Losung

für den 21.09.2019

Gott sprach zu Jakob: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht. Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen.

1.Mose 46,3.4

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Sommersynode tagt am 28./29. Juni in Ketzberg

Mehr Angebote zur Mitwirkung für junge Erwachsene

Im Gemeindezentrum Ketzberg kommen am letzten Juniwochenende die Synodalen des Evangelischen Kirchenkreises Solingen zusammen. Angebote für Junge Erwachsene und Zukunftsfragen stehen dann auf der Tagesordnung.

71 stimmberechtigte Mitglieder hat die Solinger Synode. 71 stimmberechtigte Mitglieder hat die Solinger Synode.

„Ich höre gelegentlich, die jungen Menschen seien unsere Zukunft. Ich würde eher sagen: Wir sollten sie als einen wichtigen Teil unserer Gegenwart ernster nehmen“, betont Superintendentin Dr. Ilka Werner. Auf der kommenden Kreissynode am 28. und 29. Juni im Evangelischen Gemeindehaus Ketzberg wird sie gemeinsam mit der Solinger Schulreferentin und Bezirksbeauftragten für die Berufskollegs, Pfarrerin Corinna Maßmann, und Landespfarrer Karl Hesse von der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Ohligs den Anschlussbericht der „Querschnittvisitation Junge Erwachsene“ vorlegen.

Visitation „Junge Erwachsene“
Zwei Jahre lang hatte ein Visitationsteam evangelische Angebote für Menschen zwischen 16 und 30 Jahren besucht, junge Menschen in Solingen nach ihren Erfahrungen mit und Einstellungen zur Evangelischen Kirche befragt sowie Experten gehört. „Kirche gehört nicht mehr selbstverständlich zum Leben von jungen Leuten dazu. (…) Kirche muss sich verändern, wenn sie mit der jungen Generation in Kontakt kommen will“, heißt es jetzt in dem 21-seitigen Abschlussbericht, der der Synode vorgelegt wird. Angemahnt wird ein Perspektivwechsel: Junge Leute sollten nicht mehr als Adressaten von evangelischen Programmangeboten betrachtet werden, die kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sie vorbereiten. Stattdessen wünschen sie sich Freiräume und entgegengebrachtes Vertrauen, in denen sie eigene Formate für sich und andere Menschen ihrer Generation eigenverantwortlich entwickeln können. „Dazu sollten dann auch eigene Räume und ein festes Budget gehören, mit denen sie selbständig planen und gestalten können“, findet Werner.

Neue Angebote
Gute Beispiele für solche neuen Wege gibt es in Solingen bereits. Eines ist der wöchentliche Gottesdienst „Freiraum plus“, der jeden Sonntag von jungen Leuten für junge Leute vorbereitet wird. Gottesdienstbeginn ist erst um 12 Uhr, vorher gibt es Kaffee zum Ankommen. Obwohl der Gottesdienst gut vorbereitet ist, wirkt er wenig ritualisiert, und die Stimmung ungezwungen. Die Rupelrather Gemeinde stellt den jungen Leuten einen Gottesdienstraum zur Verfügung, in dem die Band rasch ihre Instrumente aufbauen kann. Die Technik ist so ausgestattet, dass sich Videoclips ohne großen Aufwand abspielen lassen. Die Gemeinde gebe ihnen eine große Gestaltungsfreiheit, erklären die jungen Gottesdienstmacher, aber damit verbunden sei auch eine große Verantwortung, jeden Sonntag einen ordentlich vorbereiteten Gottesdienst auf die Beine zu stellen. Ein anderes Beispiel ist die  „Kirchen-WG Lukitopia“, zu der junge Menschen aus der Luther-Kirchengemeinde seit diesem Jahr ins Gemeindehaus Höhscheid einladen. Dazu haben sie eine kleine Souterrain-Wohnung gemütlich renoviert und möbliert. Einen festen Veranstaltungsplan gibt es nicht, aber feste Zeiten: Jeden Freitagabend kommt die WG zusammen, mal zu Brettspielen, mal zum gemütlichen „Beertasting“, ansonsten wird geguckt, was im Miteinander entsteht. Eingeladen sind junge Menschen ab 20. Weitere Voraussetzungen oder gar ein „Bewerbungsgespräch“ wie bei vielen anderen WGs gibt es nicht.

Projekt mit Hackhauser Hof
Das Team der Querschnittvisitation um Superintendentin Dr. Werner kann sich noch mehr evangelische Projekte für junge Leute in Solingen vorstellen. Bei der Synode am letzten Juniwochenende wird es darum Workshops geben, in denen die Vertreter der Solinger Gemeinden über neue innovative Projekte nachdenken wollen. Ein neues Projekt steht schon fest. Nach der anstehenden Neukonzeption des kreiskirchlichen Jugendreferats wird es zusammen mit dem Schulreferat, dem Hackhauser Hof und Mitarbeitenden der gemeindlichen Jugendarbeit „Tage religiöser Orientierung“ veranstalten. Diese werden gemeinsam mit Schülergruppen individuell geplant und vorbereitet und dann im Hackhauser Hof oder in ähnlichen Häusern durchgeführt.

„Wir wissen, dass es uns nicht einfach gelingen wird, unsere Kirche zu einem neuen Hot Spot für junge Menschen zu machen“, räumt Ilka Werner ein. „Aber wir möchten neue Wege wagen. Ich bin überzeugt, dass das Leben unserer Solinger Gemeinden dadurch reicher, jünger und bunter werden kann.“ Das Thema „Junge Erwachsene“ steht am Samstag auf der Tagesordnung der Kreissynode.

Zukunftsbild Klingenkirche
Am vorangehenden Freitagabend wird es unter anderem um das „Zukunftsbild Klingenkirche 2030“ gehen. Der Kreissynodalvorstand schlägt vor, unter diesem Projekttitel die grundsätzlichen Ziele und konkreten Schritte für den Weg der Synode in die kommende Dekade zu vereinbaren. Konkrete Entscheidungen sollen aber erst auf den kommenden Tagungen der Synode erarbeitet und beschlossen werden.

Die Tagung beginnt am Freitagabend mit einem Abendmahlsgottesdienst um 18.00 Uhr in der Ketzberger Kirche, Lützowstraße, in dem Pfarrerin Raphaela Demski-Galla die Predigt halten wird. Um etwa 19.30 Uhr starten dann die Beratungen im Evangelischen Gemeindehaus an der Tersteegenstraße. Am Samstagmorgen wird die Tagung um 8.30 Uhr im Gemeindehaus mit einer Andacht fortgesetzt. Die Synode ist grundsätzlich öffentlich.

 

19.06.2019



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