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Abschied aus Ketzberg

Pfarrehepaar Büker-Benedens verlässt nach 24 Jahren Solingen

Am Sonntag, 3. März 2019, werden Pfarrerin Sabine Büker-Benedens und Pfarrer Helmut Benedens in einem Gottesdienst aus ihrem Dienst in der Kirchengemeinde Ketzberg verabschiedet. Im April übernehmen sie eine Pfarrstelle an der Mosel.

Wollen noch einmal neu anfangen: Sabine Büker-Benedens und Helmut Benedens wechseln in eine Pfarrstelle an der Mosel. Wollen noch einmal neu anfangen: Sabine Büker-Benedens und Helmut Benedens wechseln in eine Pfarrstelle an der Mosel.

Zuerst kam 1995 Pfarrerin Sabine Büker-Benedens als Gehörlosenseelsorgerin nach Solingen. Ein Jahr später folgte ihr ihr Mann Pfarrer Helmut Benedens und wurde 1996 als neuer Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Ketzberg eingeführt. Seit 2004 arbeiten sie dort gemeinsam auf einer geteilten Pfarrstelle. „Das war eine Herausforderung, denn wir mussten erst einmal ausprobieren, ob wir zusammenarbeiten können“, erinnert sich Pfarrer Benedens. Seine Frau pflichtet ihm bei: „Wir haben zwar lange im gleichen Beruf gearbeitet, aber noch nie als Team zusammen in derselben Gemeinde.“

Nun verlassen die beiden Solingen. „Wir wollten noch einmal neu anfangen. Die Zeit dafür ist gut“, stellt Helmut Benedens fest. Im letzten Jahr habe ihre Tochter ihr Studium begonnen und auch die Vikarin, die sie in Ketzberg in den letzten Jahren begleitet hatten, hatte ihre Ausbildung im vergangenen Jahr beendet. Doch leicht falle der Abschied nicht, fasst Sabine Büker-Benedens zusammen: „Solingen ist der Ort, an dem wir in unserem Leben die längste Zeit gelebt haben.  Hier ist unser Kind geboren worden. Und wir lassen viele Freunde zurück. In der Gemeinde, aber auch darüber hinaus.“ Trotzdem gingen sie auch mit einem lachenden Auge, ergänzt ihr Mann: „Wir freuen uns darauf, etwas Neues zu machen und auch wieder Neues zu lernen.“

Wenn die beiden Pfarrer an ihre Zeit in Solingen zurückdenken, dann erinnern sie sich an viele Veränderungen in der Gemeinde in Ketzberg. Das vielleicht größte Projekt war die aufwändige Sanierung der Kirche. Da der damalige Baukirchmeister gerade zu Beginn der Arbeiten für ein halbes Jahr ausgefallen war, musste Pfarrer Benedens als Vorsitzender des Presbyteriums einspringen und viel über Kirchbauten, Sanierungsarbeiten und leider auch über alte Bausünden dazulernen. Umso freudiger seien die Erinnerungen an das Gemeindefest zur Eröffnung der sanierten Kirche. Doch die Belastung durch Schulden aus der Sanierung wirkte nach. Die Zeit in Ketzberg sei eine Zeit vieler Kürzungen und Abschiede gewesen. Dankbar sind die beiden daher auch für alle Presbyterinnen und Presbyter, die in diesen vielen Jahren jede Veränderung beraten und mitgetragen haben. „Wir hatten immer ein Presbyterium, dass sich nicht um wichtige und nötige Beschlüsse gedrückt hat“, resümiert Pfarrer Benedens. Es habe keine Schnellschüsse gegeben, weder bei der Kürzung von Pfarrstellen oder bei anderen hauptamtlichen Mitarbeitenden noch bei der Abgabe von Gemeindekindergärten an andere Träger. Die Gemeinde sei über all diese schweren Entscheidungen zu einer guten Einheit zusammengewachsen, in der jeder füreinander einstünde. „Dieses Wir-Gefühl, das trägt, ist zu einer Art Profil der Gemeinde geworden.“

Besonders wird den beiden eine Presbyteriumssitzung im Jahr 2017 bleiben. Damals konnte endlich der Beschluss zur Tilgung der letzten Darlehen für die Kirchsanierung gefasst werden. „Im Anschluss an diesen Beschluss haben wir mit Sekt angestoßen“, erinnert sich Pfarrerin Büker-Benedens. Die Freude darüber war auch darum besonders groß, weil die Gemeinde somit schuldenfrei in ihr 150jähriges Jubiläum gehen konnte.

„Wir verlassen die Gemeinde mit einem guten Gefühl. Es bleibt eine gute Mannschaft hier. Ich wünsche der Gemeinde, dass die Menschen behalten, was gewachsen ist. Dass sie aber auch merken, wie stark sie sind. Jetzt können sie sich überlegen, was sie brauchen und was sie sich für die Zukunft Neues wünschen“, fasst Sabine Büker-Benedens ihre Wünsche für Ketzberg zusammen. Und Helmut Benedens ergänzt: „Ich wünsche den Menschen hier, dass sie auch weiterhin gemeinsam diskutieren und gemeinsam entscheiden. Und dass sie den Mut haben, vorausschauend in die Zukunft zu planen.“

In fast einem Vierteljahrhundert in Solingen hat das Pfarrehepaar auch viele Aufgaben über die Gemeindearbeit hinaus für den Kirchenkreis übernommen. So haben sie einige Jahre lang im Städtischen Klinikum die Krankenhausseelsorge im Rahmen einer Krankheitsvertretung unterstützt. Pfarrerin Büker-Benedens war lange im Aufsichtsrat der Theodor Fliedner-Heim gGmbH aktiv, einer Pflegeeinrichtung für hör- und sprachbehinderte Menschen. Außerdem engagierte sie sich in der ökumenischen Begegnung mit dem indonesischen Partnerkirchenkreis Medan. Pfarrer Benedens vertrat den Kirchenkreis zehn Jahre lang im Vorstand der Jugend- und Drogenberatung. Vier Jahre lang hat er den Solinger Kirchenkreis als Delegierter auf der Landessynode vertreten. Benedens: „Das war besonders anstrengend, gleichzeitug aber auch spannend und lehrreich.“

Die Evangelische Kirchengemeinde Ketzberg wird Pfarrerin Sabine Büker-Benedens und Pfarrer Helmut Benedens am Sonntag, 3. März 2019, ab 15:00 Uhr in einem Gottesdienst in der Ketzberger Kirche verabschieden. Im Anschluss an den Gottesdienst wird es einen Empfang im Gemeindezentrum geben mit Gelegenheit zu Grußworten und der Möglichkeit, sich persönlich von den beiden zu verabschieden. Am 1. April treten beide ihre neue Pfarrstelle in den pfarramtlich verbundenen Evangelischen Kirchengemeinden Enkirch-Starkenburg  und Irmenach-Lötzbeuren-Raversbeuren an der Mosel an.

 

20.02.2019



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