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für den 14.12.2019

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.

Psalm 30,4

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Solinger Gedenkstätte

Kirchenkreis unterstützt die Einrichtung einer Solinger Bildungs- und Gedenkstätte

In Solingen gibt es Bestrebungen, mit einer Gedenkstätte an Verfolgung und Widerstand 1933-1945 zu erinnern. Der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Solingen hat am Samstag, 4. Mai entschieden, das Projekt zu unterstützen.

„Solingen kann eine Bildungs- und Gedenkstätte gut brauchen, die an Verfolgung und Widerstand in Solingen erinnert“, sagte Dr. Ilka Werner am Rande der Sitzung des Kreissynodalvorstandes des Evangelischen Kirchenkreises Solingen am Samstag, 4. Mai. „Deswegen begrüßen wir die Initiative, die sich in der Solinger Stadtgesellschaft dazu entwickelt hat.“

Werner bezieht sich mit diesen Worten auf die Entwicklung, die es in Solingen seit etwa einem Jahr gibt. Damals wurde der Arbeitskreis „Verfolgung und Widerstand in Solingen 1933-1945“ gegründet. Seither setzt er sich für die Einrichtung einer Solinger Bildungs- und Gedenkstätte an der Straße „Am Neumarkt“ ein. Im dortigen Gebäudekomplex Nr. 23/Max-Leven-Gasse 3-5 befand sich in den 30er Jahren die Redaktion der „Bergischen Arbeiterstimme“, die Genossenschaftsdruckerei und die Wohnung des jüdischen Kulturredakteurs und Kommunisten Max Leven. Leven wurde in der Pogromnacht 9./10.11.1938 vor den Augen seiner Familie erschossen, die Familie später deportiert und umgebracht.

Informations- und Diskussionsveranstaltung
Am vergangenen Samstagnachmittag, 4. Mai, hatte der Arbeitskreis zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen, auf der die Idee einer Solinger Bildungs- und Gedenkstätte ausführlich diskutiert wurde. Etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter von verschieden Organisation, aus Stadt, Vereinen und Kirche in Solingen, nahmen an der Veranstaltung im Forum der Bergischen VHS teil.

Mit dabei war auch Dr. Ilka Werner, die von der Unterstützung des Kirchenkreises berichten konnte, die der Kreissynodalvorstand am Vormittag beschlossen hatte. Sie wies auf eine Überlegung hin, wie denn ein Schwerpunkt der Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Solingen zu finden sein könnte: „Wir leben ja im Bergischen Städtedreieck, in dem es die Erinnerung an die Verfolgung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal schon gibt. Und ebenfalls wird in der Barmen-Gemarker Kirche an die Bekennende Kirche, an die Anfänge eines kirchlichen Widerstandes erinnert. Vielleicht ist es deshalb gut, wenn wir in Solingen an den Arbeiterwiderstand erinnern, wie er in Solingen in den 30er Jahren vorhanden war. Und da ist die Überlegung zu einem ‚Max-Leven-Haus’ ein guter Vorschlag.“

Auf der Versammlung am vergangenen Samstag wurden verschiedene Möglichkeiten erörtert, wie ein Gedenk-Ort in Solingen zu finden und eine Konzeption zu gestalten sein wird, die auf größtmögliche Zustimmung in der Solinger Stadtgesellschaft treffen kann. Zu diesem Zweck wird aller Voraussicht nach ein Förderverein gegründet werden, der das Projekt weiter vorantreiben soll.

 

07.05.2019



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