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für den 02.06.2020

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Konfirmationsvorbereitung wegen Corona online

Pfarrerin bereitet Konfirmanden per Handy auf ihre Konfirmation vor

Die Gemeinden halten auch in Corona-Zeiten den Kontakt zu ihren Konfirmanden: In der Stadtkirche gibt es Unterricht per WhatsApp. Und die Lutherkirchengemeinde hielt zum ursprünglichen Konfirmationstermin eine Überraschung für die Jugendlichen parat.

Konfirmationsunterricht ist ihr eine Herzenssache - auch in Corona-Zeiten: Pfarrerin Friederike Höroldt Konfirmationsunterricht ist ihr eine Herzenssache - auch in Corona-Zeiten: Pfarrerin Friederike Höroldt

Den kommenden Samstag, 16. Mai 2020, hatten die Jugendlichen und ihre Familien im Kalender rot markiert: Zum Konfirmationsgottesdienst mit Pfarrerin Friederike Höroldt in der Evangelischen Stadtkirche Mitte sollten Verwandte und Freunde kommen, der Tag sollte um Festtag werden. Dann kam das Corona-Virus dazwischen. Die Termine für Konfirmationen wurden in allen Gemeinden bereits im März abgesagt, die wöchentlichen Treffen mit den jungen Leuten unterbrochen. Friederike Höroldt hält aber trotzdem den Kontakt zu den jugendlichen Konfis. Einmal in der Woche – jeweils zum Termin des Konfirmationsunterrichts (KU) – lädt sie die jungen Leute zum freiwilligen WhatsApp-Angebot ein. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt die Pfarrerin. Und vielen Konfirmandinnen und Konfirmanden offenbar auch, denn sie bleiben auch per Handy dabei.

Einzelne Elemente aus dem KU seien auch per Messengerdienst realisierbar, erzählt Friederike Höroldt: „Wir beginnen immer mit der Frage, wie es uns geht.“ Zur Antwort schickten die Jugendlichen mal lachende und mal weinende Smileys. „Anschließend machen wir eine digitale Kerze an“, erzählt die Pfarrerin. Am Anfang hätten die Jugendlichen Fotos von Kerzen geschickt, inzwischen sendet sie selber ein Bild von der selbstgestalteten Konfi-Kerze im Gemeindehaus. Kleine Lieder, passende Links oder auch mal ein selbstgedrehtes Video oder Sprachnachrichten zu verschiedenen Themen schickt die Pfarrerin danach an die Jugendlichen. Und auch die können sich beteiligen, wie zum Beispiel beim Thema „Helden“: „Wir haben erst ein Bibelstellenquiz gemacht und anschließend nach eigenen Helden gesucht – alles per WhatsApp“, berichtet Friederike Höroldt: „Das ist natürlich kein Ersatz für den persönlichen Kontakt, aber so bleiben wir wenigstens verbunden.“ Und wie im realen Leben, schmunzelt sie, gebe es auch bei dieser Form des Online-KU Teilnehmende, die sich lebhaft beteiligen, und andere, die eher still bleiben.

Das ursprünglich geplante Konfirmationsdatum am kommenden Samstag will die Stadtkirchen-Pfarrerin auch nicht einfach verstreichen lassen. Unter der Überschrift „Verbunden“ wird wie geplant um 15 Uhr ein Gottesdienst beginnen. Aber wegen der aktuellen Einschränkungen nicht mit vielen Menschen in der Stadtkirche, sondern online auf dem gemeindeeigenen Youtube-Kanal. Im Gottesdienst werden Konfis genauso mitwirken wie die ehrenamtlichen KU-Teamer. Und die Jugendlichen werden mit ihren Familien zu Hause an ihren Monitoren mitfeiern. Und sich auf den vorläufigen Ersatztermin für ihre Konfirmation im Herbst freuen. In der Hoffnung, dass das dann endlich wieder möglich ist.

Auch andere Gemeinden kümmern sich mit besonderen Aktionen um die Jungen und Mädchen, die eigentlich in diesen Tagen konfirmiert worden wären. So hatte auch die Lutherkirchengemeinde sich für den 10. Mai etwas Besonderes für die Jugendlichen und ihre Familien ausgedacht. „Wir bieten seit der Krise regelmäßig Jugendgottesdienste über Instagram und jetzt auch über YouTube an“, erklärt Pfarrer Christian Menge. Für den Gottesdienst am ursprünglichen Konfirmationsdatum bekamen die Konfis und ihre Familien dann eine Extra-Einladung. Zusätzlich erhielten die Jugendlichen auch noch eine Überraschungspost. „Den großen Umschlag durften sie während des Gottesdienstes aufmachen“, erklärt Menge. Außerdem bereitete das Team für jeden der Konfirmanden einen bunten Stein mit dem Konfirmationsspruch vor. Der Stein sollte bereits auf die Feier hindeuten, zu der nach Krise eingeladen werden soll. Bis dahin will das Team den Kontakt aber nicht abreißen lassen. Auch um den Jugendlichen trotz mancher Schwierigkeiten und Sorgen wegen Corona Mut zu machen. „Du bist gewollt und du hast einen Auftrag im Leben“, fasst Menge die Botschaft zusammen, „manchmal stellt uns das Leben ein Bein, aber wir leben mit den Narben weiter. Du bekommst Gottes Kraft, seine Ideen, seinen Drive.“

 

Theresa Demski / 14.05.2020



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