lieblos. Im Zweifelsfall wolle man darum lieber etwas länger warten, als Gemeindemitgliedern weh zu tun.  Dr. Werner: „Deswegen brauchen wir einen sorgfältigeren Vorlauf, als er uns bis zum kommenden Wochenende möglich scheint.“

Dr. Werner zeigte sich zuversichtlich, dass die digitalen und analogen Angebote, die in den letzten Wochen in den Gemeinden entwickelt wurden, Liebe und Zusammenhalt in den Gemeinden bewahrt hätten. So wurden Online-Gottesdienste für Erwachsene und Kinder aufgezeichnet und ins Netz gestellt, Tüten zum Mitnehmen mit Texten für häusliche Gottesdienstfeiern an Kirchen aufgehängt, Andachten per Telefon bereitgestellt, Gebetsfeiern per WhatsApp gestaltet und Predigt- und Liedtexte zu Menschen nach Hause gebracht.

Die konkreten Auflagen für die Feier von Gottesdiensten unter Corona-Bedingungen sollen erst am kommenden Donnerstag in einer Konferenz der Religionsgemeinschaften mit dem Bundesinnenministerium festgelegt werden. „Danach muss in Solingen jede Gemeinde für ihre Kirche entscheiden, ob sie die Auflagen umsetzen kann und welche Form der gottesdienstlichen Feier unter theologischen Gesichtspunkten vertretbar erscheint“, so Werner. Aus ihrer Sicht sei dabei auch ein behutsamer Start in Präsenzgottesdienste denkbar, zum Beispiel durch kurze Andachten mit Abstand draußen in der frischen Luft vor der offenen Kirchentür.

Die bereits am vergangenen Donnerstag in NRW verkündete Wiederermöglichung der Gottesdienste bereits ab dem 1. Mai sieht die Solinger Superintendentin kritisch: „Ich hätte mir gewünscht, dass zunächst das Gespräch am 30. April abgewartet worden wäre, bevor über einen Zeitplan gesprochen wird.“

Wichtig, so die Theologin, sei aber auch, dass über die Frage nach der Wiederöffnung der Gotteshäuser für Gottesdienste nicht der Eindruck entstehe, die Kirche sei in diesen Zeiten vor allem mit sich selbst beschäftigt: „Die Liebe fragt nach allen Menschen und danach, wie sie möglichst wohlbehalten durch diese Corona-Krise kommen. Diese Frage bewegt auch uns, und wir nehmen sie liebevoll mit in unsere Gebete – egal ob im Kirchraum oder zu Hause.“

 

28.04.2020



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