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für den 14.12.2019

HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.

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Superintendentin Dr. Werner zum Attentat in Halle

„Wo Juden und Jüdinnen gefährdet sind, sind wir alle gefordert“

Der Anschlag in Halle gegen eine Synagoge hat auch in Solingen viele Menschen erschüttert. Als Reaktion hat Superintendentin Dr. Werner der Jüdischen Kultusgemeinde die Anteilnahme des Kirchenkreises erklärt. Sie ruft für morgen zu einer Mahnwache auf.

Auch in Solingen war der terroristische Angriff in Halle Thema in den Zeitungen. Auch in Solingen war der terroristische Angriff in Halle Thema in den Zeitungen.

Mit Schrecken und Entsetzen hat der Evangelische Kirchenkreis Solingen auf den antisemitischen Anschlag in Halle vom Mittwoch reagiert. „Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Brüder und Schwestern“, schreibt Superintendentin Dr. Ilka Werner in einer Erklärung. „Wir fühlen mit ihnen und erklären: Antisemitismus ist Gotteslästerung.“ Der gestrige Anschlag sei kein Einzelfall, sondern stehe in einer Reihe antisemitischer Attacken, bei denen jüdische Menschen in Deutschland angefeindet und weltweit Synagogen angegriffen wurden. Werner: „Wir erleben erschrocken und beschämt, wie die Sprache verroht und aus Worten Taten werden. Das nehmen wir nicht hin.“

Die Superintendentin ruft die Mitglieder der evangelischen Gemeinden und alle Bürgerinnen und Bürger Solingens auf, deutlich und laut zu widersprechen, wenn gegen jüdische Menschen gehetzt wird: „Wo Juden und Jüdinnen gefährdet sind, sind wir alle gefordert.“

In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Leonid Goldberg, hat Ilka Werner im Namen des Evangelischen Kirchenkreises den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde ihre Anteilnahme ausgedrückt und ihre Unterstützung versichert. „Ich schäme mich dafür, dass solche antisemitische Gewalt in unserem Land möglich ist“, schreibt die Theologin.

Für die Evangelische Kirche und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Solingen ruft Dr. Werner  gemeinsam mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach, dem Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Leonid Goldberg, und Hans-Werner Bertl für das Bündnis „Bunt statt Braun“ alle Solingerinnen und Solinger für den morgigen Freitag zu einer Mahnwache auf: 14.00 Uhr vor dem Solinger Rathaus, Walter-Scheel-Platz.

Wir dokumentieren die Erklärung von Superintendentin Dr. Ilka Werner für den Evangelischen Kirchenkreis im Wortlaut:

„Gestern hat ein antisemitisch motivierter Attentäter einen rechtsterroristischen Angriff auf eine Synagoge in Halle an der Saale verübt. Das erfüllt uns mit Schrecken und Entsetzen. Nur knapp wurde verhindert, dass der Attentäter in die Synagoge gelangen konnte, um dort ein furchtbares Verbrechen zu verüben.

Mit Schrecken und Entsetzen erfüllt uns auch, dass dann Unbeteiligte ermordet wurden. Wir denken an sie und trauern mit den Angehörigen.

Fast 80 Jahre nach der Reichspogromnacht wurden jüdische Menschen, die an ihrem höchsten Feiertag das Versöhnungsfest Jom Kippur feiern wollen, in Deutschland wieder zum Ziel von brutaler Gewalt. Dieses Attentat ist kein Einzelfall. Es steht in einer Reihe antisemitischer Attacken der jüngsten Zeit, bei denen jüdische Menschen in unserem Land in der Öffentlichkeit angefeindet und beleidigt und bei denen weltweit Synagogen und die dort ihren Glauben lebenden Menschen zu Opfern terroristischer Angriffe wurden. Wir erleben erschrocken und beschämt, wie die Sprache verroht und aus Worten Taten werden.

Das nehmen wir nicht hin. Darum stehen wir an der Seite unserer jüdischen Brüder und Schwestern. Wir fühlen mit ihnen und erklären: Antisemitismus ist Gotteslästerung. Wir rufen alle Gemeindeglieder und alle Solinger Bürgerinnen und Bürger auf, nicht zu schweigen, wenn schlecht über Menschen gesprochen wird, weil sie Jüdinnen oder Juden sind. Wir rufen Sie auf, sofort, deutlich und laut zu widersprechen. Wir bitten Sie alle, alles zu tun, damit jüdische Menschen ohne Angst vor Hass und Gewalt in unserem Land ihren Glauben leben und praktizieren können. Wo Juden und Jüdinnen gefährdet sind, sind wir alle gefordert.

Für den Evangelischen Kirchenkreis Solingen
Superintendentin Dr. Ilka Werner“

 

10.10.2019



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