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für den 19.08.2019

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Ostern 2014

Auf der Suche nach dem Glauben

 "Auf der Suche nach dem Glauben" - unter diesem Motto hatte die "Solinger Morgenpost" Superintendentin Dr. Ilka Werner um einem Beitrag für die Osterausgabe am 19. April 2014 gebeten. Hier können Sie den ganzen Beitrag lesen.

Superintendentin Dr. Ilka Werner Superintendentin Dr. Ilka Werner

"Wie nach einem Osterei oder nach einem verlegten Schlüssel kann man nach dem Glauben nicht suchen. Denn der Glaube, das ist nicht ein Ding, ein Etwas, das man suchen, finden und dann haben könnte.

Es heißt ja nicht: ich habe einen Glauben, sondern: ich glaube. Glauben ist eine Haltung, eine Art innerer Kompass, eine wenn auch manchmal wackelige Überzeugung. Glauben, so kann man sagen, ist Vertrauen, und das nicht einfach so ins Leben oder dass es schon gut gehen werde, sondern Vertrauen auf jemanden. Im Christentum: Vertrauen auf Gott. Gottvertrauen.

Wie aber geht das mit der Suche nach Gottvertrauen?

Wo jemand sucht, ist eigentlich fast egal – ich meine, dass wir in Kirchen leichter fündig werden als im Wald, aber darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, wie jemand sucht. Neugier gehört dazu, und Hartnäckigkeit, so wie bei anderen Suchen auch. Aber die Suche nach Gottvertrauen ist auch anders: Wenn wir etwa einen verlegten Schlüssel suchen, gehen wir im Kopf alle Orte durch, an denen wir waren – er kann ja nur da sein, wo wir schon gewesen sind. Das ist bei der Glaubenssuche anders. Da geht es darum, sich auf andere, neue Wege einzulassen. Denn wo wir schon waren, da haben wir Gottvertrauen ja nicht gefunden, also müssen wir anderswo suchen. Und Sicherheiten verlassen, Neuland betreten, langsam und aufmerksam, und bereit, uns auf neue Orte und neue Gedanken einzulassen. Vor allem bereit, den Gedanken an Gott auszuprobieren.

Das ist auch etwas, worauf es ankommt: bereit sein, den Glauben auszuprobieren. Wer Gottvertrauen sucht, wird es nicht eines Tages einfach finden. Wer Gottvertrauen finden will, sollte ausprobieren, was es genau sein könnte und wie es sich anfühlen könnte, sich nicht auf sich selbst, sondern auf Gott zu verlassen. Zum Ausprobieren ist es eine gute Idee, in eine Kirche zu gehen oder mit Christen zu reden, aber wie und wo auch immer jemand Glauben ausprobiert, er oder sie wird merken: Es liegt nicht nur an einem selbst, zu glauben, man kann sich nicht mal eben so entscheiden, jetzt glaube ich, jetzt vertraue ich auf Gott. Es macht nicht plötzlich ‚Klick’. Es ist wirklich ein neuer Weg, eine Suche, ein Finden, ein Weitersuchen. Ich meine, es lohnt sich. Und es heißt nicht umsonst: Wer sucht, der findet. In der Bibel berichtet der Prophet Jeremia von Gottes Versprechen: „Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so werde ich mich von euch finden lassen.“

Frohe Ostern!
Ihre Ilka Werner"

Pfarrerin Dr. Ilka Werner ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen.

 

20.04.2014



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