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für den 24.08.2019

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Landessynode in Bad Neuenahr

Solinger Superintendentin wirbt für die Möglichkeit der Trauung homosexueller Paare

In der Evangelischen Kirche im Rheinland können künftig auch gleichgeschlechtliche Paare in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft getraut werden. Am Zustandekommen der neuen Regelung hatte auch Superintendentin Dr. Werner großen Anteil.

Die Landessynode stimmt über Kirchliche Trauungen für homesexuelle Paare ab. Am Rednerpult Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: ekir.de). Die Landessynode stimmt über Kirchliche Trauungen für homesexuelle Paare ab. Am Rednerpult Superintendentin Dr. Ilka Werner (Foto: ekir.de).

Die Ermöglichung der Kirchlichen Trauung für homosexuelle Paare hat die Landessynode heute (15.01.2016) bei ihrer Tagung in Bad Neuenahr mit sehr großer Mehrheit beschlossen. Einen großen Anteil an der Entscheidung und am hohen Niveau der vorangehenden intensiven Diskussion der Synode hatte die Solinger Superintendentin Dr. Ilka Werner. Als Berichterstatterin der Synode für dieses Thema hat sie die Diskussion zwischen den beteiligten Synodalausschüssen zusammengeführt, Kompromissformulierungen gefunden und den Beschlussvorschlag in die Synode eingebracht. Von vielen Synodalen wurde ihr dafür ausdrücklich gedankt.

Als Vorsitzende des Theologischen Ausschusses warb die Solinger Superintendentin vor den Synodalen für die neue Regelung. Man müsse zwar respektieren, dass es in der Bewertung von Ehe und Homosexualität vor dem Hintergrund des biblischen Zeugnisses in den Gemeinden weiterhin unterschiedliche Auffassungen gebe. „Entscheidend aber sollte sein, dass wir den starken Wunsch von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen nach einer Kirchlichen Trauung wahr- und ernst nehmen und dass wir deutlich machen können, dass auch sie mit ihren Lebensgemeinschaften ohne Einschränkung zu uns gehören“, betonte Werner.

Bereits im Jahr 2000 hatte die rheinische Synode gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften die Möglichkeit einer öffentlichen Segnung im Gottesdienst eingeräumt. Diese Segnung galt aber nicht als Amtshandlung und sollte von einer Trauung deutlich unterschieden werden - unter anderem deswegen, weil einer kirchlichen Trauung nach evangelischem Verständnis die staatliche Legitimation einer Lebensgemeinschaft vorausgehen sollte. Mit der rechtlichen Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft habe sich dieser Vorbehalt mittlerweile erledigt, begründete Werner die Möglichkeit der Trauung auch für gleichgeschlechtlich liebende Paare. Das eröffne nun den Weg, Schritte zu einer Versöhnung mit betroffenen Menschen zu gehen, „die in ihrem Wunsch nach vollständiger Gleichbehandlung bisher in unserer Kirche immer wieder vertröstet und dadurch verletzt wurden“.

Nach der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist die Trauung „ein Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Wort und Segen gestellt wird. Dabei bekennen die Eheleute, dass sie einander aus Gottes Hand annehmen, und versprechen, ihr Leben lang in Treue beieinander zu bleiben und sich gegenseitig immer wieder zu vergeben“. Dieser Artikel der Kirchenordnung findet künftig auch auf Eingetragene Lebenspartnerschaften Anwendung. Die Trauung Eingetragener Lebenspartner wird dann wie bei Eheleuten in die Kirchenbücher eingetragen.

Nach der neuen Regelung können Pfarrerinnen und Pfarrer aber aus Gewissensgründen ablehnen, die Trauung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerinnen oder -partnern selber vorzunehmen. Auch Kirchengemeinden, die bereits früher die Durchführung einer gottesdienstlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften abgelehnt haben, können diesen Beschluss weiterhin aufrechterhalten. In beiden Fällen ist die Gemeindeleitung aber verpflichtet, mit Hilfe der Superintendentin oder des Superintendenten dafür zu sorgen, dass die Trauung des Paares in einer anderen Kirchengemeinde stattfinden kann. Mit diesen Regelungen trägt die Synode dem unterschiedlichen Bibelverständnis zum Thema Homosexualität Rechnung. So hatten einige Landessynodale in der Debatte deutlich gemacht, dass sie die Trauung von schwulen und lesbischen Paaren für unvereinbar mit der Bibel halten.

 

15.01.2016



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