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für den 14.12.2019

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Landessynode in Bad Neuenahr

Zwischen Gemeindewirklichkeit und weltweiten Herausforderungen

Weltweite Herausforderungen von der Flüchtlingskrise über den Klimawandel bis zum Nahost-Konflikt stehen auf dem Programm der Landessynode 2016. Pfarrer Helmut Benedens aus Ketzberg blickt gespannt auf seine erste Teilnahme als Synodaler.

Blickt gespannt auf den Verlauf seiner ersten Landessynode: der Ketzberger Pfarrer Helmut Benendens. Blickt gespannt auf den Verlauf seiner ersten Landessynode: der Ketzberger Pfarrer Helmut Benendens.

Als am vergangenen Sonntag (10.01. 2016) um 16 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr der Eröffnungsgottesdienst zur diesjährigen Landessynode begann, war Helmut Benedens zum ersten Mal dabei. Er teilt sich ansonsten mit seiner Frau Sabine Büker-Benedens die Gemeindepfarrstelle in Ketzberg. Viele Jahre war er stellvertretender Delegierter zur Landessynode. Jetzt ist er zum ersten Mal aktiv in dem kleinen rheinland-pfälzischen Kurbad, zusammen mit den anderen Solinger Landessynodalen: der Superintendentin und Vorsitzenden des Theologischen Ausschusses Pfarrerin Dr. Ilka Werner, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses Dr. Horst Butz und der stellvertretenden Vorsitzenden des Nominierungsausschusses Dr. Irmela Müller-Stöver als Vertreter des Evangelischen Kirchenkreises Solingen sowie Hartmut Rahn als nebenamtlichem Mitglied der Kirchenleitung.

Gespannt blickt Helmut Benedens auf die Tagungswoche. Es gab eine Vorbereitungstagung im Herbst und zu Weihnachten lagen auf dem Tisch im Pfarrhaus gut zwei Kilo Synodalunterlagen. „Da steckt viel Arbeit drin“, würdigt Pfarrer Benedens die landeskirchlichen Impulse zu „Weite wirkt“, durch die er sich zur Vorbereitung seines verantwortlichen Mitwirkens im Rahmen der dichten Abfolge von Ausschuss- und Plenarsitzungen eingearbeitet hat. Im Innerkirchlichen Ausschuss wird er mitarbeiten, der sich auch mit den geplanten Änderungen der Kirchenordnung zur strukturellen Neuordnung von Kirchenleitung (neben Präses nur noch fünf statt bisher sechs Hauptamtliche), Landeskirchenamt (nur noch fünf statt bisher sechs Abteilungen) und Ausschuss-System befasst. Da wird sich der Neue zunächst einmal einfinden und die „Augen offen halten, dass in der Organisation der Landeskirchliche die Lebenswirklichkeit der Gemeinden zur Geltung kommt“.

Schon im Vorfeld der Landessynode stand Oberkirchenrätin Barbara Rudolph als Leiterin der Ökumene-Abteilung im Lichte der Öffentlichkeit. Ihr Verantwortungsbereich umfasst auch das diesjährige Synodenthema „Weite wirkt“, das im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 das EKD-Themenjahr „Reformation und die Eine Welt“ aufgreift. Besonders gespannt erwartet Pfarrer Benedens die Beratungen über die „Ökumenischen Visite“, die im Juni 2015 mit der zentralen Frage stattfand: „Wie kann die Evangelische Kirche im Rheinland eine relevante Kirche für Morgen sein, missionarisch und diakonisch, theologisch fundiert und sozial aufgeschlossen?“ Der der Landessynode 2016 vorliegende Visitationsbericht weist nachdrücklich darauf hin, dass „die Orientierung an der Bibel als richtungsweisender Maßstab für alle Bereiche des kirchlichen Lebens“ zu prophetischer und kämpferischer Auseinandersetzung mit dem verbreiteten „Strukturkonservatismus in den Gemeinden“ und dem gesellschaftlich vorfindlichen Zeitgeist bewegt und notwendigerweise bisweilen zwingt, „in die Konfrontation einzutreten und ein Ärgernis zu bereiten“. Der Visitationsbericht hebt mehrfach deutlich hervor, dass – der biblischen Orientierung folgend – „die Arbeit in den Bereichen der globalen Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ zum „Wesen der Kirche“ gehört und deren „notwendige Aufgabe“ ist.

Die Nacharbeit der „Ökumenischen Visite“ steht im Kontext eines Nachdenkens über die „Große Transformation“, die „ein politisches Konzept (bezeichnet), das darauf abzielt, den beobachtbaren Wandel der Welt mittels eines ‚Gesellschaftsvertrages’ als steuerbaren Umbau zu gestalten“. Dabei geht es vornehmlich um die Transformationsfelder Energie, Urbanisierung und Landnutzung und eine zu entwickelnde „transformierende Spiritualität“ im „Gegensatz zum allgemeinen Lebensgefühl im Blick auf Privateigentum, Leistungsorientierung und wirtschaftliche Grundprinzipien“. Mit Blick auf den ökumenischen Visitationsbericht bei der Landessynode gehen Pfarrer Benedens jetzt vor allem auch die Erzählungen seiner Frau von der Partnerschaftsreise nach Indonesien vom Herbst 2015 nach, die beeindruckt vom geschärften prophetischen Profil der Partner und der öffentlichen Präsenz des Glaubens berichtete.

Dabei bräuchten die rheinischen Gemeinden ihr Licht auch nicht unter den Scheffel zu stellen, meint Benedens. Die Gemeindewirklichkeit sei vielerorts durchaus geprägt von inklusiver Verbindlichkeit und Beziehung. Gerade Kinder und Jugendliche, die sonst oftmals Opfer entfremdender gesamtgesellschaftlicher Tendenzen würden, könnten hier elementare christliche und humane Sozialisation erfahren, die identitätsstiftend wirkt und beziehungsfähig macht. Benedens ist überzeugt, dass der Modellcharakter der Gemeinden für die Entwicklung von Sozialkompetenz auch in der Öffentlichkeit gesehen und geschätzt würde.

Zu mehr Verbindlichkeit will die Landessynode auch bei einem großen und extrem schwierigen politischen Thema helfen. Um das seit Jahrzehnten spannungsreiche Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern zu verbessern, sollen „Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina“ beschlossen werden, um im Kontakt mit den zahlreich in der Region vorhandenen Gesprächspartnern „die Suche nach einer politischen Lösung zu intensivieren“.

 

12.01.2016



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