Losung

für den 06.04.2020

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.

Hosea 8,12

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Landessynode hat in Bad Neuenahr getagt

Seenotrettung, Kindergrundsicherung und Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt

Zu ihrer jährlichen Tagung trat in der zweiten Januarwoche die Landessynode zusammen. Auch sechs Delegierte aus Solingen hatten über eine Vielzahl von kirchlichen und gesellschaftlichen Themen zu beraten und teilweise zu entscheiden.

Lupe

Vorbeugung gegen sexuelle Gewalt
Zur Vorbeugung gegen sexuelle Gewalt in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen verabschiedete die Synode ein Kirchengesetz. Für Menschen, die rechtskräftig wegen Missbrauchs verurteilt wurden, gilt ein Beschäftigungsverbot. Alle Beschäftigten müssen künftig alle fünf Jahre ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Auch Ehrenamtliche, die in intensivem Kontakt mit Minderjährigen stehen, z.B. als Teamer in der Jugendarbeit oder im Kindergottesdienst, sind von dieser Pflicht betroffen. Alle Mitarbeitenden werden zudem verpflichtet, einen Verdacht auf sexualisierte Gewalt an eine zentrale Stelle zu melden. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Der Solinger Kirchenkreis hatte bereits im vergangenen Jahr ein Schutzkonzept in Kraft gesetzt. Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen müssen bereits Führungszeugnisse vorlegen.

Zivile Seenotrettung
Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat sich für die staatliche und zivile Seenotrettung eingesetzt. Gemeinden und Kirchenkreise wurden aufgefordert, dem Bündnis "United 4 Rescue - Gemeinsam Retten!" beizutreten. Die Evangelische Kirche, Städte, Vereine und Initiativen sammeln in dem Bündnis Spenden für ein ziviles Rettungsschiff, um geflüchtete Menschen aus Seenot im Mittelmeer zu retten. Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hatte sich bereits im Sommer für eine eigene Rettungsmission ausgesprochen und ist dem Bündnis im November beigetreten. Zivile Seenotrettung dürfe nicht weiter kriminalisiert werden, erklärte die Synode der rheinischen Landeskirche.

Grundsicherung für Kinder
Zur Armut von Kindern und Jugendlichen hieß es, das Wohlergehen jedes Kindes müsse gleichwertig sein, unabhängig vom Rechts- und Aufenthaltsstatus oder den Familienformen, in denen es aufwächst. Eine Kindergrundsicherung sollte die Förderung von Kindern über das Steuerrecht beziehungsweise verschiedene Sozialleistungen ersetzen. Die EKiR sieht trotz jahrelanger öffentlicher Diskussionen keine Verbesserung der Situation der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in Deutschland.

Fehler bei Softwareumstellung
Thema war auch die Umstellung der Finanzsoftware für die gesamte rheinische Landeskirche, die in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Statt ursprünglich veranschlagten 7,8 Millionen Euro, wird die Umstellung nun 11,2 Millionen Euro kosten. Die Umstellung ist notwendig, um veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kirchen entsprechen zu können. Ein Prüfbericht, der der Synode vorgelegt wurde, konstatierte, dass der Aufwand für die neue Software von vornherein zu niedrig kalkuliert und der Zeitplan zu eng gesteckt worden sei. Präses Rekowski und der Finanzchef der Landeskirche entschuldigten sich für die Fehler. In den kommenden Monaten soll nun erarbeitet werden, wie solche Fehler künftig vermieden werden können. Im Solinger Verwaltungsamt ist die neue Software nach intensiver Vorbereitung seit Jahresbeginn im Einsatz.

Die Landessynode ist das oberste Organ der Evangelischen Kirche im Rheinland, die sich mit ihren 668 Kirchengemeinden und 37 Kirchenkreisen über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland erstreckt. Insgesamt 206 Synodale sind stimmberechtigt. Alle weiteren Themen und Beschlüsse finden Sie auf der Website der Landessynode.

 

22.01.2020



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