Losung

für den 27.09.2021

Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.

Psalm 119,67

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Corona-Krise

Offene Kirche ausgeweitet und „Corona-Läuten“ beendet

Wegen der Coronakrise haben Kirchengemeinden ihre Angebote der offenen Kirche ausgeweitet. Das stadtweite Läuten der Kirchenglocken immer abends um 19.30 Uhr wurde beendet.

Offene Türen und Offene Kirche: die Christuskirche in Rupelrath (Foto: Jochen Bohne) Offene Türen und Offene Kirche: die Christuskirche in Rupelrath (Foto: Jochen Bohne)

Donnerstag, 17 Uhr: Die rot gestrichene Flügeltür der Christuskirche steht einladend weit offen. Aus dem Kirchraum dringt gedämpfte Musik auf den von großen Bäumen umsäumten Vorplatz. Seit zwei Monaten ist die vor einem Jahr runderneuerte Rupelrather Kirche jeden Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr geöffnet für jeden, der hereinschauen möchte. Freundliche Ehrenamtliche sind vor Ort, heißen die Gäste willkommen und stehen - falls gewünscht - für ein Gespräch oder ein Gebet bereit. "Ansonsten halten wir uns im Hintergrund", betont Pastorin Petra Schelkes, die die „Offene Kirche“ mit einem Team initiiert hat. Der sakrale Raum soll für sich sprechen und zur Zwiesprache mit Gott einladen. Oder einfach nur helfen, zur Ruhe zu kommen und den Alltagstrott für ein Viertel- oder halbes Stündchen vor der Tür zu lassen.

Auch an diesem Donnerstag stehen frische Blumen auf dem Altar; die Osterkerze brennt. Einzelne Plätze sind besetzt. Jemand betrachtet minutenlang das große Kreuz im Altarraum, ein Anderer lauscht der meditativen Musik. Eine Frau sitzt auf der anderen Seite, still ins Gebet versunken.

„Es sind einige Leute, die unseren Ruheort in der Woche nutzen und die Zeit, inne zu halten und Gott zu begegnen, genießen“, freut sich Pastorin Schelkes. Im Altarraum sind zwei kleine Tische liebevoll dekoriert. Wer mag, kann eine Kerze entzünden und ein farbiges Kärtchen mit einem Bibelvers auswählen und es mitnehmen. „Als Mitarbeitende versuchen wir darauf zu reagieren, was die einzelnen Besucher brauchen", sagt Schelkes - sei es ein Anliegen, das jemand auf dem Herzen hat, oder ein gemeinsames Gebet. Auf die besonderen Hygiene-Maßnahmen zum Schutz vor Corona werde natürlich geachtet. Schelkes: „Schließlich ist uns wichtig, dass wir alle gemeinsam gut durch diese Zeit kommen." Körperlich, aber eben auch an Geist und Seele.

Info

Die Christuskirche an der Opladener Straße 5-7 in Solingen-Aufderhöhe hat bis (mindestens) Ende Oktober jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr geöffnet.
Angebote zur offenen Kirche gibt es auch in der Stadtkirche Mitte am Fronhof (dienstags 16-18 Uhr, mittwochs 10-12 Uhr, donnerstags 15-17 Uhr), in der Gräfrather Kirche am Markt (sonntags 15-17 Uhr), in der Dorper Kirche (mittwochs 15-17 Uhr) sowie im Gemeindezentrum Arche, Eichenstraße 140 (montags 10-12 Uhr und donnerstags 15-17 Uhr).

Kirchenglocken erklingen nicht mehr jeden Abend stadtweit

An vielen Kirchen in Solingen läuteten seit März immer abends die Kirchenglocken und riefen zur Andacht angesichts der aktuellen Corona-Krise. Diese Läutepraxis an den evangelischen Kirchtürmen Solingens ist mittlerweile beendet.

Mitte März waren zunächst alle Kirchen für Gottesdienste und andere Veranstaltungen geschlossen worden. Wer mochte war aber immer um 19.30 Uhr eingeladen, eine Kerze zu entzünden und sich mit anderen im gemeinsamen Gebet verbunden zu fühlen. Dazu läuteten viele Wochen lang an den evangelischen und katholischen Kirchen Solingens auch die Glocken. Einige Gemeinden veröffentlichten zu diesem Anlass auch täglich Texte oder richteten Gruppen in Sozialen Netzwerken ein.

 „Die Krise ist zwar lange noch nicht vorbei“, erklärt Pressepfarrer Thomas Förster, „aber sie ist Teil einer neuen Normalität geworden. Darum kehren wir nun auch läutepraktisch in den Normalzustand zurück.“ In den meisten Gemeinden würden mittlerweile wieder regelmäßig sonntags die Türen zum Gottesdienst geöffnet, in dem die Menschen sich unter Vorsichtsmaßnahmen und mit Abstand zum Gebet treffen könnten. Einige Gemeinden böten auch unter der Woche eine „Offene Kirche“ an und öffneten den Kirchenraum für einige Stunden zur Ruhe, zum Gebet, zum stillen Verweilen vor dem Altar.

„Die Regeln unserer Kirche sehen vor, dass die Kirchenglocken nur läuten dürfen, um Menschen zum Gottesdienst, zur Andacht oder zum gemeinsamen Gebet einzuladen“, betont Förster. In einigen Gemeinden gebe es seit eh und je die Tradition, immer zu festen Zeiten morgens und abends oder um 12 Uhr mittags zu läuten. Das werde auch zukünftig so bleiben. Aber das stadtweite Glockengeläut wird es nun erst einmal nicht weitergeben.

 

Stefanie Mergehenn/Thomas Förster / 21.08.2020



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