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für den 27.09.2021

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Neue Presbyterien starten trotz Corona

Jüngste Presbyterin kommt aus Widdert

Bente Lettmann ist mit ihren 19 Jahren die jüngste Presbyterin in Solingen. Gemeinsam mit 117 anderen Presbytern im Kirchenkreis tritt sie im März trotz Corona ihren Dienst an.

Das jüngste Presbyteriumsmitglied in Solingen: Bente Lettmann aus Widdert. LupeDas jüngste Presbyteriumsmitglied in Solingen: Bente Lettmann aus Widdert.


Bente Lettmann lacht fröhlich: „Eigentlich ist es witzig, dass ich Presbyterin bin.“ Übersetze man das Wort aus dem Altgriechischen, bedeute „Presbyter“ nämlich so viel wie „Ältester“. Bente Lettmann hat gerade ihren 19. Geburtstag gefeiert, gehört also eher zu den Jüngeren in der Evangelischen Kirchengemeinde in Solingen-Widdert. „Aber so bunt wie unsere Gemeinde, ist eben auch unser Presbyterium“, sagt sie. Deswegen sei es gut, dass erfahrene und junge Menschen gemeinsam die Leitungsaufgaben in der Gemeinde übernehmen.

Ganz unbekannt ist die Arbeit im Presbyterium für die 19-Jährige nicht. Vor dem Abitur hatte sie sich auf der Suche nach Zukunftsperspektiven für ein Praktikum in ihrer Gemeinde entschieden. Sechs Wochen lang begleitete sie Pfarrerin Kristina Ziegenbalg in Gruppen und Kreise, in Gespräche – und eben auch in die Presbyteriumssitzungen. Inzwischen liegt das erste Semester ihres Theologiestudiums hinter ihr. Sie ist sich sicher, irgendwann selbst Pfarrerin sein zu wollen. „Ich hatte schon immer viele Berührungspunkte zur Gemeinde“, erzählt sie: Chorproben und Gottesdienstvorbereitungen, ehrenamtlicher Einsatz für Seniorennachmittage oder besondere Projekte in Widdert. So sei sie in Glaube, Gemeinde und Kirche gut verankert, sagt die 19-Jährige. Als Bente Lettmann dann gleich von mehreren Seiten auf die Presbyteriumswahl angesprochen worden sei, habe sie nicht gezögert. „Das ist eine wichtige Aufgabe für die Gemeinde“, stellte sie damals fest: „Da möchte ich mich einbringen.“
Bente Lettmann erklärte sich bereit zu kandidieren.

Inzwischen gilt sie als gewählt und startet motiviert in ihren ehrenamtlichen Einsatz im Widderter Leitungsgremium: „Es gibt etwas zu tun“, ist sich die 19-Jährige sicher, „Gemeinde und Kirche verändern sich.“ Da sei ihr wichtig zu fragen, was die Gemeinde und was die Menschen brauchen. Eine große Aufgabe von Kirche werde es sein, auch Menschen auszusprechen, die bisher keinen Kontakt zur Gemeinde hatten und in deren Leben Kirche bisher nicht vorkomme. „Wir versuchen, immer neue Formate zu entwickeln, um auch diese Menschen einzubeziehen“, sagt sie.

Es sei wichtig, dass ältere und jüngere Menschen gemeinsam bedenken, diskutieren und entscheiden. „So eine Presbyteriumssitzung ist spannend“, hat Bente Lettmann festgestellt. Man könne eigene Herzensangelegenheiten einbringen, mit anderen darüber ins Gespräch kommen, Bedenken und Chancen besprechen und Ideen weiterentwickeln. Und schon jetzt habe sie die Erfahrung gemacht: „Meine Meinung wird gehört.“ So könne sie dann zur Vertreterin der Gemeinde werden – immer im Gespräch mit den Menschen.

Mittlerweile sind die neuen Presbyterien eingeführt. Wegen der Corona-Beschränkungen konnten zunächst keine Einführungsgottesdienste stattfinden. Sie werden aber in allen Gemeinden zu späteren Zeitpunkten nachgeholt werden. Damit die neuen Presbyterien ihren Dienst aufnehmen konnten, hat die Landeskirche ein provisorisches Verfahren ermöglicht, bei dem die gewählten Presbyteriumsmitglieder die notwendigen Erklärungen vorab online oder telefonisch gegenüber den jeweiligen Presbyteriumsvorsitzenden abgeben mussten. Damit sind sie jetzt gültig im Amt und in allen evangelischen Gemeinden konnte die neue vierjährige Amtszeit starten. Das Leitungshandeln ist natürlich trotzdem stark durch die aktuell geltenden Kontakteinschränkungen betroffen. Sitzungen der Presbyterien werden vielerorts darum zunächst als Videokonferenzen durchgeführt oder verschoben.

 

Theresa Demski/Thomas Förster / 01.04.2020



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