Losung

für den 23.08.2019

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1.Chronik 29,11

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Vorläufiger Abschluss einer intensiven Zeit

Konfirmationen starten in den evangelischen Gemeinden

Nach Ostern beginnt in den Evangelischen Gemeinden traditionell die Zeit der Konfirmationen. Auch in Widdert feiern junge Menschen im Alter von 13 bis 14 Jahren den Abschluss der Konfizeit mit einem Gottesdienst.

Wie hier in der Dorper Kirche werden nach Ostern in allen Gemeinden junge Menschen konfirmiert (Foto: ekir.de). Wie hier in der Dorper Kirche werden nach Ostern in allen Gemeinden junge Menschen konfirmiert (Foto: ekir.de).

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit im Konfirmationsunterricht erhalten junge Menschen im Alter von 13 bis 14 Jahren in einem Gottesdienst ein biblisches Segenswort als erneutes Zeichen ihrer Annahme durch Gott und bekräftigen selber das Ja zu Gott, das bei ihrer Taufe in der Regel noch allein von den Eltern und Paten gesprochen wurde. Mit ihrer Konfirmation werden sie vollwertige Mitglieder der Evangelischen Kirche, dürfen bei Presbyteriumswahlen wählen oder selbst Taufpaten und Taufpatinnen werden. In Solingen feiern in diesem Jahr etwa 300 Jugendliche ihre Konfirmation.

Ein besonderer Gottesdienst
Am Sonntag, 5. Mai 2019, ist es für neun Konfirmandinnen und Konfirmanden in Widdert so weit: Nach zwei Jahren gemeinsamer Zeit feiern sie zusammen mit ihren Eltern, Paten, Freunden und mit der Gemeinde ihre Konfirmation in der Widderter Kirche an der Lacher Straße. Auch Pfarrerin Kristina Ziegenbalg freut sich auf den Gottesdienst. Die Theologin ist in Solingen auch Synodalbeauftragte für den Konfirmationsunterricht. Für ihre Konfirmandengruppe hat sie sich in diesem Jahr wieder etwas ganz Besonderes überlegt. Doch bis es so weit ist, soll das Thema das Gottesdienstes noch geheim bleiben: „Es ist eine Überraschung. Auch von dem besonderen Überraschungsgast, den wir eingeladen haben, sollen die Jugendlichen noch nichts wissen.“ Das Thema des Gottesdienstes habe sie im Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre ausgesucht. „Es war eine ganz besondere Gruppe, die in dieser Zeit sehr zusammengewachsen ist. Gemeinsam haben wir viel erlebt und auch viel geleistet“, blickt die Pfarrerin zurück und fasst im Rückblick zusammen: „Ich bin echt stolz auf diese Gruppe.“

Projekte statt Auswendiglernen
Begonnen hatte die Konfirmandenzeit mit einem gemeinsamen Projekt, nämlich einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt am Fronhof, für den die Jugendlichen selbst Verkaufsware produziert haben. „Wir beginnen immer mit einem solchen Projekt. Jedes Jahr ist das etwas anderes. Am Anfang sollen die  Jugendlichen sich kennenlernen und als Gruppe zueinander finden.“ Erst im zweiten Jahr beginne dann der klassische Konfirmandenunterricht, beschreibt Kristina Ziegenbalg das Konzept für die Konfirmandenarbeit in ihrer Gemeinde. Aber auch der hat in Widdert wie in den anderen Gemeinden nur noch wenig mit dem Auswendiglernen von Psalmen und Kirchenliedern zu tun, wie es die Großeltern der jungen Leute vielleicht noch selber erlebt haben. Überall gibt es Projekte wie den Musicalgottesdienst, in dem die Widderter Konfis wie in jedem Jahr ihr Musical aufgeführt haben, oder Praktika, in denen sie die jeweilige Kirchengemeinde genau kennenlernen.

Ein Platz in der Gemeinde
Dass die Gruppe mit neun Jugendlichen in der kleinsten Solinger Gemeinde relativ klein war, stört sie dabei nicht. „Eine kleine Gruppe hat auch Vorteile.“ So habe es viel Raum gegeben, um offen über Themen reden zu können: „Die Jugendlichen konnten sagen, was sie wirklich bewegt.“ Das habe man auch zuletzt gemerkt, als die Konfirmandinnen und Konfirmanden für ihren Konfirmationsgottesdienst ein eigenes Glaubensbekenntnis geschrieben haben. „Ich habe ihnen keine Vorlage gegeben. Sie sollten nur mit Hilfe einiger Symbolbilder sagen, woran sie glauben. Erst danach sind wir die Ideen durchgegangen, haben nach guten Formulierungen gesucht und alles geordnet.“ Herausgekommen sei ein Glaubensbekenntnis, das auch sie als Pfarrerin sehr bewegt: „Ein Satz hat mich besonders beeindruckt: Ich glaube, dass Gemeinde mich glücklich macht.“ Darum ginge es für sie auch bei der Konfirmation: „Die Jugendlichen sprechen dieses Ja ganz bewusst und aus vollem Herzen. Es ist ein Ja zu Gott, aber eben auch zu einem gemeinsamen Weg in der Gemeinde.“ Dass der Konfirmationsgottesdienst daher für die meisten Jugendlichen nur ein vorläufiger Abschluss der gemeinsamen Zeit ist, würde sie jetzt schon sehen. Viele hätten bereits einen Platz für sich in der Gemeinde gefunden. „Einige singen jetzt etwa schon bei den Soulteens, unserem Jugendchor. Andere wollen nach der Konfirmation dazukommen. Auch wenn ich also traurig bin, dass die Konfirmandengruppe, so wie sie ist, nun zu Ende geht, so sehr freue ich mich, dass ich viele hier auch weiterhin sehen werde.“

Auch Nichtgetaufte machen mit
In den zehn Solinger Gemeinden werden in diesem Jahr insgesamt 300 Jugendliche konfirmiert. Nach einer bundesweiten Studie aus dem Jahr 2015 nehmen etwa 90% aller evangelischen Jugendlichen am Konfirmandenunterricht teil. In manchen Gemeinden dauert dieser wie in Widdert knapp zwei Jahre mit einer Stunde pro Woche, die jungen Leute absolvieren ihn im Alter zwischen 12 und 14. Viele Gemeinden haben den Unterricht auf knapp ein Jahr zusammengefasst, dann kommen die jungen Leute wöchentlich für zwei Stunden zusammen. Bei beiden Modellen können noch einzelne Wochenendtermine oder Freizeiten hinzukommen. Auch nicht evangelische oder nicht getaufte Jugendliche nehmen regelmäßig am Konfirmationsunterricht teil. Da die Gemeinden allerdings nicht über die nötigen Adressen für eine Einladung verfügen, müssen interessierte Familien sich in diesen Fällen eigenständig an die örtliche Kirchengemeinde wenden, um ihr Kind für den nächsten Konfirmandenjahrgang anzumelden.

 

23.04.2019



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