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Superintendentin Gastrednerin beim katholischen Neujahrsempfang

„Kirche mit anderen und für die Welt“

Das Katholische Stadtdekanat lud wie jedes Jahr zu einem Neujahrsempfang ein. Aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläums war die Solinger Superintendentin Festrednerin und warb für eine versöhnte Gemeinschaft verschiedener Kirchen.

Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: Archiv/Jörg Schmidt) Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: Archiv/Jörg Schmidt)

Für eine vertiefte Gemeinschaft verschiedener, aber miteinander versöhnter Kirchen und gegen eine christlichen „Einheitstrip“ hat sich die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Dr. Ilka Werner, ausgesprochen. In ihrem Festvortrag beim diesjährigen Neujahrsempfang des Katholischen Stadtdekanats Solingen hob die Theologin das gute alltägliche Zusammenleben in „ökumenischer Geschwisterschaft“ der beiden großen christlichen Konfessionen in Solingen hervor: „Wir sind in großer Selbstverständlichkeit miteinander auf dem Weg“.

Gleichwohl würden die weiter bestehenden Trennungen etwa bei Eucharistie und Abendmahl von vielen als schmerzhaft erlebt. Einer Überwindung der bestehenden Unterschiede zugunsten einer christlichen Einheitskirche erteilte Werner trotzdem eine Absage. Sie warb stattdessen für eine versöhnte Vielfalt unterschiedlicher Kirchen, „die sich gegenseitig schätzen und respektieren, die voneinander lernen und sich gegenseitig ermahnen, die nicht eins werden, aber sich nach enger Gemeinschaft sehnen“. So könne man das gemeinsame Erbe der Reformation für die zentralen Aufgaben der heutigen Gesellschaft fruchtbar machen: eine demokratische Gestaltung des Zusammenlebens verschiedener Kulturen, Religionen und Weltauffassungen, die Vielfalt zulässt und trotzdem den gesellschaftlichen Zusammenhalt wahrt.

Als verschiedene, aber versöhnte Kirchen könne es gelingen „Kirche mit anderen und für die Welt zu sein“. Die Solinger Superintendentin warb dafür, auf andere Konfessionen und Religionen zuzugehen und Menschen aus dem sozialen Abseits stärker in den Mittelpunkt zu stellen. „Wir leben in einer Zeit, in der Barmherzigkeit aus der Mode kommt, weil viele meinen, selbst zu kurz gekommen zu sein“, stellte Ilka Werner vor den etwa 100 geladenen Gästen fest. Mit großer Sorge sehe sie darum auf die vereinfachenden Lösungen der rechten Parteien, „die Hass gegen Einzelne oder Menschengruppen schüren“. Allen, die meinten, „sich von der Nächstenliebe lossagen zu können, müssen wir widersprechen“, betonte Werner besonders mit Blick auf die bevorstehenden Wahlkämpfe.

Der Neujahrsempfang des Katholischen Stadtdekanats Solingen findet jedes Jahr im Januar mit geladenen Gästen aus Politik, Kirchen und Kultur statt. In diesem Jahr hielt aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläums die evangelische Superintendentin Dr. Ilka Werner den Gastvortrag unter dem Titel „Versöhnte Kirchen – ökumenische Perspektiven in Solingen“. Zu Beginn hatten die Superintendentin und der kommissarische Stadtdechant Monsignore Heinz-Peter Teller gemeinsam eine ökumenische Andacht gehalten.

 

24.01.2017



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