Losung

für den 09.12.2019

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Bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle

Pfarrer Stephan Sticherling springt in Ketzberg ein

100 Tage im Amt ist Stephan Sticherling: Seit April wirkt der Düsseldorfer Pfarrer im Gemeindealltag mit und begleitet das Presbyterium dabei, die Nachfolge für das Pfarrerehepaar Benedens zu gestalten.

Ein erfahrener Theologe für den Übergang in Ketzberg: Pfarrer Stephan Sticherling. Ein erfahrener Theologe für den Übergang in Ketzberg: Pfarrer Stephan Sticherling.

Aus dem Altenberger Dom in die Kirche nach Ketzberg: „Das war erstmal eine ganz schöne Umgewöhnung“, sagt Pfarrer Stephan Sticherling, „plötzlich war alles viel familiärer.“ Inzwischen ist der 63-Jährige aber längst in seiner neuen Gemeinde angekommen. Die Menschen hätten es ihm leicht gemacht, seinen Platz in Ketzberg zu finden, erzählt er 100 Tage nach Dienstantritt.

Nachdem das Pfarrerehepaar Sabine Büker-Benedens und Helmut Benedens die Evangelische Kirchengemeinde in Ketzberg verlassen hatte, schickte das Landeskirchenamt den erfahrenen Theologen aus Düsseldorf in die Gemeinde. „Beschäftigungsauftrag“ heißt die Funktion des Pfarrers offiziell – und ist auf Zeit angelegt. „Ich bin nicht der neue Herr Pfarrer“, sagt Stephan Sticherling. Er begleitet die Suche der Gemeinde nach einem neuen Pfarrer, einer Pfarrerin oder einem Pfarrehepaar und gestaltet gleichzeitig das Gemeindeleben mit. Das Presbyterium geht von anderthalb Jahren der Vakanz aus.

In dieser Zeit wolle er mitgestalten, sagt er. Fünfmal in der Woche macht er sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Düsseldorf aus auf den Weg. „Meine Frau hat damals in Solingen ihr Vikariat gemacht“, erzählt er. Viel mehr Anknüpfungspunkte zur Klingenstadt hatte er bisher nicht. Dafür kam er im April mit reichlich Erfahrung nach Ketzberg. Lange hatte er als Pfarrer an der Christuskirche in Düsseldorf-Bilk gewirkt. Danach war er als Pfarrer mit besonderem Auftrag nach Altenberg gewechselt. Und nun also Ketzberg. „Das ging alles ganz schnell. Von einem Tag auf den anderen“, erzählt er.

In der Gemeinde stieg er sofort in die Konfirmandenarbeit ein, konfirmierte die Jugendlichen wenige Wochen nach seiner Ankunft. „Das war eine besondere Situation“, erzählt er, „ich bin ins kalte Wasser gesprungen.“ Das hat seitdem aber Temperatur bekommen. Beerdigungen, die Begrüßung der neuen Konfirmanden, Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten: Stephan Sticherling ist im Einsatz. In diesen Tagen sitzt er an der Konzeption eines neuen spirituellen Angebots: Ab dem 3. September lädt er Interessierte für jeden Dienstagabend nach dem 19-Uhr-Läuten zu „Zehn Minuten Biblische Geschichte“ ein. Mit dem Elia-Segen, Brot und frischem Wasser endet das Angebot. „Wer danach noch Zeit hat, bleibt noch etwas“, sagt der Pfarrer. Dann könnten sich Käse, Wein oder Saft zu Brot und Wasser gesellen. Und jeden dritten Dienstag im Monat (ab 17. September) lädt er zu einem Abend der Begegnung ein – mit Gebet, der Lehre der Apostel, einem gemeinsamen Essen.

Und was ist ihm wichtig an Gemeinde und Kirche? „Gemeinden haben einen Mittelpunkt im Gebet, der Beschäftigung mit der Heiligen Schrift und in der Gemeinschaft“, sagt Stephan Sticherling. Dieser geistliche Mittelpunkt verhindere, zu zerfasern und nur nach außen zu bestehen. Außerdem glaube er an selbstverantwortliche Christen, die nicht Dienstleistungsempfänger seien, sondern Teil einer Gemeinde. Und die will er in der nächsten Zeit in Ketzberg gerne mitgestalten.

 

Theresa Demski / 10.07.2019



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