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für den 29.07.2021

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

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Online-Treffen schränken Gemeinschaftsgefühl ein

Konfivorbereitung geht auch unter Coronabedingungen weiter

Seit bald elf Monaten beeinflusst Corona überall das kirchliche Leben. Auch die regelmäßigen Treffen der Konfis wurde im vergangenen Frühjahr erstmal eingestellt. Doch die Gemeinden haben sich längst angepasst – viele Treffen finden jetzt online statt.

Konfirmationen ohne Maske und Abstand wie hier 2018 in der Dorper Kirche werden in diesem Jahr vermutlich kaum wieder möglich sein (Archiv-Foto: ekir.de) Konfirmationen ohne Maske und Abstand wie hier 2018 in der Dorper Kirche werden in diesem Jahr vermutlich kaum wieder möglich sein (Archiv-Foto: ekir.de)

Wie überall in der Gesellschaft haben auch in den evangelischen Kirchengemeinden die Verantwortlichen gelernt, wie das Leben unter Corona-Bedingungen weitergehen kann. Das gilt auch für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, die immer wieder auf die aktuellen Erfordernisse angepasst wurde und auch in Zukunft angepasst werden wird. So kamen in den Wochen nach den Sommerferien vor sechs Monaten die jungen Leute im Alter von 13 und 14 Jahren in fast allen Gemeinden zunächst regelmäßig vor Ort mit Pfarrpersonen und Jugendmitarbeitenden zusammen. Natürlich wurden die Treffen überall coronagerecht organisiert: In Dorp etwa trafen sich Pfarrerin Raphaela Demski-Galla und ihr Kollege meist im Freien auf der Gemeindewiese an der Dorper Kirche mit ihren Konfis. In anderen Gemeinden wurden sie in Kleingruppen aufgeteilt, die sich dann mit Abstand in den jeweiligen Gemeindehäusern trafen.

Neue Möglichkeiten digitaler Räume genutzt

Nach den Herbstferien waren die Infektionszahlen dann deutlich angestiegen. Fast überall haben die Gemeinden seither auf Videokonferenzen umgestellt. Der Gräfrather Pfarrer Thomas Schorsch hatte zwischenzeitlich sogar eine besondere Kirchen-App für den Kontakt mit Konfis genutzt, ist aber wie die meisten mittlerweile auch auf die Videokonferenz-Plattform ZOOM umgestiegen. Dabei werden die neuen Möglichkeiten der digitalen Räume genutzt: In der Stadtkirchengemeinde gestalteten die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Pfarrerin Friederike Höroldt Videoclips zu Advent und Weihnachten, die Eltern und Interessierte aus der Gemeinde dann online auf YouTube anschauen konnten. Pfarrerin Kristina Ziegenbalg in Widdert und Pfarrer Christof Bleckmann aus Ketzberg verknüpfen die Online-Treffen mit analogen Kreativ-Aktionen. In Widdert pflanzten Konfis einzeln lebendiges Grün auf dem Gemeindefriedhof oder packten zu Hause Päckchen für Alleinstehende, in Ketzberg gestalteten die jungen Leute gemeinsam mit ihren Familien bunte Adventsfenster. Die Ergebnisse wurden per Foto oder Video festgehalten und konnten bei den Online-Treffen gemeinsam bestaunt und besprochen werden.

Gemeinschaftsgefühl kommt zu kurz

Ideal sind die Video-Treffen trotzdem nicht, denn der Aspekt der Gemeinschaft, der bei den Treffen in dem Jahr vor der Konfirmation normalerweise eine große Rolle spielt, kommt online zu kurz. Dazu mussten in fast allen Gemeinden die obligatorischen Freizeiten, bei denen die Konfis für ein Wochenende oder ein paar Tage mit Pfarrpersonen und Team wegfahren und alle sich intensiv als Gruppe erleben können, abgesagt werden. Glück hatten die Konfis in der Lutherkirchengemeinde, berichtet Pfarrer Christian Menge: Die eine Freizeit fand im März unmittelbar vor dem Corona-Lockdown statt, die andere war, wenn auch mit Hygienekonzept im September möglich, als die Infektionszahlen noch niedrig waren.

Gemeinsames Lachen fehlt

Die fehlende direkte Begegnung mit den jungen Leuten bedauert der Merscheider Pfarrer Dirk Stark: „Der Kontakt per Zoom bedeutet naturgemäß nur eine eingeschränkte Kommunikation. Das Lachen zum Beispiel, das zu den Konfirmandentreffen eigentlich auch dazugehört, fehlt mir sehr: Es sind eher ernste Gesichter, denen ich auf meinem Monitor begegne.“ Auch Stadtkirchenpfarrerin Friederike Höroldt wünscht sich bald wieder andere Zeiten: „Seitdem auch der Schulunterricht nur noch digital erfolgt, habe ich den Eindruck, dass meine Konfis die Videokonferenzen etwas müde werden.“

Pfarrer Klaus Hammes aus Ohligs dagegen verzichtet auf Online-Treffen mit den Konfis. Er hält sie  aus pädagogischen Gründen für nicht sinnvoll. Stattdessen schickt er, seit Präsenztreffen in Kleingruppen nicht mehr möglich sind, Impulse per Mail an die jungen Leute. So bekamen sie etwa die Aufgabe, für vereinsamte Menschen in einer Ohligser Senioreneinrichtung Briefe zu verfassen.

Konfirmationsfeiern – geplant unter Vorbehalt

Wann wieder mehr alte Normalität einkehren kann, ist derzeit aber noch völlig offen. Das gilt auch für die Konfirmationsfeiern. Die meisten Gemeinden haben bereits aus dem vergangenen Herbst Erfahrungen mit Konfirmationsgottesdiensten in Kleingruppen mit Maske und Abstand sowie ohne gemeinsames Singen. Solche sind vielerorts auch für April, Mai und Juni geplant. „In welcher Form wir die Konfirmationen im Mai feiern werden, können wir derzeit natürlich noch nicht sagen“, erklärt Pfarrer Stefan Ziegenbalg aus der Walder Gemeinde. Wie dort stehen auch in zwei weiteren Solinger Gemeinden die meisten Konfirmationen aus dem letzten Jahr noch aus. Natürlich erfolgen alle Planungen in engem Kontakt mit den betroffenen Familien.

 

04.02.2021



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